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Squirm – Invasion der Bestien

(USA 1976)

 

Regie/Drehbuch: Jeff Lieberman

Make-Up-Effekte: Rick Baker

Darsteller: Don Scardino, Patricia Pearcy, R.A. Dow, Jean Sullivan

 

squirm 005„Squirm“ erzählt die – laut einer Einblendung zu Beginn – „wahre“ Geschichte von menschenfressenden Würmer in einer kleinen amerikanischen Südstaaten-Stadt. Die schleimigen beinlosen Ködertiere werden durch einen umgestürzten Strommast aggressiv und scheinbar ausgesprochen hungrig. Liebermann lässt dieser Geschichte viel Zeit und erzählt das Ganze aus Sicht des Großstädters Mick der von der Liebe zu der knackigen rothaarigen Geri getrieben in das kleine Örtchen kommt und dort erst einmal Bekanntschaft mit den Eingeborenen (unter anderem einem typisch knarzigen Sheriff) macht. Ebenso zum Figureensemble gehört der etwas zurückgebliebene Roger, der dafür sorgt, dass wir eine schicke Dreiecksgeschichte haben und später zum Opfer der glitschigen Killer wird.

squirm 008Selbst in seiner eher ruhigen ersten Hälfte ist der Film sehr unterhaltsam, lebt von seinen guten Darstellern und hält den Zuschauer mit der ein oder anderen wurmigen Nahaufnahme bei der Stange. Wenn es dann nach ungefähr 40 Minuten zu der fast schon klassischen Szene kommt, in der Roger in einem Ruderboot mit dem Gesicht in einer Handvoll Würmer landet, so ist das nicht nur einer der stärksten und ekligsten Spezialeffekte der Filmgeschichte, sondern sozusagen der Startschuß für eine nahezu wahnsinnige zweite Hälfte, in der die Kinnlade des Zuschauers fast auf dem Boden landet.

Jeff Liebermanns Erstlingswerk, dass er im zarten Alter von gerade mal 28 Jahren inszenierte, dürfte eigentlich – schon aufgrund seiner Besetzung, bzw. der vom Regisseur abgelehnten Besetzung - nicht funktionieren. squirm rogerSo sprach für die Rolle des Mick ein gewisser Martin Sheen vor, wurde aber abgelehnt, da in die Figur zu viel eigenes einbringen wollte. Don Scardino, ein junger und filmunerfahrener Theaterschauspieler, der die Rolle dann schließlich bekam, entpuppt sich als Idealbesetzung für die Figur, die anfangs doch als eher naiv daherkommt und – nach einer fast schon campbellschen Heldenreise – der einzige ist, der den Überblick und die Ruhe bewahrt, die nötig ist, um sein Love Interest zu retten. Diese Figur widerum, gespielt von der ebenso unbekannten und talentierten Patricia Pearcy, passt sowohl optisch, als auch vom Charakter genau in die Umgebung des Filmes, sprich das kleine und eher rückständige Dorf. Besser zumindest als die junge Frau, die zuerst für diese Rolle vorsprach, aber von Liebermann abgelehnt wurde, da sie ihm als zu hübsch für ein Mädchen erschien, dass neben einer Wurmfarm groß geworden ist – ein junge Schauspielerin namens Kim Basinger, die sogar während ihres Castings immer darauf hinwies, dass sie auch zu Nacktaufnahmen bereit gewesen wäre.

squirm 006Der letzte Glücksgriff war dann R.A. Dow, der als das „Wormface“ Roger in die Filmgeschichte eingehen sollte, dessen Karriere aber tatsächlich mit diesem Film sowohl begann, als auch endete. Hier wurde Liebermann in den Wochen vor der Produktion von einem New Yorker Schauspieler namens Sylvester Stallone mit ständigen Anrufen genervt, was mit dazu führte, dass er auch diesen ablehnte.

Manchmal wünscht man sich tatsächlich man könne in eine andere Dimension wechseln, in der solche Entscheidungen anders getroffen worden wären. Liebermann hätte dann wahrscheinlich einen Status wie George A. Romero, denn tatsächlich ist sein Film gespickt mit gut versteckten sozialen Kommentaren, trieft nahezu vor unterschwelliger Ironie, beginnend halt mit der eingangs erwähnten Titeltafel, und steht – wie bereits erwähnt – in Sachen Schockeffekte, dessen Frühwerken in nichts nach.

squirm 002Auch seine Fähigkeit mit einem äußerst geringen Budget (gerade mal 400.000 $, was einem heutigen Betrag von ungefähr 2 Millionen, also dem einer durchschnittlichen TV-Episode entspricht) eine komplett glaubhafte Welt zu erschaffen, die von Detailverliebheit nur so strotzt, müsste ihn eigentlich zu einem großen Namen machen, aber irgendwie schrammte er in seiner gesamten bisherigen Karriere – trotz wirklicher kleiner Meisterwerke wie dem fiesen Thriller „Blue Sunshine“ (1977) oder dem originellen Backwood-Slasher „Just before Dawn“ (1981) –immer ganz knapp daran vorbei.

