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(Canada 2015)

Kinder aus der Hölle / Piccoli demoni

 

Regie: Bruce McDonald

Drehbuch: Pascal Trottier

Darsteller: Chloe Rose, Rachel Wilson, Robert Patrick

Jetzt auf Netflix

 

Hellions 002Endlich – ein Film der deutlich zu Halloween spielt, aber mit Sicherheit in keine Halloween-Playlist landen wird. Dabei fängt er doch so schön klischeehaft an.

Dana (Chloe Rose), eine hübsche 17-jährige, erfährt beim Routinebesuch beim Frauenarzt, dass sie bereits in der fünften Woche schwanger ist, was ihr ein wenig die Lust auf Halloween vermiest. Weder hat sie große Lust mit ihrer Mutter und dem kleinen Bruder in der Nachbarschaft nach klebrigen Süßwaren zu betteln, noch möchte sie mit ihrem Freund, der sich seiner kommenden Vaterfreuden ja noch nicht bewusst ist, auf die Halloweenparty der Highschool. Sie beschließt zu Hause zu bleiben, offiziell natürlich um die Verteilung von klebrigen Süßwaren an bettelnde Kinderhorden zu organisieren, in Wahrheit um ihr kommendes Leben zu sortieren und sich auf das kommende Gespräch mit ihrem Fruend vorzubereiten.

Kaum sind Mutter und Bruder in den orange leuchtenden Straßen des Städtchen untergetaucht, klingelt es erstmals an der Haustür und ein als Vogelscheuche verkleidetes kleines Kind hält Dora einen Sack entgegen.

Hellions 010Und von jetzt an ist es vorbei mit dem netten und typischen Halloween Slasher, denn auch wenn man anfangs noch den Eindruck gewinnen könnte, die nun vermehrt auftauchenden kleinen Gestalten seien nichts anderes als geschrumpfte Killermaschinen, ändert sich doch im Verlauf der kommenden Minuten die komplette Optik, Atmosphäre und Erzählweise des Filmes.

Von nun an befinden wir uns in einem surrealen Alptraum mit deutlich psychedelischer Ausrichtung und in einer Welt, in der normale Naturgesetze nur als Richtlinie gelten. Auch visuell findet nun ein, zuerst nur unterbewusst wahrgenommener, Wechsel statt, sind es erst nur komplett in weichem rosa und orange eingefärbte Szenen so wird auch hier mit Verlauf der Filmzeit alles immer düsterer und auch auswegloser.

Hellions 004Dana muss den Kampf gegen die unheimlichen Kreaturen nicht ganz alleine ausfechten, zwischenzeitlich bekommt sie noch Unterstützung vom bereits erwähnten Frauenarzt und vom T-1000 (Robert Patrick), aber nur ihre vorhandene Verbindung zu dem (mini-Spoiler) dämonischen Treiben kann letztlich zum Pyrrussieg führen.

Wieder einmal ein Kinofilm von Bruce McDonald und wieder einmal mehr zeigt er, dass er speziell im Horror-Genre immer noch neue Impulse setzen kann. Ich habe mich ja bereits in meinem Review zu „The Tracey Fragments“ kurz über ihn und seine Vita ausgelassen, deshalb hier nur kurz eine Erläuterung, was ich an seinen Werken (die bei uns höchsten auf Festivals die Leinwände erreichten) so liebe.

Hellions 007Wenn man sich zum Beispiel „Pontypool“ ansieht, dann handelt es sich – rein von der Inhaltsbeschreibung her – um einen Zombiefilm, der in einer Radiostation spielt. McDonald nutzt diese simple Grundidee um nahezu eine Stunde lang alleine durch Dialoge zwischen dem Radioreporter und der Aussenwelt, in der sich seltsame Dinge ereignen, eine Spannung zu erzeugen, die man nahezu fühlen kann. Zusätzlich dazu lässt er auch noch Sprache als solches zu einer Gefahr werden, da sie den Zombie-Virus überträgt. Erst zum Finale hin kommt es dann tatsächlich auch zu einigen Momenten des visuellen Horrors, aber wirklich unangenehm ist der Film zuvor.

Auch bei „Tracey Fragments“, der ja, in teilweise bis zu 20 gleichzeitigen Einstellungen pro Bild, eine Reise in das Gehirn einer 14-jährigen mit einem dunklen Geheimnis bietet baut sich ein langsamer Terror auf, der sich im Finale mit einigen schockierenden Antworten auflöst.

