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  (USA 2016)

Regie: Keith Maitland

Darsteller: Violett Beane, Louie Arnette, Blair Jackson

 

 Jetzt auf NETFLIX

 

 

Monday, Monday, so good to me
Monday mornin´, it was all I hoped it would be
Oh Monday mornin´, Monday mornin´ couldn´t guarantee
That Monday evenin´ you would still be here with me

„Monday, Monday“ –The Mamas and the Papas, 1966

 

tower2016 004Mit diesem Popklassiker und zeitgenössischen schwarz-weiss Bildern vom Campus der „University of Texas at Austin“, eröffnet diese „Dokumentation“ über einen Sniper, der am 1. August 1966 vom Turm der Universität aus 12 Menschen erschoss und weitere mehr als 30 teilweise schwer verletzte. Ein perfider Amoklauf, den man – so pervers das jetzt klingen mag – als Geburtsstunde des „modernen“ Schulmassakers sehen kann und der bereits im Jahr 1968 Peter Bogdanovich zu seinem Erstling „Targets“ (dt. „Bewegliche Ziele“) inspiriert hat.

Damals aber stand der Sniper im Vordergund und der eigentliche Kern des Filmes war eine versteckte Kritik am Hollywood-System, dass dem Helden des Killers, dem Horrorstar Orlock (Boris Karloff, in seiner letzten großen Rolle) keine interessanten Rollen mehr geben wollte, und ihn deshalb ausklinken liess. Sicherlich, ein böser kleiner Film, der auch heute noch überzeugt, aber denoch eine „Verniedlichung“ des Originalfalles, der ungemein grausamer und kaltblütiger war.

Um eine genauere Darstellung der Ereignisse bemühte man sich im Jahr 1975 in dem TV-Film "The Deadly Tower" (Turm des Schreckens), in dem Kurt Russel den Sniper spielte. Hier hielt man sich erstaunlich detailgetreu an die Ereignisse des Tages, versuchte aber dem Täter eine entschuldigende Geisteskrankheit zu diagnostizieren.

tower2016 002Regisseur Keith Maitland geht das Material zuerst einmal komplett dokumentarisch an. Alle Voice-Overs im Film stammen aus Interviews mit Überlebenden und Zeitzeugen des Massakers. Wo andere Dokumentationen aber „Talking Heads“ einsetzen und das wenige verbliebene Originalfilmmaterial dazwischen schneiden würden, geht er einen komplett anderen Weg.

Bereits bei der oben angesprochenen Einleitungsszene bewegt sich mitten zwischen den schwarz-weissen über den Campus schlendernden Studenten ein deutlich in plastischen Farben gehaltenes Pärchen – ein gezeichnetes Pärchen um genau zu sein. Maitland hat nach den Erzählungen der Interviewpartner ihre Erlebnisse, mehr oder weniger im Hinterhof seines Hauses mit unbekannten Schauspielern nachgedreht, „rotoskopiert“ also nachträglich überzeichnet und so zu einer stringenten Handlung zusammengeschnitten.

tower2016 001So erleben wir den Amoklauf sozusagen vom Fuss des Turmes aus, erzählt von Menschen, die sich zu Helden mauserten oder zu Feiglingen mutierten und sich ihr gesamtes Leben dafür schämten, aber auch durch die Augen einer schwerverletzten jungen Frau die nahezu eine Stunde lang mitten auf dem offenen Platz genau in der Schußlinie des Amokläufers lag und zu verbluten drohte – neben ihrem gerade erschossenen Freund, im achten Monat ihrer Schwangerschaft und bei Temperaturen wietüber 30 °..

Dank der Animation komplett befreit vom Korsett eines „normalen“ Filmes nutzt der Regisseur hier alle Tricks und setzt den Zuschauer mitten hinein in das Chaos, die Angst und den Schmerz. Der Amokläufer selbst bleibt bei alledem unsichtbar, eine latente und immer vorhandene Gefahr, die jederzeit ohne Sinn, Verstand oder Überlegung wieder zuschlagen kann. Gerade dadurch aber, dass der Schrecken weder ein Gesicht noch eine Geschichte hat, bleibt das Grauen unmittelbarer und trifft den Zuschauer dort, wo es wirklich weh tut.

tower2016 005Zusätzlich hat „Tower“ aber – sowohl in visueller als auch in erzähltechnischer Hinsicht - auch noch etliche Überraschungen zu bieten, auf die ich hier verständlicher Weise nicht eingehen werde. Natürlich wird zum Ende des Filmes hin auch noch eine Verbindung zu „modernen“ Schulmassakern gezogen und wenn zwischenzeitlich Zivilisten mit ihren Waffensammlungen auftauchen und beginnen auf den Turm zu schiessen, dann ist das speziell im Zuge der momentanen Situation in Amerika gänsehauterzeugend, das geschieht aber ohne den moralischen Zeigefinger und eher „Matter of Fact“-mässig und zerstört dadurch nicht das zentrale Element des Filmes.

