FB fan

paypal

cronenbergquer 

insellogoklein

eyespecials

Bewertung: 0 / 5

Star InactiveStar InactiveStar InactiveStar InactiveStar Inactive
 

omenquer

kleinquer 009 kleinquer 002 kleinquer 006
kleinquer 007 kleinquer 008 kleinquer 005

 

(USA 1976)

Das Omen / A Profecia / Pretkazanje / De vervloeking

 

Regie: Richard Donner

Drehbuch: David Seltzer

Musik: Jerry Goldsmith

Darsteller: Gregory Peck, Lee Remick, David Warner,

Der 6.6., morgens früh um sechs. Allerdings kommt nicht die kleine Hex’ zur Welt, sondern der nette Junge Damien, dessen Name allein bereits nichts Gutes erahnen lässt. „Seine Mutter war ein Schakal!“ wird ein Priester etwas später lautstark feststellen, und der Vater… naja, wer außer dem Leibhaftigen vögelt denn bitte so was?

omen 002Doch ein wenig ernster: Die 70er Jahre waren ein Jahrzehnt der Krisen, der Rückzug aus Vietnam, Watergate und schließlich der Rücktritt des amerikanischen Präsidenten Richard Nixon hatten nicht nur das Selbstbewusstsein der US-Bürger schwer angeschlagen, es regte sich ein allgemeines Misstrauen gegen die Politik und so mancher sah die in der Offenbarung des Johannes prophezeite Apokalypse anbrechen. Verkompliziert wurde die Lage noch durch den Generationenkonflikt – die konservative Elterngeneration verstand die ausgelassene Hippiegeneration und ihre Rockmusik nicht, die jungen Leute hingegen stellten die hergebrachten moralischen Konventionen in Frage, da diese als letztlich repressive Ideologie entlarvt waren.

omen 011Filmisch schlug sich diese konfliktgeladene Zeitqualität bereits anno „Night of the Living Dead“ nieder, kommerziell erfolgreicher hingegen war zunächst noch das konservative, in „Rosemarie’s Baby“ (beide Filme stammen bezeichnenderweise aus dem Jahr 1968) entworfene Modell. Bevor mit der Welle von politisch eher links einzuordnenden Zombiefilmen die „echte“ Apokalypse auf den Leinwänden losbrechen sollte war darum erst einmal die teuflische Dreifaltigkeit Satan, Antichrist und falscher Prophet am Zug, das Kinopublikum das Fürchten zu lehren, denn die klassischen Horrorfiguren Dracula, Frankenstein und der Wolfsmensch wirkten angesichts der sexuellen Revolution bestenfalls noch wie muffige Relikte aus einer verklemmteren Zeit.

Da der „Ezorxist“ (Schreibweise Absicht) bereits von den Kollegen bei „Doc Evil“ kompetent rezensiert wurde begeben wir uns darum wieder ins Jahr 1976 (interessanterweise auch mein Geburtsjahr), in dem mit „The Omen“ einer der großen Kassenschlager des Horrorfilms veröffentlicht wurde:

omen 003„Das Kind ist tot. Es hat nur einen Augenblick gelebt.“ Sätze, die einen runterziehen können, gesprochen aus dem Off nach einer oscarprämierten Ouvertüre von Jerry Goldsmith, die bereits den satanisch-düsteren Grundton des Films vorwegnimmt. Der Politiker Richard Thorn (Gregory Peck) ist durch diesen harten Schicksalsschlag jedenfalls so durch den Wind, dass er sich kurzerhand darauf einlässt, sich den Neugeborenen Damien als Wechselbalg untermogeln zu lassen. Doch damit ist das Problem nicht gelöst, stattdessen häufen sich in Folge die seltsamen Vorkommnisse. Ein Kindermädchen erhängt sich bei der Geburtstagsparty, der unbestellt herbeigeeilten Ersatz-Nanny steht das Wort „sinister“ auf der Stirn geschrieben, ein gruseliger Rottweiler drückt sich auf dem Grundstück und später auch im Haus herum und zu allem Überfluss hat ein Fotograf (David Warner) auch noch eine defekte Kamera, die durch seltsame Bildfehler bereits weitere anstehende Todesfälle ankündigt.

