FB fan

paypal

Sprössquer 

nosquer

eyespecials

Bewertung: 0 / 5

Star InactiveStar InactiveStar InactiveStar InactiveStar Inactive
 

gräfinquer

Bare Breasted Countess / Jacula / The Black Countess / Female Vampire
(France/Belgium 1973/1975)

 

 

Regie/Drehbuch: Jesús Franco

Darsteller: Lina Romay, Jack Taylor, Alice Arno

 

 

gräfin04Jess Franco, Spaniens großer Erotomane, gilt als der vermutlich “sadistischste” Regisseur aller Zeiten, weniger aufgrund dessen was in seinen Filmen explizit gezeigt wird sondern, weil sein Werk in gewissem Sinne eine Art todessehnsüchtiger Masturbation darstellt. Und ähnlich wie der durchschnittliche Onanierer oftmals einzig von der Absicht getrieben wird, möglichst schnell zum Schuss zu kommen, findet sich im Oeuvre dieses Vielfilmers, den man quantitativ nur noch mit Joe D’Amato vergleichen kann, eine ganze Menge an hastig dahingewichstem Material.

So verwundert es nicht, dass sein „La Comtesse Noire“ einer von insgesamt 11 Filmen ist, die Franco allein im Jahre 1973 mal so eben locker aus der Hüfte geschossen hat. Die titelgebende Comtesse wird dabei wie üblich von seiner Muse Lina Romay verkörpert (Susan Korda bzw. Soledad Miranda aus „Vampyros Lesbos“ starb leider zu früh um diesen Film mit ihrer Anwesenheit zu beglücken) und ist, wie es sich für Franco so gehört hauptsächlich nackig zu sehen, nebenbei tötet sie beim Fellatio Männlein wie Weiblein. gräfin08Die ohnehin vor düsterer Erotik strotzende Vampirlegende wird somit von Franco auf die Figur der lüsternen Femme Fatale zurechtgeschneidert und obendrein im letzten Drittel auch noch mit etwas Bondage und Sado-Maso angereichert; der todessehnsüchtige Dandy als Bezugsperson für das vorrangig männliche Publikum darf nicht fehlen, ebensowenig wie die Männer der Wissenschaft und des Gesetzes, die dem unmoralischen Treiben Einhalt zu gebieten versuchen.

Was sich theoretisch noch relativ stimmig nach der filmischen Kombination von Eros und Thanatos anhört, nach einem kreativen Ausdruck der Angstlust, die manche Männer empfinden, wenn eine Frau sexuell zu aktiv oder womöglich sogar noch fordernd bis dominant auftritt, gerät unter Francos Regie allerdings leider zu einem etwas zerfahrenen, episodenhaft bleibendem Haufen Trash, den der heutige durchschnittliche Zuschauer vermutlich schon aufgrund seiner formalen Machart nicht aushalten dürfte. gräfin03Ich persönlich tue mich übrigens mit Francos Stil auch sehr schwer, denn was viele Fans seiner Werke gerne als “traumhafte Atmosphäre” loben wirkt auf mich einfach nur super anstrengend bzw. einschläfernd (den Film „Der Teufel kam aus Akasava“ beispielsweise habe ich trotz mehrerer Anläufe noch nie in wachem Zustand zuende geschaut).

Das liegt zum einen an den weitgehend sinnfreien, besoffen wirkenden Kamerabewegungen, die zumeist mit Zooms und Tiefenschärfespielereien kombiniert werden und die bereits nach wenigen Minuten ins Delirium führen, weil alles irgendwie nur noch verschwommen aussieht und man jegliche Orientierung über den filmischen Raum verliert. Hinzu kommen unlogische Schnitte und im Falle der „Comtesse“ eine eigentlich sehr schöne Musik, die einen jedoch aufgrund der Tatsache, dass sie faktisch in Endlosschleife abgespielt wird, bis zum Abwinken einlullt. Über lange Passagen kommt der Film darüberhinaus völlig ohne Dialog aus (okay, in einem Sexfilm ist das nachvollziehbar), oder aber es werden aus dem Off schwülstige Monologe über die ewige Verdammnis, die das Vampirleben so mit sich bringt, eingesprochen.

