Funhouse (1981) Drehbuch: Lawrence Block Darsteller: Elizabeth Berridge, Shawn Carson, Herb Robins
Tobe Hooper war von den hauptsächlichen Horror Regisseuren einer von denen, die häufig von Kritikern, Fans von Horrorfilmen und Fans von Stephen King angegriffen wurden. Mir fallen nur 2 weitere Regisseure im Genre ein, die ähnlichen Ärger haben: Mick Garris (unter anderem der Regisseur mit den meisten "beabsichtigten" Stephen King - Verfilmungen) und ganz besonders Rob Zombie. Witzig: Vieles was man Zombie vorwirft, wurde etwas anders, wenn auch ähnlich gemeint, gegen Hooper vorgebracht. Das hatte oft etwas mit den Worten "einfallslos" / "brutal" / "macht immer dasselbe" / "uninspiriert" / "schlecht" zu tun.
Also .... Ich greife ins Buchregal (in einer Buchhandlung, Leser unter 20 bitte "Buchhandlung" googeln") und finde einen neuen Dean Koontz Roman ("Geisterhaus") und lese mal eben das Vorwort, dem ich entnehme, das Dean Koontz das Buch zu "The Funhouse" geschrieben hat. Und er ist MÄCHTIG angepisst über die schlampige schlechte Verfilmung seines Romanes, besonders das das Monster Make Up erst zur Hälfte fertig war und die Verfilmung nicht viel mit ihm zu tun hat.
Welche Fassung denn nun stimmt, der Koontz, der das Vorwort schrieb, war der "fast so gross wie King" Schriftsteller, der alle seine Romane veröffentlicht sehen wollte. Wenn man solche Feinde hat .......... Der einzige bekannte Freund mit echten Beziehungen war für Hooper Stephen King. Die Dreharbeiten zu "The Funhouse" (ja, wir reden jetzt tatsächlich über den Film) waren nicht so ganz lustig. Da brach doch direkt neben dem Drehort mal eine Schiesserei unter Gangstern aus. Hooper meinte, er habe einfach nichts gemacht und auf das Ende des Geballer gewartet. Verglichen mit den entsetzlichen Dreharbeiten bei 50 Grad Hitze bei "The Texas Chainsaw Massacre" oder dem Drehbuch, das wegen einer fehlenden Million umgeschrieben wurde, während Hooper gleichzeitig drehte, bei "The Texas Chainsaw Massacre 2" war diese "Scarface" - Einlage wohl eher witzig. Etwas zur Handlung OHNE Spoiler (hoffe ich): 4 junge Leute, darunter die Hauptfigur Amy mit ihrem Freund Buzz, wollen sich einen schönen Abend auf dem Rummelplatz machen. Aber die Schausteller sind nicht so harmlos wie man glaubt, auch sollte man wie in Slashern üblich, nie maskierte Menschen unterschätzen. ![]() Geisterbahnen in der Nacht zu besuchen, ist auch in anderen Filmen ("Dark Ride" 2006) und mindestens einer Kurzgeschichte alles andere als eine gute Idee. Übrigens bin ich nicht der Meinung vom Herrn Koontz, ich finde das "Monster Make UP" gelungen, zu fragen ist lediglich, ob es sich wirklich um ein Monster handelte .... Der Vater des "Monsters" oder "Nichtmonsters" weiss es zugegebener Weise auch nicht, mal scheint er seinen Sohn zu hassen, dann wieder drückt er in bewegenden Worten seine Liebe zu seinem Sohn aus .... Allerdings ist ihm nicht ganz zu trauen, er braucht den Sohn noch für Dinge, die zu einem "R-Rated" bzw. "FSK ab 18" führen. Hoffe der "Sohn" war kein Spoiler !
Ich habe den Film zum ersten mal auf VHS (Firma CIC) anfang der 80er gesehen und mag ihn noch heute, sonst hätte ich ihn nicht 3 mal neu gekauft. Die FSK16 ist OK, das "ab 18" war eh schon früher übertrieben.
Bernd Breidenbroich
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