„Squirm“, der in vielen Kritiken immer wieder als „Jaws mit Würmern“ bezeichnet wird, aber sowohl von der Erzählstruktur als auch von der technischen Finesse her, eher ein „The Birds mit Würmern“ ist, kann man, schon alleine dadurch, dass er tatsächlich zeitlos daherkommt, als einen echten Klassiker des Horrorkinos bezeichnen – für mich ist er sogar erheblich mehr, denn im Leben jedes Filmfans gibt es einige Filme, die einen für das ganze Leben verändert haben.

squirm 001Bei mir waren es unter anderem „Star Wars“, „2001“, „Taxi Driver“, „The new oner armed swordsman“ (Das Schwert des gelben Tigers) und – halt verblüffender Weise – auch Jeff Liebermanns Erstling „Squirm“. Offensichtlich fand also meine Filmprägung in den siebziger Jahren statt, in denen ich zwischen 8 und 18 Jahren war.

Ich habe den Film damals, im Alter von gerade einmal 14 Jahren, im Kino mit einer meiner ersten Freundinnen gesehen. Sicherlich nicht unbedingt die beste Wahl als Datemovie, aber ich spekulierte natürlich auf den ein oder anderen Schock, der dafür sorgen würde, dass sich meine Begleiterin nach dem Schutz eines starken Mannes sehnte. Das funktionierte auch recht gut – um genau zu sein viel zu gut, denn als Roger nach seinem Sturz aufstand und man deutlich die wurmigen Kollegen IN seinem Gesicht verschwinden sah, bohrten sich gleichzeitig einige gut gefeilte Fingernägel in meinen Handrücken. Eine dieser Narben trage ich noch heute mit Stolz.

squirm 007Aber nicht das alleine war es, was den Film für mich zu etwas ganz besonderem machte. Vor „Squirm“ waren mir Würmer, Maden und sonstiges Kriechgetier eigentlich ziemlich egal, nach dem 90-minütigen Bombardement mit Close-Ups und ganzen Räumen voller schleimigen, wimmelnden und schreienden (!) Glitschtieren setzte sich bei mir eine Phobie fest, die ich bis heute nicht mehr ablegen konnte.

Wenn mir seitdem ein wirbelloses Kleintier in freier Wildbahn begegnet, gehe ich erst einmal einige Schritte zurück, der Fund einer kleinen Raupe in meiner Küche hat vor einigen Jahren noch dazu geführt, dass ich sämtliche offenen Lebensmittel ensorgt und den gesamten Raum komplett desinfiziert habe.

Somit konnte ich auch bei der Neubetrachtung des Filmes ein leichtes Ekelgefühl – und einen Phanomschmerz in meiner Hand - nicht unterdrücken.

 

arrowZUR VERÖFFENLICHUNG VON ARROW

Wie üblich präsentiert ARROW den Film mit ausufernden Extras, unter anderem einem herrlich witzigen Audiokommentar von jeff Lieberman selbst in dem er etliche kleine Geschichten von den Dreharbeiten zum besten gibt und einem 15 Minütigen Special, in dem Kim Newman, der für mich zu den besten Genrespeziallisten zählt, einen kleinen aber feinen Überblick über das Thema „Nature gone wild“-Filme gibt. Zusätzlich findet sich noch eine nette Q&A-Session mit Liebermann und Hauptdarsteller Don Scardino aus dem Jahr 2010 auf der Disk, bei dem man merkt das beide auch heute noch ziemlich stolz auf ihre Arbeit sind.

Die Bild- und Tonqualität des Filmes ist in der BluRay-Fassung, speziell wenn man bedenkt wie alt und billig er eigentlich ist, beeindruckend. Die Farben sind klar, man kann in den vielen dunklen Szenen jedes gewünschte Detail erkennen und die, zu VHS-Zeiten wahrscheinlich meist zurückgespulten Szene des Filmes, waren niemals deutlicher erkennbar. So deutlich allerdings, dass man – im Gegensatz zur damaligen Kinoversion – teilweise recht deutlich erkennt, wo echte und wo künstliche Würmer zum Einsatz gekommen sind.

