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affamesquer 

(Canada 2017)


Regie/Drehbuch: Robin Aubert

Darsteller: Marc-André Grondin, Monia Chokri, Charlotte St-Martin

 

Danke Netflix...

Endlich mal wieder ein Film, der in den Kommentarspalten der diversen Netzwerke zu diesen herrlichen Auswüchsen führt, die ich so liebe.

 

„Langweilig“, „Hab ich nach 20 Minuten ausgemacht“,
„Müll“, „So ein Dreck“ oder „Das sollen Zombies sein?“

– so in etwa stellt sich der Tenor der Zuschauerstimmen gerade einmal 5 Tage nach der Veröffentlichung dieses kleinen kanadischen Horrorfilms dar.

affamesl010Jeder EDdie weiß nun also bereits, dass es sich um einen Film handelt, der ganz genau seinem Geschmack entspricht und für die noch unentschlossenen gibt es im Folgenden eine Lobeshymne, die sich gewaschen hat.

„Les affamés“, der in Deutsch relativ gut mit „Hungrig“ und in englisch verwirrender Weise als „Ravenous“ (gab es da nicht bereits einen gleichnamigen Film?) betitelt wurde, beginnt einige Zeit nachdem eine Zombiekatastrophe stattgefunden hat irgendwo im ländlichen Quebeck. Die wenigen Überlebenden haben sich mehr oder weniger mit der Situation abgefunden und führen - so weit das möglich ist - ein normales Leben. Da die Kommunikationskanäle scheinbar gleich zu Beginn der Apokalypse zusammengebrochen sind, weiss allerdings auch niemand so wirklich was geschehen ist oder ob und in wie weit es noch unbetroffene Gebiete gibt.

affamesl007Dementsprechend geht natürlich auch jeder mit der Situation, die neben der globalen Auswirkung natürlich auch die eigene Familie und das eigene Leben komplett verändert hat, auf eine ganz eigene Art und Weise um. Unser Portagonist Bonin (Marc-André Grondin) zieht mit einem Freund durchs Land, um für dessen Mutter und deren Freundin Vorräte zu organisieren. Eine andere Figur, die Geschäftsfrau Tania (Monia Chokri), die mittlerweile ihre gesamte Familie verloren hat, ist alleine mit ihrem Wagen unterwegs und entledigt sich angreifender Zombies mittels einer Machete. Diese und andere Geschichten werden dem Zuschauer zu Beginn bildstark und wortarm parallel präsentiert wobei die Zombies, die dieses Mal zur schnellen Sorte gehören, zusätzlich noch schreien und sich scheinbar nach Gehör orientieren, eher eine latente Gefahr darstellen, aber eher selten tatsächlich auftauchen.

Wenn schließlich alle Hauptfiguren zusammen getroffen sind, wird der Film zur Schilderung einer ziel- und hoffnungslosen Flucht.

affamesl005Regisseur und Drehbuchautor Robin Aubert, der mich bereits 2005 mit dem ebenfalls sehr ruhigen und düsteren „Saint Martyrs – die Stadt der Verdammten“ überrascht hat, schafft es tatsächlich dem im Klischees erstickenden Zombie-Genre neue Aspekte abzugewinnen. Das beginnt schon damit, dass seine Figuren keine verkappten Einzelkämpfer sind, die sich aufgrund der Katastrophe zu wahren Toten-Tötungmaschinen entwickeln, sondern normale Menschen aus verschiedenen Lebensbereichen, die gezwungen sind, sich an eine neue und relativ auswegslose Situation anzupassen. Zusätzlich gibt es in seinem Film auch noch Kinder und alte Menschen in Hauptrollen, was gerade im Zombie-Untergenre eher selten vorkommt.