gräfin01Spannung, Erotik oder gar Horror kommen auf diese Art und Weise natürlich trotz einiger halbwegs gelungener Sequenzen nicht auf. Als Beispiel sei hier der Auftakt angeführt, den ich bereits in meiner Rezension von „Lifeforce“ erwähnt habe, weil insbesondere der nackte weibliche Vampir (seit LeFanus „Carmilla“ bevorzugt lesbisch oder wenigstens bisexuell) die Fantasie der vornehmlich männlichen Regisseure ein ums andere Mal dazu verlockt, die femme fatale gewissermaßen dadurch wieder zu bändigen, dass man sie zum (Angst-)Lustobjekt macht: Die Romay stiefelt nur mit Stiefeln, Umhang und Gürtel angetan durch einen nebligen Wald; ihr ziemlich ansehnlicher Körper wird dabei von der Kamera ausgiebig erkundet, Zoom auf die Brüste und dann in haarigere Gefilde. Im Grunde genommen eine passable Lektion in relativ zahm bleibenden Sexismus, wenn, ja wenn Lina nicht direkt im Anschluss daran gegen die Kamera laufen würde. Dass dieser Fehler während des Endschnitts nicht korrigiert wurde spricht meines Erachtens Bände über die äußerst hastige Arbeitsweise Francos, die die langsame Genüsslichkeit, mit der das erotische Geschehen zelebriert wird bzw. die dadurch intendierte Verführung des Zuschauers immer wieder unangenehm konterkariert.

gräfin07So hangelt sich der Film über diverse tödlich endende sexuelle Begegnungen und eine längere Masturbationsszene schließlich zu einem morbiden Bad mit rotem Zusatz (wahrscheinlich von Kneipp), der einem selbstverständlich als Blut verkauft wird weil es mal eine Madame Bathory gab, ohne dass so etwas wie eine Dramaturgie oder gar ein Plot erkennbar wird. Stattdessen folgt der Ablauf dem, was der einschlägig geschulte Zuschauer aus pornographischen Filmen kennt – die Handlung wird zur Nebensache bzw. bleibt ein simpler Aufhänger, gewissermaßen die Aktenmappe, die die diversen Sexszenen zusammenklammert. Womit sich „La Comtesse noire“ zwar einerseits gut zur sagen wir mal zerstreuten Rezeption eignet (man guckt so nebenbei, sieht ein paar Hupen oder einen haarigen Schambereich, freut sich kurz und tut dann etwas Sinvolles – was in etwa der Eindruck von Bahnhofskinobesuchern gewesen sein dürfte, die durch den Besuch solcher Filme lediglich ihre Wartezeit überbrückten und darum gar kein Interesse an ausgefeilt erzählten Geschichten hatten), andererseits aber als herkömmlicher Film nicht funktioniert bzw. am Stück nur schwer konsumierbar bleibt.

gräfin02Zur Ehrenrettung muss man allerdings sagen, dass „La comtesse noire“ insgesamt doch einer der besseren Filme Francos ist, die Theorie der Todeserotik ist in sich stimmig ausgebreitet und wirkt bei einer nur auszugsweisen Betrachtung einzelner Sequenzen deutlich weniger anstrengend als beim Versuch, den Film vom Anfang bis zum Schluss anzusehen. Die kleineren und größeren Schwächen schieben wir mal einfach aufs nichtvorhandene Budget und den merklichen Zeitdruck unter dem Franco wohl gestanden haben muss, lächerlich wirken Szenen wie die „Fledermausverwandlung“ (Lina steht da und wedelt mit dem Umhang) natürlich trotzdem.

Und wie man es von Franco gewohnt ist existiert der Film selbstverständlich in mehreren Schnittfassungen, wobei hier ausnahmsweise einmal gilt, dass die längste nicht die beste ist. Die ursprünglich unter dem Titel „Les avaleuses“[1] veröffentlichte Langfassung beinhaltet nämlich insgesamt vier äußerst schlampig eingefügte und extrem unästhetische Hardcoreszenen, die vermutlich aus anderen Filmen entnommen wurden; die gezeigten Geschlechtsteile gehören jedenfalls definitiv nicht zu den jeweiligen Schauspielern (bei Sichtung dieser Fassung bin ich seinerzeit übrigens gnädigerweise eingeschlafen und habe die “Blutlüsternden (sic) Vampire im Spermarausch” nur noch mit dem Finger auf der Fast-Forward-Taste hinter mich gebracht).

gräfin09Weshalb die normale Uncutversion eindeutig die bessere Wahl darstellt wenn man sich diesen Film unbedingt ansehen muss – außerdem überschreiten auch hier einige Passagen die Grenze zur Pornographie ohne im Gesamtkontext störend zu wirken (Lina war eben nicht ganz so hübsch, dafür aber deutlich zeigefreudiger als Susan Korda). Diese nicht ganz so pornographische Version hat übrigens den Originaltitel „La Comtesse aux seios nus“, während „La Comtesse noire“ die zahmste Version darstellt. Allerdings ist diese „Horror“-Fassung vermutlich auch die seltenste, wohingegen die Porno- und die Hardcore-Porno (oder wie auch immer man das unterscheiden will – wenn Lina an einem Schwanz rumnuckelt ist das eben nicht mehr als soft zu bezeichnen) von Laser Paradise und X-Rated schon mehrfach veröffentlicht wurden. Zuletzt sogar in anamorphem Widescreen und mit der vollständigen deutschen Synchronisation.

