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Stereo (Tile 3B of a CAEE Educational Mosaic)

(Canada 1969)


Regie: David Cronenberg

Darsteller:

Cronenberg Stereo 006

"Bei psychischer Forschung wird der Abstand zwischen dem Forscher und dem Patienten kleiner,
bis dieser nicht größer ist, wie bei zwei willkürlichen Personen."

 

 

In einer näheren Zukunft führt die Academy of Erotic Inquiry ein Experiment zur Stimulierung von Telepathie durch, streng nach den Theorien eines Dr. Stringfellow. Die Probanden werden in einer Forschungseinrichtung isoliert. Ihnen wurde dafür die Fähigkeit zu sprechen genommen, um sie für anderweitige Reize empfänglicher und telepathischer Kommunikation gegenüber offener zu machen. Einige haben durch einen operativen Eingriff in ihr Gehirn sogar die Fähigkeit verloren, in sprachlichen Mustern zu denken. Stimuliert werden während des Experiments vor allem sexuelle Reize, um die Hemmschwelle für die nonverbale Kommunikation abzubauen. Um dies zu verstärken, kommen auch zunehmend luststeigernde Drogen zum Einsatz. Doch entgegen der im Vorfeld formulierten Erwartungen werden die Teilnehmer zunehmend depressiv, entwickeln sogar Suizidgedanken…

Cronenberg Stereo 002Ein Test der intellektuellen wie sinnlichen Wahrnehmung und ein Diskurs über soziale Kommunikation - die Schwierigkeiten, diese zu etablieren und zu kanalisieren - und die Rolle, die die menschliche Erotik dabei spielt. – Dies war der erste Gedanke, den ich zu diesem Film formuliert habe. Er trifft, wie ich immer noch finde, den Inhalt ganz gut, wobei dies jedoch nur die halbe Wahrheit ist.

David Cronenbergs erster Langfilm ist eine wirklich sehr sperrige Angelegenheit. Wohl aus der Not heraus muss der Film an sich vollkommen ohne Ton auskommen, denn die von ihm verwendete Kamera soll höllisch laut gewesen sein. Aus dem Off erläutern monotone Stimmen die fiktionalen Theorien Dr. Stringfellows, erörtern sachlich den Versuchsaufbau und –ablauf sowie die erwarteten Ziele, bis zum Ende hin die tatsächlichen Resultate beschrieben werden. Dieses im gleichbleibenden Tonfall vorgetragene, pseudo-wissenschaftliche Gebrabbel entwickelt, sofern man sich darauf einlässt, schnell eine Sogwirkung und stimuliert die Fantasie der Zuschauer, mit den gegebenen Informationen die stummen Bilder aus dem Alltag der Probanden für sich zu interpretieren, mit Sinn zu füllen. Cronenberg Stereo 001Es werden dabei einige Menschen gezeigt, die in einem steril wirkenden, von jeglicher sonstigen Zivilisation verlassenen scheinenden Gebäudekomplex herumtollen; Personen streifen durch die Gänge, Menschen erkunden ihre Körper, physisch oder gedanklich, telepathisch. Wobei letzteres schon eine reine Interpretationsarbeit meinerseits darstellt, da nur die theoretische Möglichkeit gegeben ist, die Bilder dahingehend zu deuten.

Während die Darsteller vorgeblich sinnlich stimuliert werden, tut Cronenberg dies durch die Fülle der Information mit dem Intellekt des Zuschauers, der nun dazu angehalten ist, diese Theorien gedanklich in Einklang mit den Bildern zu bringen. Er gibt das eine vor, um das Gegenteil in uns auszulösen, er gibt den Rahmen und die Begriffe, und es liegt an uns, dies alles anzuordnen, damit es zusammen Sinn ergibt. Das ist eine geschickte Manipulation des Zuschauers, der aufgrund einer reduzierten Narrative zwar glaubt, eine Geschichte zu erkennen, sich diese aber eigentlich selbst in seinem Kopf zeichnet – die Analogie in der fiktiven Theorie im Film ist das des Alpha-Individuums (Cronenberg), dass das schwächste Glied (den Zuschauer) bricht (und zwar durch die Erwähnung und Darstellung der Sexualität), um dann mit ihm als Einheit in eine neue Art des Sozialverhaltens vorstoßen zu können; ein wahrhaft transitives Erlebnis. Cronenberg Stereo 009Und so haben wir am Ende auf der einen Seite die Probanden im Film, die in dem Experiment der vom Intellekt losgelösten Sinneserfahrungen scheitert, weil sie intellektuell veröden, und auf der anderen Seite einen Zuschauer, der sich, wenn Cronenberg es gelingt, ihn zu stimulieren, auf eine unterbewusste Ebene der Erzählung einlässt und dies, sollte das alles ein stimmiges Gesamtbild liefern, als Erfolgserlebnis verbucht und sich so das zugrunde liegende, intuitive Denkschema einprägt. Im Grunde genommen stellt dieser 60-Minüter den Schlüssel zu allen anderen Filmen Cronenbergs dar, eine Öffnung des Geistes zur freien Interpretation der gegebenen Informationen, die erst in Kombination mit der eigenen Fantasiebegabung wie auch der eigenen intellektuellen Leistung die (vermeintlich) eigentliche Geschichte freilegen.