Wie bereits erwähnt haben diese Figuren sich auch nicht viel zu sagen. Die Apokalypse wird hier nicht mehr diskutiert, die Hauptfiguren sind schon weit über das Warum und Wieso hinweg und sich bewußt, dass ihre Zukunft in einer von Toten überlaufenen Welt höchsten noch bis zum Anbruch der nächsten Nacht gesichert ist. Bonins Versuche seine Unsicherheit mit billigen Witzchen zu überspielen wirken deshalb bewusst eher peinlich und einen Nebencharakter, der meint auch in der aktuellen Situation noch „lustige“ Streiche zu spielen, ereilt ein böses Schicksal, dass im Übrigen beim Zuschauer das einzige Mal im Film für einen befreienden aber gleichzeitig unangenehmen Lacher sorgt.

affamesl004Ebenso verzichtet „Les affamés“ – eher romeroesque – darauf einen Grund für die Katastrophe herbeizuspinnen, gibt dem Zuschauer aber genug Hinweise mit auf den Weg, sich einen eigenen Reim auf das Gesehene zu machen. So verhalten sich die Zombies zwar vorwiegend „artgerecht“ und neigen dazu Menschen totzubeissen und zu jagen, auf der anderen Seite sieht man sie aber auch sehr oft unbeweglich in größeren Gruppen um von ihnen gebaute Monumente aus Haushaltsgegenständen (zum Beispiel einen 15 Meter hohen aus Stühlen gebauten Turm) herumstehen. Ebenso gibt der Film dem Zuschauer einige Hinweise, in dem er an mehreren Stellen Aufnahmen von Raupen bietet, die ja bekanntlich im Zuge ihres Lebens mehrere Evolutionsphasen durchlaufen. All das weist recht deutlich darauf hin, dass in dieser Welt nicht mehr der Mensch das Sagen hat, sondern die Evolution einen Schritt weiter gegangen ist.

Zumindest ist das meine Deutung des Filmes, andere Rezipienten werden vielleicht andere Empfindungen und Schlüsse beim Sehen ziehen, aber das macht ihn auch so beeindruckend, hoffnungslos und – tatsächlich – gruselig.

affamesl008Visuell präsentiert der Film wunderschöne Aufnahmen sommerlicher kanadischer Landschaften und verzichtet wohlwollend auf übertriebenes Color-Grading, modernes Kameragehampel und Schnittmassaker. Dieser naturalistische Look ist anfangs tatsächlich etwas verwirrend, ist es doch genau die Optik, die normalerweise in Genre-Beiträgen vermieden wird. Im Kontrast dazu gibt es auch die ein oder andere „neblige“ Sequenz und einige bewusst unübersichtliche Nachtszenen (im Dunkeln kann man halt Freund und Feind nicht auseinanderhalten), aber generell bemüht sich Kameramann Steeve Desrosiers um Realismus.

So erweist sich „Les Affamés“ – trotz einiger genretypischer Splattereinlagen – eben nicht als ein üblicher Vertreter des Zombiefilms, was dann auch die eingangs erwähnten Kommentare verständlich macht. Dank seiner eher meditativen Wirkung und den sich meist im Kopf des Zuschauers entwickelnden Querverbindungen macht er es dem Netflix-Bingewatcher, dessen Finger während des Sehens auf der Second Screen herumtapsen, nicht leicht.

affamesl002Obwohl ich bekanntlich der Meinung bin, dass die Streamingdienste durchaus Vorteile für Filmentdecker wie mich bieten, muss ich auch zugeben, dass sie in gleichem Masse dafür sorgen, dass viele Zuschauer von Netflix und Co. tatsächlich nicht mehr in der Lage sind einem Film zu folgen, der mehr vom Zuschauer verlangt als 90 Minuten lang die Augen aufzuhalten.

So lange es aber noch neben der 08/15-Massenware solche Entdeckungen wie „Les affamés“ gibt, werde ich auch weiterhin meine Netflix und Amazon-Prime-Abos behalten.

Ansehen auf eigene Gefahr.