Alexander

[1] In etwa mit „Die Schlucker“ übersetzbar; definitiv keine Anspielung auf Alkoholkonsum, aber Vampirismus ist eben vielseitig interpretierbar.


ofdb logo   imdb2018


 

 

Hp News

damnedposterdamnedquer

(GB 1962)

Sie sind verdammt / Hallucination / On the Brink / Malditos


Regie: Joseph Losey
Darsteller: Oliver Reed, MacDonald Carey, Shirley Ann Field
nach dem Roman „Kinder des Lichts“ von H.L. Lawrence

Weiterlesen...

o3 postero3 quer

(USA 1981)

Barbaras Baby - Omen III / A Profecia III - O Conflito Final / De sju knivarna - Omen III / Tegnet III: De Syv Knive

Regie: Graham Baker

Musik: Jerry Goldsmith

Darsteller: Sam Neill, Rossano Brazzi, Don Gordon
Weiterlesen...

joshquer

(USA 2007)
Teufelskind Joshua / Devil´s Child / Joshua - Der Erstgeborene

Regie: George Ratliff 
Darsteller: Sam Rockwell, Vera Farmiga, Jacob Kogan

Weiterlesen...

omen 2 poster02 quer

(USA 1978)

Förbannelsen / Predskazanje II / La maledizione di Damien

Regie: Don Taylor, Mike Hodges

Darsteller: William Holden, Lee Grant, Jonathan Scott-Taylor, Robert Foxworth,
Weiterlesen...

hexposterhexerquer

(Deutschland 1964)
The Mysterious Magician / El mago contra Scotland Yard / Massemorderen fra Back-Street

Regie: Alfred Vohrer

Drehbuch: Herbert Reinecker

Darsteller: Joachim Fuchsberger, Heinz Drache, Sophie Hardy, Siegfried Lowitz, Eddi Arent, René Deltgen
Weiterlesen...

villpostervillagequer

(UK 1960)
Das Dorf der Verdammten
/ Het dorp der vervloekten / The Midwich Cuckoos

Regie: Wolf Rilla
Darsteller: , , ,

nach dem Roman „Kuckuckskinder“ von John Wyndham
Weiterlesen...

hereposterhereditary quer

(USA 2018)

Hereditary - Das Vermächtnis / El Legado Del Diablo

Regie/Drehbuch: Ari Aster

Musik: Colin Stetson

Darsteller: Toni Collette, Gabriel Byrne, Alex Wolff, Milly Shapiro 
Weiterlesen...

brimstone posterbrimstonequer 

(USA, NL, D, B, S, GB 2016)

Regie/Buch: Martin Koolhoven

Kamera: Rogier Stoffers

Darsteller: Dakota Fanning, Guy Pearce, Kit Harington, Emilia Jones

Ab heute fürs Heimkino erhältlich

Weiterlesen...

omenquer

(USA 1976)

Das Omen / A Profecia / Pretkazanje / De vervloeking

Regie: Richard Donner

Darsteller: Gregory Peck, Lee Remick, David Warner, Harvey Stephens 
Weiterlesen...

willposterwillquer

(USA 1971)

Ratman's Notebooks / Rotat / La revolución de las ratas

Regie: Daniel Mann

Darsteller: Bruce Davison, Sondra Locke, Elsa Lanchester, Ernest Borgnine

Weiterlesen...
220px Orphanposterorpahnquer

Orphan - Das Waisenkind / Esther / Ottolapsi (finnisch)

(United States/Canada/Germany 2009)

Regie:  Jaume Collet-Serra

Darsteller:Isabelle FuhrmanVera FarmigaPeter Sarsgaard

Weiterlesen...

 

phantasmposterphantasmquer

Das Böse / Fantasma / The Never Dead / Morningside

(USA 1979)

Regie/Drehbuch: Don Coscarelli

Musik: Fred Myrow

Darsteller: A. Michael Baldwin, Bill Thornbury, Reggie Bannister, Angus Scrimm


Endlich aus dem Giftschrank befreit und
Jetzt sogar auf Kinotour 

Weiterlesen...
Sprössquer
Weiterlesen...

girlpostergirlquer

(USA/GB 2016)
She Who Brings Gifts / Melanie: Apocalipsis Zombi / The Last Girl - Celle qui a tous les dons

Regie: Colm McCarthy

Drehbuch/Vorlage: Mike Carey

Darsteller: Sennia Nanua, Gemma Arterton, Paddy Considine, Glenn Close

Weiterlesen...

bscoverblackquer

(USA 1956)