omen 009Und tatsächlich sind insbesondere diese beinahe wie Unfälle erscheinenden, überaus spektakulären Abgänge der diversen Damien im Wege stehenden Figuren dann auch die Höhepunkte des Films. Das hat einige Rezensenten[1] dazu verleitet, „The Omen“ auf ebendiese Schauwerte zu reduzieren ohne dabei den Film in seiner Gesamtheit im Blick zu behalten. Zwar ist „The Omen“ über weite Strecken tatsächlich ein eher ruhig und bedächtig daherkommender Film über einen Familienvater aus der Upper-Class, der nach und nach die Wahrheit über die Herkunft seines Adoptivsohns herausfindet, und man möchte sich gar nicht vorstellen, wie dröge die massiv gekürzte TV-Erstausstrahlung wohl gewirkt haben muss – doch gleichzeitig ist „The Omen“ trotzdem deutlich mehr als nur „der Film mit der Glasplatte“. Vielmehr entfaltet sich die volle Wirkung gerade durch den perfekt kalkulierten Wechsel von wenig innovativ inszenierten Dialogpassagen mit dem suggestiven Schnittgewitter in jenen Szenen, die die finstere Macht von Damien erahnen lassen.

omen 005Der Selbstmord des Kindermädchens beispielsweise ist nicht nur einfach ein harter Schockeffekt: durch die geschickte Montage, die zunächst nur Details erahnen lässt, wird dem Zuschauer der vorher in klassischen Einstellungen etablierte Überblick genommen, man weiß im Grunde genommen nur, dass da gerade etwas Unerhörtes geschieht (und dank Jerry Goldsmith hört man das auch!). Und erst nach diesen kurzen Detaileinstellungen mit ihren harten Schuss-Gegenschuss-Kontrasten und den Close-Ups auf entsetzte Augenpaare, wenn das Unglück geschehen ist, steht dann die lange Totale auf das unerfreuliche Resultat bzw. in der Glasplattenszene die extreme Zeitlupe.

omen 008Formal überdurchschnittlich zu bewerten ist letztlich aber, dass die rein technische Ausführung des Films in ihrer Wechselhaftigkeit perfekt mit dem Inhalt und hier vor allem mit dem Charakter von Damien harmoniert. Dieses ein wenig unscheinbare kleine Kind, das selbst so gut wie nie aktiv wird, von dem man aber weiß, dass es schon bald die Hölle auf Erden errichten wird, ist wenn man so will genau wie der Film. Einerseits das sprichwörtliche stille Wasser, in der richtigen Stimmung hingegen drückt er mit dem Dreirad auf die Tube und befördert Mami (Lee Remick) samt Goldfischglas über die Galerie, dass es eine Pracht ist.

Sehr interessant für Bibelfreunde sind dabei aber natürlich vor allem auch die zahlreichen blasphemischen Umkehrungen der in den Evangelien geschilderten Ereignisse aus dem Leben Jesu. Wie das Wort zum Fleisch werden musste um den Neuen Bund zu schließen, wandelt nun der Teufel als sein eigener Sohn umher, anstatt Kranke zu heilen und Lazarus zu erwecken vollbringt er die bereits erwähnten spektakulären Wunder der eher ungesunden Art und mal ehrlich - wer will schon als im Stall zur Welt gekommener Zimmermann herumlaufen wenn man sich von Kindesbeinen an in den höchsten Kreisen bewegen kann?

omen 004Die zentrale Figur bleibt bei alldem jedoch der integre Thorn, wodurch „The Omen“ bei aller Könnerschaft ein wenig zu reaktionär daherkommt. Salopp formuliert wird Thorn nach ein wenig Bibelexegese schlicht und einfach klar, dass klein Donald[2] den denkbar schlechtesten Präsidenten aller Zeiten abgeben würde weil die Jugend ohnehin verloren ist, der Film verzichtet auf jegliche Ambivalenz oder gar die andeutungsweise Möglichkeit, dass hier lediglich ein pessimistischer Paranoiker am Werke sein könnte. Stattdessen ist Damien böse und die schrecklichen Ereignisse klar als sein dämonisches Wirken erkennbar, weshalb am Ende ohne jegliche Gewissensbisse zur Beseitigung des Übels geschritten werden kann (und ich denke dass es bei drei weiteren „The Omen“-Filmen kein allzugroßer Spoiler sein dürfte, wenn ich erwähne, dass das natürlich auch mit sieben heiligen Dolchen nix wird).

omen 006Eine spannende Angelegenheit ist „The Omen“ allerdings auch mit dieser etwas simplen Gut-Böse-Dramaturgie ohne Zwischentöne, die mit Blick auf die biblischen Bezüge (und damit auf ein Werk, das in seinen geschichtlichen Büchern komplexe politische Entwicklungen ebenfalls auf die vereinfachte Formel vom Ungehorsam gegen Gott und der auf dem Fuße folgenden Strafe bringt) sogar durchaus passend erscheint. Den Nerv der Zeit traf der Film jedenfalls wie zuvor nur der „Ezorxist“ (hähä…) und wie bei jedem kommerziell erfolgreichen Horrorfilm mit okkultem Einschlag kursierte schnell eine Menge Nerd-Trivia über Unglücksfälle bei den Dreharbeiten und wildgewordene Paviane, die Status von „The Omen“ als „richtig schlimmer Film“ noch untermauerten.