Denn bei allen optischen und erzähltechnischen Finessen geht es Maitland deutlich darum, den wirklichen Schrecken einer solche Extremsituation zu vermitteln, der sich normalerweise hinter all den Schlagzeilen und der heutzutage üblichen Überbebilderung verbirgt und den Rezipienten nicht wirklich erreicht. Dies mittels nahezu komplett künstlichen Bilder zu versuchen ist ein Wagnis, dass sich nach dem Sehen des Filmes als komplett gelungen bezeichnen lässt.

tower2016 003Kaum ein Film in den letzten Jahren (selbst aus dem Bereich Horror oder Thriller) hat mich mehr schockiert, hat mir mehr Angst gemacht und mich tiefer berührt. Von der ersten Minute an erzeugt „Tower“ einen Sog, dem man sich nicht mehr entziehen kann.

„Tower“ ist ein kleines aber feines Meisterwerk bei dem man wieder einmal mehr NETFLIX dankbar sein kann, dass es durch die Verbreitung auf der Streamingplatform ein größeres Publikum erreicht.

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Tödliche Versprechen - Eastern Promises / Senhores do Crime

(Canada / USA / UK 2007)

Regie: David Cronenberg

Drehbuch: Steven Knight

Musik: Howard Shore

Darsteller: Naomi Watts, Viggo Mortensen, Vincent Cassel, Armin Mueller-Stahl

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Das Grauen auf Schloss Witley / Colour Out of Space / Bootschapper van de duivel

(USA/GB 1965)

 

Regie: Daniel Haller

Vorlage: H.P. Lovecraft

Darsteller: Boris Karloff, Nick Adams, Freda Jackson, Patrick Magee

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Stereo (Tile 3B of a CAEE Educational Mosaic)

(Canada 1969)

Regie: David Cronenberg

Darsteller:

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Nachts, wenn die Leichen schreien / Nachts, wenn die Zombies schreien / Fluch der Dämonen / Hell Rain

(USA / Mexico 1975)

Regie: Robert Fuest

Special-FX: Federico Farfán, Thomas L. Fisher

Darsteller: Ernest Borgnine, Eddie Albert, Ida Lupino, William Shatner,
Tom Skerritt, Joan Prather, John Travolta

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posterquer(USA/Kanada 1991)


Regie: David Cronenberg

Vorlage: William S. Burroughs

Drehbuch: David Cronenberg, Bill Strait

Darsteller: Peter Weller, Judy Davis, Ian Holm, Julian Sands

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Drei Engel auf der Todesinsel / Ninja Amazone

(USA 1984)

Regie/Buch: Jim Wynorski

Darsteller: Melanie Vincz, Raven De La Croix, Robert Tessier, Angus Scrimm, Bill Thornbury

Musik: Alan Howarth
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Rats – mörderische Brut / Killer Rats / Ratazanas

(USA 2003)

Regie: Tibor Takács

Buch: Jace Anderson, Boaz Davidson, Adam Gierasch

Darsteller: Sara Downing, Amy Parks, Sean Cullen, Ron Perlman

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Örümcek / Ankaboot / Pók

(Canada / UK / France 2002)

Regie: David Cronenberg

Buch/Vorlage: Patrick McGrath

Darsteller: Ralph Fiennes, Gabriel Byrne, Miranda Richardson, John Neville

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10.000 PS – Vollgasrausch im Grenzbereich, Amok stin asfalto, Detectives a 100 á hora

(Canada 1979)


Regie: David Cronenberg

Musik: Fred Mollin

Kamera: Mark Irwin

Schnitt: Ronald Sanders

Darsteller: William Smith, John Saxon, Nicholas Campbell

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Mulberry Street - Die Nachbarschaft verändert sich / Zombie Virus on Mulberry Street / Terror em Manhattan

