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Tödliche Versprechen - Eastern Promises / Senhores do Crime

(Canada / USA / UK 2007)

Regie: David Cronenberg

Drehbuch: Steven Knight

Musik: Howard Shore

Darsteller: , , ,

Eastern Promises 011

"Anger is dangerous. It makes people do stupid things."

 

Es war im Jahre 2007. Die Stadt Hamburg hatte einige Jahre zuvor auf ihrem Weg zur Weltstadt ein Filmfestival geschaffen, welches natürlich auch einen Preis verleiht, mit dem dann Celebrities angelockt werden sollen, um etwas Glamour auf die Pfeffersäcke zu werfen. Nachdem die PR Berater alle Filmlexika durchwühlt hatten, blieb am Ende ein Namenspatron, der zwar außer seiner Geburt nichts mit Hamburg zu tun hat, es aber immerhin zu einigem Erfolg im Ausland brachte und als Verstorbener auch nicht mehr gegen das falsche Spiel aufbegehren kann. Die Rede ist von Douglas Sirk, der sich einen Namen als Regisseur von Melodramen wie Zeit zu leben und Zeit zu sterben oder Solange es Menschen gibt machte. Ich konnte damals mangels Zeit und Muße nicht wirklich irgendetwas Kluges zu diesem Regisseur sagen. Und auch heute muss ich gestehen, dass ich keinen einzigen seiner Filme kenne.

Eastern Promises 001Aber anscheinend bin ich mit diesem Manko nicht alleine, denn mangels Strahlkraft kamen auch nur wenige Motten Filmstars angeflogen, so dass man sich tatsächlich mit David Cronenberg behalf. Als Horror Regisseur hat er ja eigentlich nicht viel glamouröses an sich, aber sein Ruf war zwischenzeitlich durch seinen Jury Vorsitz in Cannes und dem Gewinn eines Silbernen Bären für seinen Lehrfilm „Videodrome für Dummies“ merklich besser geworden.

Dieser war bei der mühseligen Aufgabe seinen neuesten Film in Europa zu bewerben auch nicht besonders wählerisch und kommt also brav zur Preisverleihung. Normalerweise verpasse ich solche Gelegenheiten, aber diesmal klappte alles und kurzfristig fand ich mich leicht underdressed im Publikum wieder und durfte den Laudatoren lauschen.

Diese begannen ihre Reden dann auch alle auch so richtig international auf englisch, wechselten aber nach der Begrüßung zurück ins Deutsche und zitieren anscheinend alle die selbe Presseinfo und verklären so das Innere nach Außen wie andere das Runde ins Eckige. Irgendwelche Hinweise, dass zu diesem Zeitpunkt noch einige wichtige Filme von Cronenberg den Makel der Indizierung trugen, fanden sich natürlich keine. David Cronenberg setzte dem Drama dann irgendwann ein Ende, lobte Douglas Sirk und versprach allen Zuschauern einen Film mit Singen und Tanzen!

Eastern Promises 017Wie hieß der Film doch gleich? „Tödliche Versprechen - Eastern Promises“. - Äh ja...zum Glück lief er in der OV!

Anna Chitrowa arbeitet als Hebamme in einem Londoner Krankenhaus. Als eine schwangere Drogenabhängige bei der Geburt ihres Kindes stirbt, findet sie in deren Kleidung ein auf russisch verfasstes Tagebuch und die Visitenkarte eines russischen Restaurants. In der Hoffnung Angehörige der Verstorbenen zu finden besucht sie das Restaurant, aber der nette Restaurantbesitzer Semjon kann ihr nicht weiterhelfen, bietet aber an Ihr das Tagebuch zu übersetzen. Zwischenzeitlich hat der Onkel von Anna das Tagebuch angeschaut und festgestellt, dass die russische Mafia in den Fall verstrickt ist. Dies zeigt sich am deutlichsten bei Semjons Sohn Kirill und dessen Chauffeur Nikolai, welcher den Kontakt zu Anna sucht. Dabei scheint er ein ganz eigenes Spiel zu spielen, und so gerät Anna immer tiefer in den Sumpf der organisierten Kriminalität.

Eastern Promises 019Die Geschichte an sich ist eher konventionell und vereint Motive aus „Der Pate“ und „Der einzige Zeuge“ mit einem ordentlichen Schuss „Blue Velvet“. Es gibt den so sympathisch wie ruchlosen Übervater in einer geheimen Subkultur skrupelloser Kriminalität, in die nun eine unbedarfte Außenstehende hineinrutscht. Das ist absolut solide, wenn auch ohne den besonderen Kick, aber dafür mit einer nachhaltigen Faszination.

Einen großen Kick benötigt der Film aber auch gar nicht, denn die große Stärke von "Eastern Promises" liegt in der fantastischen Inszenierung. Sehr elegant führt Cronenberg die Figuren ein und lässt sie Dinge erleben, die vieles erklären aber auch immer neue Fragen aufwerfen und so den Zuschauer immer tiefer in die Welt der wory w sakone ziehen.