Die Schreckenskammer des Dr. Thosti / A Torre dos Monstros / Dr. Cadman's Secret

Regie: Reginald Le Borg

Darsteller: Basil Rathbone, Herbert Rudley, Akim Tamiroff,
Lon Chaney Jr., John Carradine, Bela Lugosi, Tor Johnson

Weiterlesen...

kaliposterkaliquer

Tears of Kali – The Dark Side of New Age, Lacrime di Kali, La Face Sombre Du New Age

(Deutschland 2004)

Regie/Drehbuch: Andreas Marschall
Darsteller: Pietro Martellanza, Mathieu Carriére

Weiterlesen...

downposter

downquer

(USA 2017)

ab 31. Mai auf DVD/BluRay

Regie: Alexander Payne

Buch: Alexander Payne, Jim Taylor

Darsteller: Matt Damon, Christoph Waltz, Hong Chau, Udo Kier, Kristen Wiig

Weiterlesen...

zeichenposterkreuzquer

(Deutschland 1983 - TV-Film)

Regie: Rainer Boldt

Drehbuch: Rainer Boldt, Hans Rüdiger Minow

Darsteller: Jo Bolling, Werner Eichhorn, Thomas Kollhoff

Weiterlesen...

nachtposternachtquer

We are the night / Bloody Party / Geceler Bizim

(Deutschland 2010)


Regie: Dennis Gansel

Darsteller: Karoline Herfurth, Nina Hoss, Jennifer Ulrich, Anna Fischer, Max Riemelt
Weiterlesen...

badkidwork

Gewinnspiel

"Wie sollen wir heißen?"

Weiterlesen...

wölfeposter

wolfheader

(D 1973)

Regie: Ulli Lommel

Buch, Idee, Ausstattung: Kurt Raab

Produktion: Rainer Werner Fassbinder

Darsteller: Kurt Raab, Jeff Roden, Ingrid Caven, Brigitte Mira, Rosel Zech, Rainer Werner Fassbinder 
Weiterlesen...

sprinposterspringteufelquer

(Deutschland 1974)

Regie: Heinz Schirk

Drehbuch: Karlhans Reuss, Derrick Sherwin

Produktion: Saarländischer Rundfunk

Darsteller: Dieter Hallervorden, Arno Assmann
Weiterlesen...

markposter hexenquer

(Deutschland 1970)
Mark of the Devil

Regie & Drehbuch: Michael Armstrong & Adrian Hoven

Darsteller: Herbert Lom, Udo Kier, Olivera Katarina, Herbert Fux, Adrian Hoven

Weiterlesen...

h2 posterh2 quer

(Deutschland 1973)
Mark of the Devil 2

 Regie: Adrian Hoven

Mit: Erika Blanc, Anton Diffring, Percy Hoven, Adrian Hoven, Reggie Nalder

Weiterlesen...

posteryournamequer(Japan 2016)

ab 18.Mai auf DVD/BluRay 

Regie/Drehbuch/Vorlage: Makoto Shinkai

Musik: Radwimps

Darsteller: Ryûnosuke Kamiki,
Mone Kamishiraishi, Ryô Narita

Weiterlesen...

solopostersoloquer

(USA 2018)

Regie: Ron Howard

Musik: John Powell, John Williams (Han Solo-Theme)

Drehbuch: Jonathan Kasdan, Lawrence Kasdan

Darsteller: Alden Ehrenreich, Joonas Suotamo, Woody Harrelson, Emilia Clarke, Donald Glover

Weiterlesen...

hellposterhellquer

Hellraiser - Das Tor zur Hölle / Sadomasochists from Beyond the Grave / Le Pacte / Puerta al infierno / Pekelník

(UK 1987)

Vorlage, Drehbuch und Regie: Clive Barker

Musik: Christopher Young

Mit: Andrew Robinson, Clare Higgins, Ashley Laurence, Sean Chapman, Doug Bradley

Weiterlesen...

d2posterdeadquer

(USA 2018)

Regie: David Leitch

Drehbuch: Rhett Reese, Paul Wernick, Ryan Reynolds

Darsteller: Ryan Reynolds, Josh Brolin, Morena Baccarin, Zazie Beetz

Weiterlesen...

nekposternekroquer

(Deutschland 1987)


Regie: Jörg Buttgereit

Musik: John Boy Walton, Bernd Daktari Lorenz

FX: Franz RodenkirchenBernd Daktari Lorenz

Darsteller: Bernd Daktari Lorenz, Beatrice Manowski, Harald Lundt
Weiterlesen...

youposteryouquer

A beautiful day

(USA / GB / France 2018)

Regie/Drehbuch: Lynne Ramsay

Buchvorlage: Jonathan Ames

Darsteller: Joaquin Phoenix, Judith Roberts, Ekaterina Samsonov

Weiterlesen...
JSN Mico template designed by JoomlaShine.com