(USA 2006)

Regie: Jim Mickle

Drehbuch: Jim Mickle, Nick Damici

Darsteller: Nick Damici, Larry Fleischman, Debbie Rochon

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Necromania / Deranged: Confessions of a Necrophile / Besessen

(USA 1974)

Regie: Jeff Gillen, Alan Ormsby

Drehbuch: Alan Ormsby

Makeup-FX: Tom Savini

Darsteller: Roberts Blossom, Robert Warner, Pat Orr

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A beautiful day

(USA / GB / France 2018)

Regie/Drehbuch: Lynne Ramsay

Buchvorlage: Jonathan Ames

Darsteller: Joaquin Phoenix, Judith Roberts, Ekaterina Samsonov

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Parasiten-Mörder / The Parasite Murders / Frissons / They Came from Within / Orgy of the Blood Parasites

(Canada 1975)

Regie/Buch: David Cronenberg

Produzent: Ivan Reitman

Make-Up-FX: Joe Blasco

Darsteller: Paul Hampton, Joe Silver, Lynn Lowry, Barbara Steele

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(UK / Belgium / Ireland 2015)

High-Rise

 Regie: Ben Wheatley

Buchvorlage: J.G. Ballard

Darsteller:Tom HiddlestonJeremy IronsSienna MillerLuke Evans

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(D 2018)
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Vier Mal musste Superman in den letzten 25 Jahren sterben, ehe DC es richtig hinbekommen hat.
Ein Überblick...

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Zombies ate my neighbors!
(SNES, Sega Genesis/Megadrive, 1993. Konami, LucasArts)

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(France 2018)
La vengeance

Regie/Drehbuch: Coralie Fargeat

Kamera: Robrecht Heyvaert

Darsteller: Matilda Anna Ingrid Lutz, Kevin Janssens, Vincent Colombe, Guillaume Bouchède

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Jäger der tödlichen Jade / Kung Fu Cannibals / Shogun Island / A Ilha dos Guerreiros / Oi viastes

(USA / Philippinen 1982)


Regie / Buch: Edward D. Murphy

Darsteller: Cameron Mitchell, Geoffrey Binney, Hope Holiday, Jillian Kesner

Musik: Walter Murphy

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vdpostervdrome rantquerZonekiller / Experiência Alucinante / Network of Blood

  (Kanada/USA 1983)

Regie/Drehbuch: David Cronenberg

FX: Rick Baker

Musik: Howard Shore

Kamera: Mark Irwin

Darsteller: James Woods, Sonja Smits, Debbie Harry, Peter Dvorsky, Jack Creley

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(Schweiz 2018)
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A Inocente Face do Terror / Los mellizos del terror

(USA 1972)

 

Regie: Robert Mulligan

Musik: Jerry Goldsmith

Kamera: Robert Surtees

Darsteller: Chris Udvarnoky, Martin Udvarnoky, Uta Hagen, John Ritter

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(GB 1970)

Regie: Peter Sasdy

Buch: Anthony Hinds

Darsteller: Christopher Lee, Geoffrey Keen, Linda Hayden, Madeline Smith, Michael Ripper, Ralph Bates

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peyton

Eine außergewöhnliche Band
jetzt auf Deutschlandbesuch

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(USA 2013)

Regisseur: Randy Moore

Drehbuch: Randy Moore

Darsteller: Roy Abramsohn, Elena Schuber, Katelynn Rodriguez
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The Spy who dumped me
(USA 2018)

Regisseurin: Susanna Fogel

Drehbuch: Susanna Fogel, David Iserson

Darsteller: Mila Kunis, Kate McKinnon, Justin Theroux, Gillian Anderson

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Planet Saturn lässt schön grüßen / Bluthitze - Das Grauen aus dem All / Der Zombie aus dem Weltall / The Ghoul from Outer Space / Den krypande hämnaren / Smeltende terror

(USA 1977)

Regie/Drehbuch: William Sachs

Make-Up-FX: Rick Baker, Rob Bottin, Greg Cannom

Darsteller: Burr DeBenning, Ann Sweeny, Michael Alldredge
und Alex Rebar als der „melting man“

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Godzilla macht moderne Musik

musikalische Retrospektive durch die Heisei und Millenium Godzilla Filme

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