Hellions 006Auf gut deutsch, der Mann kann Spannung und weiss genau, wo er den Zuschauer zu packen hat. In „Hellions“ geht er aber trotzdem abermals andere Wege. Wo kleine dämonische Wesen im Horrorfilm meist die Eigenart haben sich durch simple Mittelchen wieder vertreiben zu lassen, geben die – wirklich fies aussehenden – kostümierten Fieslinge unserer Protagonistin wenig Chancen dazu. Sie ziehen sie langsam aber unvermeidbar immer mehr in ihre Dämonenwelt/Dimension hinüber. Unnötig zu erwähnen, dass Doras Schwangerschaft auch ein wichtiger Punkt im Plan der ekligen Gnome ist, die – wie sich durch Zufall herausstellt – wohl auch Verwandschaft unter den Schneckentieren haben müssen.

Für einen Bruce McDonald Film legt „Hellions“ ein nahezu unglaubliches Tempo vor, der erste Gnom taucht bereits nach 15 Minuten auf und von da an beginnt das Duell, das sich sogar später noch zu einem Wettlauf mit der Zeit mausert. Bei aller „Action“ und dem ein oder anderen wirklich blutigen Splattereffekt, bleibt der Film aber durchweg ernsthaft und düster, weshalb er – wie bereits oben erwähnt – sicher nicht bei Euch zwischen „Killer Klowns“ und „Return of the living dead“ zu Halloween im Player landen wird.

Hellions 001Dabei ist hier das Halloween Thema – zumindest am Anfang sehr schön umgesetzt und zeigt uns eine US (?)-Kleinstadt in kompletter Dekoration. Alleine Doras Familie hat sozusagen ein Minenfeld aus geschnitzten Kürbissen im Vorgarten. Allerdings ist der Spaß spätestens nach dem ersten Close-Up der Trick or Treat-Vogelscheuche vorbei – diese Viecher sind echt gruselig und entwickeln sich zu gnadenlosen Antagonisten.

„Hellions“ ist einer dieser Titel, die man in der Videothek wegen des nichtsagenden Covers und dem tollen deutschen Untertitel „Kinder aus der Hölle“ noch nicht mal im Paket mitgenommen hätte und wäre mir beim „Netflix-Roulette“ nicht zufällig der Name des Regisseurs aufgefallen, hätte ich sicher auch weiter geclickt. Der Film wird wie ein typischer Halloween-Slasher vermarktet und wird deshalb – wenn er denn mal jemandem in die Hände fällt – sicherlich zumeist eher Enttäuschung hervorrufen.

Hellions 005Das ist ziemlich schade, denn „Hellions“ ist ein kleiner und ziemlich fieser Film, der ab und an ziemlich unangenehm wird und einige wirklich originelle Ideen bietet – und das ist in der heutigen Zeit im Genrekino wirklich nicht sehr oft der Fall.

Da der Film zur Zeit im Netflix-Paket ist dürfte Abonnentem eigentlich nichts davon abzuhalten ihn zu gucken, die anderen müssen mit der unten verlinkten DVD vorlieb nehmen, eine der teuren ausländischen BluRays kaufen oder auf eine deutsche HD-Veröffentlichung hoffen. Lohnen würde es sich alleine wegen der interessanten Farbdramaturgie des Filmes.

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Hp News

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Peter Vogl
und der "kleine Horror"

Release Date: 19.11.2018

ca. 30 Minuten

 

 

Für unsere Podcast-Freunde gibt es heute auch mal wieder was. Ein kleines aber feines Interview mit dem österreichischen Autor Peter Vogl, dessen neues Buch wir ja bereits besprochen haben.

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 Demolition Man

Acclaim Entertainment, Virgin Interactive, Alexandria Inc., SNES, 1994

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Teil 1 unseres großen Rückblicks über ALLE bisherigen Halloween-Teile.
Dieses Mal nimmt sich Horny Teil 1 - 6 vor...
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Hereditary - Das Vermächtnis / El Legado Del Diablo

(USA 2018)

 

Regie/Drehbuch: Ari Aster

Musik: Colin Stetson

Darsteller: Toni Collette, Gabriel Byrne, Alex Wolff, Milly Shapiro 
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Die Fürsten der Dunkelheit / El príncipe de las tinieblas / Paradigm

(USA 1987)

Regie: John Carpenter

Drehbuch: Martin Quatermass (Ja, ich weiß!)