Dia

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We are the night / Bloody Party / Geceler Bizim

(Deutschland 2010)


Regie: Dennis Gansel

Darsteller: Karoline Herfurth, Nina Hoss, Jennifer Ulrich, Anna Fischer, Max Riemelt
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(D 1973)

Regie: Ulli Lommel

Buch, Idee, Ausstattung: Kurt Raab

Produktion: Rainer Werner Fassbinder

Darsteller: Kurt Raab, Jeff Roden, Ingrid Caven, Brigitte Mira, Rosel Zech, Rainer Werner Fassbinder 
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(Deutschland 1974)

Regie: Heinz Schirk

Drehbuch: Karlhans Reuss, Derrick Sherwin

Produktion: Saarländischer Rundfunk

Darsteller: Dieter Hallervorden, Arno Assmann
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(Deutschland 1970)
Mark of the Devil

Regie & Drehbuch: Michael Armstrong & Adrian Hoven

Darsteller: Herbert Lom, Udo Kier, Olivera Katarina, Herbert Fux, Adrian Hoven

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(Deutschland 1973)
Mark of the Devil 2

 Regie: Adrian Hoven

Mit: Erika Blanc, Anton Diffring, Percy Hoven, Adrian Hoven, Reggie Nalder

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posteryournamequer(Japan 2016)

ab 18.Mai auf DVD/BluRay 

Regie/Drehbuch/Vorlage: Makoto Shinkai

Musik: Radwimps

Darsteller: Ryûnosuke Kamiki,
Mone Kamishiraishi, Ryô Narita

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(USA 2018)

Regie: Ron Howard

Musik: John Powell, John Williams (Han Solo-Theme)

Drehbuch: Jonathan Kasdan, Lawrence Kasdan

Darsteller: Alden Ehrenreich, Joonas Suotamo, Woody Harrelson, Emilia Clarke, Donald Glover

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Hellraiser - Das Tor zur Hölle / Sadomasochists from Beyond the Grave / Le Pacte / Puerta al infierno / Pekelník

(UK 1987)

Vorlage, Drehbuch und Regie: Clive Barker

Musik: Christopher Young

Mit: Andrew Robinson, Clare Higgins, Ashley Laurence, Sean Chapman, Doug Bradley

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(USA 2018)

Regie: David Leitch

Drehbuch: Rhett Reese, Paul Wernick, Ryan Reynolds

Darsteller: Ryan Reynolds, Josh Brolin, Morena Baccarin, Zazie Beetz

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nekposternekroquer

(Deutschland 1987)


Regie: Jörg Buttgereit

Musik: John Boy Walton, Bernd Daktari Lorenz

FX: Franz RodenkirchenBernd Daktari Lorenz

Darsteller: Bernd Daktari Lorenz, Beatrice Manowski, Harald Lundt
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A beautiful day

(USA / GB / France 2018)

Regie/Drehbuch: Lynne Ramsay

Buchvorlage: Jonathan Ames

Darsteller: Joaquin Phoenix, Judith Roberts, Ekaterina Samsonov

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Porno Venezia

(Deutschland 2003)

Regie/Drehbuch: Andreas Bethmann

Darsteller (?): Marianna Bertucci, Jens Hammer, Jesús Franco, Lina Romay
und diverse Pornomädels und -jungs

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Mara and the Firebringer

(Deutschland 2015)

Regie/Buchvorlage: Tommy Krappweis

Historische Beratung: Professor Rudolf Simek

Darsteller: Lilian Prent, Jan Josef Liefers, Esther Schweins, Christoph Maria Herbst, Eva Habermann

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hai alarmquer


(D 2012)

Regie/Drehbuch/Musik: Leander Haußmann, Sven Regener

Darsteller: Uwe Dag Berlin, Michael Gwisdek, Annika Kuhl,
Tom Schilling, Benno Fürmann, Detlev Buck