Auch nach mehrmaligen gucken verliert der Film nichts von seiner Faszination. Es ist einfach toll wie sich die Figuren in der Art eines Kammerspiels nähern, um bei aller Wahrung der Form, ihre hinterhältigen Ziele verfolgen. Möglich wird dies nicht zuletzt durch die hervorragenden Schauspieler.

Eastern Promises 013Mit Armin Mueller-Stahl, Viggo Mortensen, Vincent Cassel und Naomi Watts werfen sich gleich vier tolle Mimen die Handlungsbälle gegenseitig zu und es ist eine einzige Freude ihnen dabei zuzuschauen. Auf die Weise arbeiten sie den Konflikt zwischen moralischen Handeln und gnadenlosen Interessenverteidigung sehr deutlich heraus, ohne dazu auf die melodramatische Tränendrüse zurückgreifen zu müssen.

Die Inszenierung wirkt auf den ersten Blick sehr kalt und steril. Eine trostlose Welt in der die Charaktere ihren Weg suchen. Es sind aber gerade die sehr harten Bilder, die den Kontrast zur harmoniesüchtigen Oberfläche bilden und letztendlich eine tiefe Traurigkeit erzeugen, die sich im Finale auf geradezu magische Weise entlädt.

In genau die gleiche Richtung geht der Soundtrack von Howard Shore. Es ist seine zwölfte Zusammenarbeit mit Cronenberg und auch diesmal liefert er einen exzellenten Job ab. Minimalistisch beschränkt er sich fast komplett auf Geigenmusik, die passend zum Thema einen Hauch russischer Folklore verströmt. Höhepunkt ist vielleicht das vom russischen Red Army Choir dargebotene Stück Slavery and Suffering. Obwohl der Soundtrack im Film fast im Hintergrund verschwindet, so ist er wunderschön auch ohne Film anzuhören.

Eastern Promises 005Eastern Promises ist wie gesagt nicht spektakulär und ohne die für das Frühwerk von Cronenberg so typischen Ecken und Kanten. Es ist vielmehr ein reifes Spätwerk, welches deutlich die Klasse eines Regisseurs zeigt, der aus den gegebenen Mitteln das Maximale herausholt.

Cronenberg hatte bereits vor dem Ende des Films die Flucht ergriffen. Wer will es ihm auch verdenken! Ich hätte schon gerne ein wenig Q&A nach der Vorstellung gehabt, war aber selbst zunächst einmal sprachlos.

Seit geraumer Zeit halten sich Gerüchte um einen möglichen zweiten Teil von Eastern Promises, die aber regelmäßig zerstreut und dann wieder neu aufgenommen werden. Ich persönlich brauche ihn ganz bestimmt nicht.

 

Sören
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Pánico en el Transiberiano, The Possessor, Terreur dans le Shanghai-Express

(GB / Spanien 1973)

 
Regie: Eugenio Martin

Drehbuch: Arnaud d'Usseau, Julian Zimet

Darsteller: Christopher Lee, Peter Cushing, Alberto de Mendoza, Julio Pena, Telly Savalas

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Ein klassischer Science Fiction-Roman
und was er uns heute noch zu sagen hat

 

Autor: John Brunner

Erscheinungsjahr: GB 1972 / Deutschland 1978 / Neuübersetzung 1997

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(Deutschland 1974)

Regie: Heinz Schirk

Drehbuch: Karlhans Reuss, Derrick Sherwin

Produktion: Saarländischer Rundfunk

Darsteller: Dieter Hallervorden, Arno Assmann
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(USA 2017)

Regie: Marc Meyers

Drehbuch: Marc Meyers, John Backderf

Vorlage (Graphic-Novel): John Backderf

Darsteller: Ross Lynch, Alex Wolff, Anne Heche, Dallas Roberts

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Jetzt auf Stippvisite in Deutschland

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( United States / Germany / Canada 2005)

Regie: David Cronenberg
Darsteller: Viggo Mortensen, Maria Bello, Ed Harris, William Hurt, Ashton Holmes

 

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Das Haus der lebenden Leichen / El maniático / Pyromaniac / Op de Drempel van de Gruwel

(USA 1979)

Regie: Joseph Ellison

Darsteller: Dan Grimaldi, Charles Bonet, Bill Ricci, Robert Carnegie

Kamera: Oliver Wood

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Dracula - Eine Love Story / Dracula '79

(UK/USA 1979)

Regie: John Badham

Drehbuch: W.D. Richter, Hamilton Deane, John L. Balderston

Musik: John Williams

Darsteller: Frank Langella, Laurence Olivier, Donald Pleasence

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AMquer

(Italien 2018)

Regie: Daniele Misischia, Davide Pesca, Francesco Longo u.a.