Der eigentliche Ritterschlag kam in Deutschland schließlich (wie bei fast allem, was in den Gründertagen der Videocassette härter als der durchschnittliche Wirtschaftswunderfilm war) von der Bundesprüfstelle, die die unvermeidliche Indizierung aussprach. Gegen diese Institution ist demnach sogar der Leibhaftige machtlos, doch inzwischen ist man auch hierzulande den höllischen Verlockungen dieses hochkarätig besetzten Teufelsspektakels erlegen und gab „The Omen“ ungekürzt ab 16 Jahren frei. Und auch das ist nicht unpassend, denn in der gesamten „Omen“-Reihe kann sich Damien stets auf in irgendwelchen mächtigen Institutionen herumkrauchende Helferlein verlassen, warum dann nicht zur Abwechslung mal auf die bundesrepublikanische Bürokratie?

 

Alexander

 

[1] Beispielsweise Thomas Sieck in der „Enzyklopädie des Phantastischen Films“

[2] DEN Kalauer konnte ich mir jetzt einfach nicht verkneifen.

Sprössquer  eyespecials 
      ofdb logo      IMDb logo

 

 

 

Hp News

dieposterdiemonsterquer

Das Grauen auf Schloss Witley / Colour Out of Space / Bootschapper van de duivel

(USA/GB 1965)

 

Regie: Daniel Haller

Vorlage: H.P. Lovecraft

Darsteller: Boris Karloff, Nick Adams, Freda Jackson, Patrick Magee

Weiterlesen...

stereoposterstereoquer

Stereo (Tile 3B of a CAEE Educational Mosaic)

(Canada 1969)

Regie: David Cronenberg

Darsteller:

Weiterlesen...

DRposterRainquer

Nachts, wenn die Leichen schreien / Nachts, wenn die Zombies schreien / Fluch der Dämonen / Hell Rain

(USA / Mexico 1975)

Regie: Robert Fuest

Special-FX: Federico Farfán, Thomas L. Fisher

Darsteller: Ernest Borgnine, Eddie Albert, Ida Lupino, William Shatner,
Tom Skerritt, Joan Prather, John Travolta

Weiterlesen...

posterquer(USA/Kanada 1991)


Regie: David Cronenberg

Vorlage: William S. Burroughs

Drehbuch: David Cronenberg, Bill Strait

Darsteller: Peter Weller, Judy Davis, Ian Holm, Julian Sands

Weiterlesen...

posterkleinquer nude

Drei Engel auf der Todesinsel / Ninja Amazone

(USA 1984)

Regie/Buch: Jim Wynorski

Darsteller: Melanie Vincz, Raven De La Croix, Robert Tessier, Angus Scrimm, Bill Thornbury

Musik: Alan Howarth
Weiterlesen...

posterratsquer

Rats – mörderische Brut / Killer Rats / Ratazanas

(USA 2003)

Regie: Tibor Takács

Buch: Jace Anderson, Boaz Davidson, Adam Gierasch

Darsteller: Sara Downing, Amy Parks, Sean Cullen, Ron Perlman

Weiterlesen...

spiderposterspiderquer

Örümcek / Ankaboot / Pók

(Canada / UK / France 2002)

Regie: David Cronenberg

Buch/Vorlage: Patrick McGrath

Darsteller: Ralph Fiennes, Gabriel Byrne, Miranda Richardson, John Neville

Weiterlesen...

FCposterFCquer

10.000 PS – Vollgasrausch im Grenzbereich, Amok stin asfalto, Detectives a 100 á hora

(Canada 1979)


Regie: David Cronenberg

Musik: Fred Mollin

Kamera: Mark Irwin

Schnitt: Ronald Sanders

Darsteller: William Smith, John Saxon, Nicholas Campbell

Weiterlesen...
NGWquer
Weiterlesen...

mulpostermulquer

Mulberry Street - Die Nachbarschaft verändert sich / Zombie Virus on Mulberry Street / Terror em Manhattan

(USA 2006)

Regie: Jim Mickle

Drehbuch: Jim Mickle, Nick Damici

Darsteller: Nick Damici, Larry Fleischman, Debbie Rochon

Weiterlesen...

posterderenagedquer

Necromania / Deranged: Confessions of a Necrophile / Besessen

(USA 1974)

Regie: Jeff Gillen, Alan Ormsby

Drehbuch: Alan Ormsby

Makeup-FX: Tom Savini

Darsteller: Roberts Blossom, Robert Warner, Pat Orr

Weiterlesen...

youposteryouquer

A beautiful day

(USA / GB / France 2018)

Regie/Drehbuch: Lynne Ramsay

Buchvorlage: Jonathan Ames

Darsteller: Joaquin Phoenix, Judith Roberts, Ekaterina Samsonov

Weiterlesen...