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Blood Feast

USA/Deutschland/Frankreich 2016

Regie: Marcel Walz

Drehbuch: Philip Lilienschwarz

Produzent: Emsch Schneider 

Darsteller: Robert RuslerCaroline WilliamsSophie MonkSadie KatzHerschell Gordon Lewis

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Nosferatu - eine Symphonie  des Grauens / Nosferatu, a Symphony of Terror /
Terror of Dracula / Die zwölfte Stunde - Eine Nacht des Grauens

(Deutschland 1922)

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Vorlage: Bram Stoker 

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Antibodies / Antimatter

(Deutschland 2005)

Regie/Drehbuch: Christian Alvart

Kamera: Hagen Bogdanski

Musik: Michl Britsch

Darsteller: Wotan Wilke Möhring, Heinz Hoenig, André Hennicke, Norman Reedus
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Du lebst noch 7 Tage

(Deutschland / Tschechien / USA 2000)

Regie: Sebastian Niemann

Drehbuch: Dirk Ahner

Musik: Egon Riedel

Darsteller: Amanda Plummer, Sean Pertwee, Nick Brimble
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(Deutschland 2016)

 Regie: Wolfgang Groos

Musik: Helmut Zerlett

Buchvorlage: Boy Lornsen

Darsteller: Arsseni Bultmann, Jördis Triebel, Ralph Caspers, Bjarne Mädel, Friedrich Mücke

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(Deutschland 2014) 

Regie/Drehbuch:  Maximilian Erlenwein

Darsteller: 

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postersacred deer quer

ab 4. Mai auf DVD/BluRay

(GB, IR, USA 2017)

Regie: Yorgos Lanthimos

Musik: diverse Klassik

Darsteller: Nicole Kidman, Colin Farrell, Barry Keoghan,
Sunny Suljic, Raffey Cassidy, Alicia Silverstone

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Pyewacket: Tödlicher Fluch

(Canada 2017)

Regie/Drehbuch: Adam MacDonald

Darsteller: Nicole Muñoz, Laurie Holden, Chloe Rose

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Der weiße Hund von Beverly Hills / Trained to Kill / Die Weiße Bestie

(USA 1982)

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Musik: Ennio Morricone

Darsteller: Kristy McNicholPaul WinfieldBurl IvesDick MillerPaul BartelMarshall Thompson

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Mörderspinnen / Mörderspinnen greifen an

(USA 1977)


Regie: John „Bud“ Cardos

Darsteller: William Shatner, Tiffany Boiling, Woody Strode

Spinnen Trainer: Jim Brockett

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Avengers | Infinity War (Nachspanntitel)

(USA 2018)

Regie: Anthony Russo, Joe Russo

Darsteller: Alle, einige Gäste und ein herrlicher Beweis,
das Stunt-Casting für einen großen Lacher auch funktionieren kann

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Der weisse Hai 3 / Jaws 3 People 0 / Der weisse Hai 3-D

(USA 1983)

Regie: Joe Alves

Drehbuch: Richard Matheson, Carl Gottlieb

Darsteller: Dennis Quaid, Bess Armstrong, Louis Gossett Jr., Lea Thompson

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Roar - Die Löwen sind los / Roar - Ein wüstes Abenteuer / Il grande ruggito

(USA 1981)

Regie: Noel Marshall

Drehbuch: Noel Marshall, Ted Cassidy

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Darsteller: Noel Marshall, Tippi Hedren, Melanie Griffith, John Marshall, Jerry Marshall, Kyalo Mativo

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(Spanien / GB 2004)
Terminator 2018 / Rottweiler - A halálkutya

Regie: Brian Yuzna

Darsteller: William Miller, Irene Montalà, Paulina Gálvez, Paul Naschy

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(USA 2018)

10 Folgen á 40 – 54 Minuten

Komplett verfügbar auf Amazon Prime

Buchvorlage: Dan Simmons

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