Darsteller: verschiedene unbekannte Talente

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satanquerSatanic Halloween / Halloween killer

(USA 2005)


Regie/Drehbuch:
 Jeff Lieberman

Darsteller: Alexander Brickel,  Amanda Plummer, Katheryn Winnick

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Die Brut, Chromosoma 3, La clinique de la terreur, Los engrendos del diablo

(Canada 1979)

Regie/Buch: David Cronenberg

Musik: Howard Shore

Darsteller: Art Hindle, Oliver Reed, Samantha Eggar, Nicholas Campbell

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Limited Netflix-Series – 10 Episodes – ca. 360 Minuten

(USA 2018)

Regie: Cary Joji Fukunaga

Drehbuch: Patrick Somerville, Cary Joji Fukunaga u.a.

Musik: Dan Romer

Darsteller: Jonah Hill, Emma Stone, Sally Field, Julia Garner, Gabriel Byrne


Jetzt auf Netflix

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The ballad of skinless Pete

(USA 2013)

Regie, Schnitt, Musik, Makeup: Dustin Mills

Buch: Dustin Mills, Brandon Salkil

Darsteller: Brandon Salkil, Erin R. Ryan, Dave Parker, Allison Egan
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Eine dunkle Begierde / The Talking Cure

(UK/Canada/USA/Schweiz/Deutschland 2011)

Regie: David Cronenberg

Drehbuch: Christopher Hampton, John Kerr

Musik: Howard Shore

Darsteller: Keira Knightley, Viggo Mortensen, Michael Fassbender, Vincent Cassel, Sarah Gadon

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Dracula jagt Mini-Mädchen / Vampyren jager hotpants / Dracula '73 / Dracula '72 / Draculas Bloodstory

(UK 1972)

Regie: Alan Gibson

Musik: Michael (Mike) Vickers

Darsteller: Christopher Lee, Peter Cushing, Stephanie Beacham, Christopher Neame, Caroline Munro

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Die Folterkammer des Hexenjägers / Schloss des Grauens / The Case of Charles Dexter Ward

(USA 1963)

Regie: Roger Corman

Drehbuch: Charles Beaumont

Musik: Ronald Stein

Darsteller: Vincent Price, Debra Paget, Lon Chaney Jr.

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Crash / Karambol

(Canada / UK 1996)


Regie: David Cronenberg
Musik: Howard Shore
Darsteller: James Spader, Holly Hunter, Elias Koteas, Deborah Kara Unger

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Tödliche Versprechen - Eastern Promises / Senhores do Crime

(Canada / USA / UK 2007)

Regie: David Cronenberg

Drehbuch: Steven Knight

Musik: Howard Shore

Darsteller: Naomi Watts, Viggo Mortensen, Vincent Cassel, Armin Mueller-Stahl

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Das Grauen auf Schloss Witley / Colour Out of Space / Bootschapper van de duivel

(USA/GB 1965)

 

Regie: Daniel Haller

Vorlage: H.P. Lovecraft

Darsteller: Boris Karloff, Nick Adams, Freda Jackson, Patrick Magee

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Stereo (Tile 3B of a CAEE Educational Mosaic)

(Canada 1969)

Regie: David Cronenberg

Darsteller:

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Nachts, wenn die Leichen schreien / Nachts, wenn die Zombies schreien / Fluch der Dämonen / Hell Rain

(USA / Mexico 1975)

Regie: Robert Fuest

Special-FX: Federico Farfán, Thomas L. Fisher

Darsteller: Ernest Borgnine, Eddie Albert, Ida Lupino, William Shatner,
Tom Skerritt, Joan Prather, John Travolta

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posterquer(USA/Kanada 1991)


Regie: David Cronenberg

Vorlage: William S. Burroughs

Drehbuch: David Cronenberg, Bill Strait

Darsteller: Peter Weller, Judy Davis, Ian Holm, Julian Sands

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Drei Engel auf der Todesinsel / Ninja Amazone

(USA 1984)

Regie/Buch: Jim Wynorski

Darsteller: Melanie Vincz, Raven De La Croix, Robert Tessier, Angus Scrimm, Bill Thornbury

Musik: Alan Howarth
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Rats – mörderische Brut / Killer Rats / Ratazanas

(USA 2003)

Regie: Tibor Takács

Buch: Jace Anderson, Boaz Davidson, Adam Gierasch

Darsteller: Sara Downing, Amy Parks, Sean Cullen, Ron Perlman

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Örümcek / Ankaboot / Pók

(Canada / UK / France 2002)

Regie: David Cronenberg

Buch/Vorlage: Patrick McGrath

Darsteller: Ralph Fiennes, Gabriel Byrne, Miranda Richardson, John Neville

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10.000 PS – Vollgasrausch im Grenzbereich, Amok stin asfalto, Detectives a 100 á hora

(Canada 1979)


Regie: David Cronenberg

Musik: Fred Mollin

Kamera: Mark Irwin

Schnitt: Ronald Sanders

Darsteller: William Smith, John Saxon, Nicholas Campbell

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