Cronenberg filmte seinen ersten, experimentellen Langfilm in schwarz/weiß, auf einer 35mm Arriflex. Als Schauplatz diente die University of Toronto Scarborough, wo er innerhalb von etwa drei Monaten einige Stunden Material ohne Ton drehte. Als Orientierungspunkt für den Zuschauer nutzte er die Ankunft des letzten Probanden, dargestellt von Ronald Mlodzik; der blonde Schauspieler war der erste Regular von David Cronenberg und begleitete ihn bis "Rabid – Der brüllende Tod". Das Spiel der Darsteller gleicht oftmals einem Ausdruckstanz, ihre Bewegungen sind meist langsam, expressiv. Cronenberg Stereo 007Die Erzählerstimme wechselt zwischen mehreren Personen, die die verschiedenen Studenten Dr. Stringfellows repräsentieren, die dieses Experiment durchführen und protokollieren. Durch den Wechsel der erzählenden Personen verhindert Cronenberg mitunter, dass sich trotz des gleichbleibenden Erzählflusses und der monotonen Stimme eine Ermüdung beim Zuschauer einstellt – sofern man sich, wie gesagt, darauf einlässt.

"Stereo" ist gewiss kein Film für jedermann, doch er ist ein faszinierendes Experiment darüber, wie Film mehr sein kann, als nur Bilder und Töne zu einer vorgegebenen Narrative.

Horny
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Hp News

HEposterHEquer 01

Pánico en el Transiberiano, The Possessor, Terreur dans le Shanghai-Express

(GB / Spanien 1973)

 
Regie: Eugenio Martin

Drehbuch: Arnaud d'Usseau, Julian Zimet

Darsteller: Christopher Lee, Peter Cushing, Alberto de Mendoza, Julio Pena, Telly Savalas

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Ein klassischer Science Fiction-Roman
und was er uns heute noch zu sagen hat

 

Autor: John Brunner

Erscheinungsjahr: GB 1972 / Deutschland 1978 / Neuübersetzung 1997

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(Deutschland 1974)

Regie: Heinz Schirk

Drehbuch: Karlhans Reuss, Derrick Sherwin

Produktion: Saarländischer Rundfunk

Darsteller: Dieter Hallervorden, Arno Assmann
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(USA 2017)

Regie: Marc Meyers

Drehbuch: Marc Meyers, John Backderf

Vorlage (Graphic-Novel): John Backderf

Darsteller: Ross Lynch, Alex Wolff, Anne Heche, Dallas Roberts

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Jetzt auf Stippvisite in Deutschland

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( United States / Germany / Canada 2005)

Regie: David Cronenberg
Darsteller: Viggo Mortensen, Maria Bello, Ed Harris, William Hurt, Ashton Holmes

 

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Das Haus der lebenden Leichen / El maniático / Pyromaniac / Op de Drempel van de Gruwel

(USA 1979)

Regie: Joseph Ellison

Darsteller: Dan Grimaldi, Charles Bonet, Bill Ricci, Robert Carnegie

Kamera: Oliver Wood

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drac79 posterdracquer

Dracula - Eine Love Story / Dracula '79

(UK/USA 1979)

Regie: John Badham

Drehbuch: W.D. Richter, Hamilton Deane, John L. Balderston

Musik: John Williams

Darsteller: Frank Langella, Laurence Olivier, Donald Pleasence

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AMquer

(Italien 2018)

Regie: Daniele Misischia, Davide Pesca, Francesco Longo u.a.

Darsteller: verschiedene unbekannte Talente

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satanquerSatanic Halloween / Halloween killer

(USA 2005)


Regie/Drehbuch:
 Jeff Lieberman

Darsteller: Alexander Brickel,  Amanda Plummer, Katheryn Winnick

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Die Brut, Chromosoma 3, La clinique de la terreur, Los engrendos del diablo

(Canada 1979)

Regie/Buch: David Cronenberg

Musik: Howard Shore

Darsteller: Art Hindle, Oliver Reed, Samantha Eggar, Nicholas Campbell

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Limited Netflix-Series – 10 Episodes – ca. 360 Minuten

(USA 2018)

Regie: Cary Joji Fukunaga

Drehbuch: Patrick Somerville, Cary Joji Fukunaga u.a.