Musik: John Carpenter, Alan Howarth

Bauten: Daniel A. Lomino

Darsteller: Donald Pleasence, Victor Wong, Lisa Blount, Peter Jason und Alice Cooper als “Street Schizo“

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(D 2014)

Regie/Buch: Benjamin Bechtold

Kamera: Hartmut Schotte

Musik: Christoph Heyd

Darsteller: Josephine EhlertMario KrichbaumVlasto Peyitch, Nikolai Will
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Die Unglaublichen 2 / Les indestructibles 2 / De utrolige 2

(USA 2018)

Buch und Regie: Brad Bird

Darsteller (Stimmen): Craig T. Nelson, Holly Hunter, Bob Odenkirk, Samuel L. Jackson

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Eine Film Enzyklopädie von Peter Vogl

2018, erschienen im MÜHLBEYER Filmbuch-Verlag

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Die Nacht der lebenden Toten, Night of Anubis, Yasyan Ölülerin Gecesi

(USA 1968)


Regie: George A. Romero

Darsteller: Duane Jones, Judith O'Dea, Karl Hardman, Marilyn Eastman

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Mit Disney droht ein neuer Streamingdienst
und der bisherige Marktführer sucht nach Wegen siene Position zu behalten...

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(USA / Belgien / GB 2018)

Regie: Panos Cosmatos

Musik: Jóhann Jóhannsson

Darsteller: Nicolas Cage, Andrea RiseboroughLinus RoacheNed DennehyOlwen Fouéré

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Draculas Rückkehr / Blodsugeren Dracula / Dracula et les femmes

(GB 1968)

Regie: Freddie Francis

Drehbuch: Anthony Hinds

Musik: James Bernard

Darsteller: Christopher Lee, Rupert Davies, Veronica Carlson, Barry Andrews, Michael Ripper

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Amami mortalmente / La necrofila / Secrets of the Death Room

 (USA 1972)


Regie: Jacques Lacerte
Darsteller: Mary Charlotte Wilcox, Lyle Waggoner, Christopher Stone, Timothy Scott

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(USA 1976)
DIE INSEL DER UNGHEUER


Regie: Bert I. Gordon

Darsteller: Marjoe Gortner, Pamela Franklin, Ralph Meeker, Jon Cypher

Special Effects: Rick Baker (uncredited)

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Pánico en el Transiberiano, The Possessor, Terreur dans le Shanghai-Express

(GB / Spanien 1973)

 
Regie: Eugenio Martin

Drehbuch: Arnaud d'Usseau, Julian Zimet

Darsteller: Christopher Lee, Peter Cushing, Alberto de Mendoza, Julio Pena, Telly Savalas

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Ein klassischer Science Fiction-Roman
und was er uns heute noch zu sagen hat

 

Autor: John Brunner

Erscheinungsjahr: GB 1972 / Deutschland 1978 / Neuübersetzung 1997

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(Deutschland 1974)

Regie: Heinz Schirk

Drehbuch: Karlhans Reuss, Derrick Sherwin

Produktion: Saarländischer Rundfunk

Darsteller: Dieter Hallervorden, Arno Assmann
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(USA 2017)

Regie: Marc Meyers

Drehbuch: Marc Meyers, John Backderf

Vorlage (Graphic-Novel): John Backderf

Darsteller: Ross Lynch, Alex Wolff, Anne Heche, Dallas Roberts

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Jetzt auf Stippvisite in Deutschland

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( United States / Germany / Canada 2005)

Regie: David Cronenberg
Darsteller: Viggo Mortensen, Maria Bello, Ed Harris, William Hurt, Ashton Holmes

 

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Das Haus der lebenden Leichen / El maniático / Pyromaniac / Op de Drempel van de Gruwel

(USA 1979)

Regie: Joseph Ellison

Darsteller: Dan Grimaldi, Charles Bonet, Bill Ricci, Robert Carnegie

Kamera: Oliver Wood

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Dracula - Eine Love Story / Dracula '79

(UK/USA 1979)

Regie: John Badham

Drehbuch: W.D. Richter, Hamilton Deane, John L. Balderston

Musik: John Williams

Darsteller: Frank Langella, Laurence Olivier, Donald Pleasence

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(Italien 2018)

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satanquerSatanic Halloween / Halloween killer

(USA 2005)


Regie/Drehbuch:
 Jeff Lieberman

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Die Brut, Chromosoma 3, La clinique de la terreur, Los engrendos del diablo

(Canada 1979)

Regie/Buch: David Cronenberg

Musik: Howard Shore

Darsteller: Art Hindle, Oliver Reed, Samantha Eggar, Nicholas Campbell

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Limited Netflix-Series – 10 Episodes – ca. 360 Minuten

(USA 2018)

Regie: Cary Joji Fukunaga

Drehbuch: Patrick Somerville, Cary Joji Fukunaga u.a.

Musik: Dan Romer

Darsteller: Jonah Hill, Emma Stone, Sally Field, Julia Garner, Gabriel Byrne


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