postershiversquer

Parasiten-Mörder / The Parasite Murders / Frissons / They Came from Within / Orgy of the Blood Parasites

(Canada 1975)

Regie/Buch: David Cronenberg

Produzent: Ivan Reitman

Make-Up-FX: Joe Blasco

Darsteller: Paul Hampton, Joe Silver, Lynn Lowry, Barbara Steele

Weiterlesen...

highposterhighquer

(UK / Belgium / Ireland 2015)

High-Rise

 Regie: Ben Wheatley

Buchvorlage: J.G. Ballard

Darsteller:Tom HiddlestonJeremy IronsSienna MillerLuke Evans

Weiterlesen...

playgroundquer

(D 2018)
Weiterlesen...

headersups4 death quer

Vier Mal musste Superman in den letzten 25 Jahren sterben, ehe DC es richtig hinbekommen hat.
Ein Überblick...

Weiterlesen...

zombiesquer

Zombies ate my neighbors!
(SNES, Sega Genesis/Megadrive, 1993. Konami, LucasArts)

Weiterlesen...

revengeposterrevengequer

(France 2018)
La vengeance

Regie/Drehbuch: Coralie Fargeat

Kamera: Robrecht Heyvaert

Darsteller: Matilda Anna Ingrid Lutz, Kevin Janssens, Vincent Colombe, Guillaume Bouchède

Weiterlesen...

jadeposterjadequer

Jäger der tödlichen Jade / Kung Fu Cannibals / Shogun Island / A Ilha dos Guerreiros / Oi viastes

(USA / Philippinen 1982)


Regie / Buch: Edward D. Murphy

Darsteller: Cameron Mitchell, Geoffrey Binney, Hope Holiday, Jillian Kesner

Musik: Walter Murphy

Weiterlesen...

vdpostervdrome rantquerZonekiller / Experiência Alucinante / Network of Blood

  (Kanada/USA 1983)

Regie/Drehbuch: David Cronenberg

FX: Rick Baker

Musik: Howard Shore

Kamera: Mark Irwin

Darsteller: James Woods, Sonja Smits, Debbie Harry, Peter Dvorsky, Jack Creley

Weiterlesen...

poster offziell kleinschrottquer

(Schweiz 2018)
Weiterlesen...

DCFBlogocronenbergquer

Weiterlesen...

otposterotherquer

A Inocente Face do Terror / Los mellizos del terror

(USA 1972)

 

Regie: Robert Mulligan

Musik: Jerry Goldsmith

Kamera: Robert Surtees

Darsteller: Chris Udvarnoky, Martin Udvarnoky, Uta Hagen, John Ritter

Weiterlesen...

tasteposterkleintastequer

(GB 1970)

Regie: Peter Sasdy

Buch: Anthony Hinds

Darsteller: Christopher Lee, Geoffrey Keen, Linda Hayden, Madeline Smith, Michael Ripper, Ralph Bates

Weiterlesen...

peyton

Eine außergewöhnliche Band
jetzt auf Deutschlandbesuch

Weiterlesen...

escposterescquer

(USA 2013)

Regisseur: Randy Moore

Drehbuch: Randy Moore

Darsteller: Roy Abramsohn, Elena Schuber, Katelynn Rodriguez
Weiterlesen...

badspiesposterbadspiesquer

The Spy who dumped me
(USA 2018)

Regisseurin: Susanna Fogel

Drehbuch: Susanna Fogel, David Iserson

Darsteller: Mila Kunis, Kate McKinnon, Justin Theroux, Gillian Anderson

Weiterlesen...

meltipostermeltiquer

Planet Saturn lässt schön grüßen / Bluthitze - Das Grauen aus dem All / Der Zombie aus dem Weltall / The Ghoul from Outer Space / Den krypande hämnaren / Smeltende terror

(USA 1977)

Regie/Drehbuch: William Sachs

Make-Up-FX: Rick Baker, Rob Bottin, Greg Cannom

Darsteller: Burr DeBenning, Ann Sweeny, Michael Alldredge
und Alex Rebar als der „melting man“

Weiterlesen...

goddiscore2quer


Godzilla macht moderne Musik

musikalische Retrospektive durch die Heisei und Millenium Godzilla Filme

Weiterlesen...

islandpostermykonosklein

Die Teuflischen von Mykonos

(Greece 1976)
Island of Death, Ta paidia tou Diavolou, Devil's Island – Die Insel des Schreckens,
Killing Daylight, Cruel Destination


Regie/Buch: Nico Mastorakis

 Kamera: Nikos Gardelis

Darsteller: Robert Behling, Jane Lyle, Jessica Dublin, Jannice McConnell, Nikos Tsachiridis

Weiterlesen...
JSN Mico template designed by JoomlaShine.com