Musik: Dan Romer

Darsteller: Jonah Hill, Emma Stone, Sally Field, Julia Garner, Gabriel Byrne


Jetzt auf Netflix

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The ballad of skinless Pete

(USA 2013)

Regie, Schnitt, Musik, Makeup: Dustin Mills

Buch: Dustin Mills, Brandon Salkil

Darsteller: Brandon Salkil, Erin R. Ryan, Dave Parker, Allison Egan
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Eine dunkle Begierde / The Talking Cure

(UK/Canada/USA/Schweiz/Deutschland 2011)

Regie: David Cronenberg

Drehbuch: Christopher Hampton, John Kerr

Musik: Howard Shore

Darsteller: Keira Knightley, Viggo Mortensen, Michael Fassbender, Vincent Cassel, Sarah Gadon

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Dracula jagt Mini-Mädchen / Vampyren jager hotpants / Dracula '73 / Dracula '72 / Draculas Bloodstory

(UK 1972)

Regie: Alan Gibson

Musik: Michael (Mike) Vickers

Darsteller: Christopher Lee, Peter Cushing, Stephanie Beacham, Christopher Neame, Caroline Munro

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Die Folterkammer des Hexenjägers / Schloss des Grauens / The Case of Charles Dexter Ward

(USA 1963)

Regie: Roger Corman

Drehbuch: Charles Beaumont

Musik: Ronald Stein

Darsteller: Vincent Price, Debra Paget, Lon Chaney Jr.

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Crash / Karambol

(Canada / UK 1996)


Regie: David Cronenberg
Musik: Howard Shore
Darsteller: James Spader, Holly Hunter, Elias Koteas, Deborah Kara Unger

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EPposterEPquer

Tödliche Versprechen - Eastern Promises / Senhores do Crime

(Canada / USA / UK 2007)

Regie: David Cronenberg

Drehbuch: Steven Knight

Musik: Howard Shore

Darsteller: Naomi Watts, Viggo Mortensen, Vincent Cassel, Armin Mueller-Stahl

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Das Grauen auf Schloss Witley / Colour Out of Space / Bootschapper van de duivel

(USA/GB 1965)

 

Regie: Daniel Haller

Vorlage: H.P. Lovecraft

Darsteller: Boris Karloff, Nick Adams, Freda Jackson, Patrick Magee

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Stereo (Tile 3B of a CAEE Educational Mosaic)

(Canada 1969)

Regie: David Cronenberg

Darsteller:

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Nachts, wenn die Leichen schreien / Nachts, wenn die Zombies schreien / Fluch der Dämonen / Hell Rain

(USA / Mexico 1975)

Regie: Robert Fuest

Special-FX: Federico Farfán, Thomas L. Fisher

Darsteller: Ernest Borgnine, Eddie Albert, Ida Lupino, William Shatner,
Tom Skerritt, Joan Prather, John Travolta

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posterquer(USA/Kanada 1991)


Regie: David Cronenberg

Vorlage: William S. Burroughs

Drehbuch: David Cronenberg, Bill Strait

Darsteller: Peter Weller, Judy Davis, Ian Holm, Julian Sands

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Drei Engel auf der Todesinsel / Ninja Amazone

(USA 1984)

Regie/Buch: Jim Wynorski

Darsteller: Melanie Vincz, Raven De La Croix, Robert Tessier, Angus Scrimm, Bill Thornbury

Musik: Alan Howarth
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posterratsquer

Rats – mörderische Brut / Killer Rats / Ratazanas

(USA 2003)

Regie: Tibor Takács

Buch: Jace Anderson, Boaz Davidson, Adam Gierasch

Darsteller: Sara Downing, Amy Parks, Sean Cullen, Ron Perlman

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Örümcek / Ankaboot / Pók

(Canada / UK / France 2002)

Regie: David Cronenberg

Buch/Vorlage: Patrick McGrath

Darsteller: Ralph Fiennes, Gabriel Byrne, Miranda Richardson, John Neville

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10.000 PS – Vollgasrausch im Grenzbereich, Amok stin asfalto, Detectives a 100 á hora

(Canada 1979)


Regie: David Cronenberg

Musik: Fred Mollin

Kamera: Mark Irwin

Schnitt: Ronald Sanders

Darsteller: William Smith, John Saxon, Nicholas Campbell

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