Dementsprechend gibt es natürlich von mir eine Kaufempfehlung.

squirm 009Dummerweise ist die BluRay allerdings schon lange vergriffen und wird derzeit zu tatsächlichen Horrorpreisen gehandelt. In Deutschland ist nur ein grausames und sehr dunkles Bootleg erhältlich und auch sämtliche offiziellen DVD-Versionen die mir bisher untergekommen sind leiden unter einem schwammigen Bild und verrauschtem Ton. So bleibt die momentan einzig adäquate Version neben der hier besprochenen die US-BluRay von Scream Factory, was aber für die meisten Leser am Regionalcode scheitern wird.

Dementsprechend zum Ende dieser Kritik wieder der Ruf nach unseren deutschen Kleinverleihern – Besorgt Euch die Rechte und helft uns...

UPDATE: Aktuell ist tatsächlich ein deutschsprachiges Bootleg in Umlauf, bei dem es sich wohl um einen Rip dieser Fassung handelt. Aber vom Kauf dieser illegalen Fassung rate ich natürlich schwerstens ab. :)

 

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Tödliche Versprechen - Eastern Promises / Senhores do Crime

(Canada / USA / UK 2007)

Regie: David Cronenberg

Drehbuch: Steven Knight

Musik: Howard Shore

Darsteller: Naomi Watts, Viggo Mortensen, Vincent Cassel, Armin Mueller-Stahl

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Das Grauen auf Schloss Witley / Colour Out of Space / Bootschapper van de duivel

(USA/GB 1965)

 

Regie: Daniel Haller

Vorlage: H.P. Lovecraft

Darsteller: Boris Karloff, Nick Adams, Freda Jackson, Patrick Magee

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Stereo (Tile 3B of a CAEE Educational Mosaic)

(Canada 1969)

Regie: David Cronenberg

Darsteller:

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Nachts, wenn die Leichen schreien / Nachts, wenn die Zombies schreien / Fluch der Dämonen / Hell Rain

(USA / Mexico 1975)

Regie: Robert Fuest

Special-FX: Federico Farfán, Thomas L. Fisher

Darsteller: Ernest Borgnine, Eddie Albert, Ida Lupino, William Shatner,
Tom Skerritt, Joan Prather, John Travolta

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posterquer(USA/Kanada 1991)


Regie: David Cronenberg

Vorlage: William S. Burroughs

Drehbuch: David Cronenberg, Bill Strait

Darsteller: Peter Weller, Judy Davis, Ian Holm, Julian Sands

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Drei Engel auf der Todesinsel / Ninja Amazone

(USA 1984)

Regie/Buch: Jim Wynorski

Darsteller: Melanie Vincz, Raven De La Croix, Robert Tessier, Angus Scrimm, Bill Thornbury

Musik: Alan Howarth
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Rats – mörderische Brut / Killer Rats / Ratazanas

(USA 2003)

Regie: Tibor Takács

Buch: Jace Anderson, Boaz Davidson, Adam Gierasch

Darsteller: Sara Downing, Amy Parks, Sean Cullen, Ron Perlman

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Örümcek / Ankaboot / Pók

(Canada / UK / France 2002)

Regie: David Cronenberg

Buch/Vorlage: Patrick McGrath

Darsteller: Ralph Fiennes, Gabriel Byrne, Miranda Richardson, John Neville

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10.000 PS – Vollgasrausch im Grenzbereich, Amok stin asfalto, Detectives a 100 á hora

(Canada 1979)


Regie: David Cronenberg

Musik: Fred Mollin

Kamera: Mark Irwin

Schnitt: Ronald Sanders

Darsteller: William Smith, John Saxon, Nicholas Campbell

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Mulberry Street - Die Nachbarschaft verändert sich / Zombie Virus on Mulberry Street / Terror em Manhattan

(USA 2006)

Regie: Jim Mickle

Drehbuch: Jim Mickle, Nick Damici

Darsteller: Nick Damici, Larry Fleischman, Debbie Rochon

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Necromania / Deranged: Confessions of a Necrophile / Besessen

(USA 1974)

Regie: Jeff Gillen, Alan Ormsby

Drehbuch: Alan Ormsby

Makeup-FX: Tom Savini

Darsteller: Roberts Blossom, Robert Warner, Pat Orr

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A beautiful day

(USA / GB / France 2018)

Regie/Drehbuch: Lynne Ramsay

Buchvorlage: Jonathan Ames

Darsteller: Joaquin Phoenix, Judith Roberts, Ekaterina Samsonov

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Parasiten-Mörder / The Parasite Murders / Frissons / They Came from Within / Orgy of the Blood Parasites

(Canada 1975)

Regie/Buch: David Cronenberg

Produzent: Ivan Reitman

Make-Up-FX: Joe Blasco

Darsteller: Paul Hampton, Joe Silver, Lynn Lowry, Barbara Steele

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(UK / Belgium / Ireland 2015)

High-Rise

 Regie: Ben Wheatley

Buchvorlage: J.G. Ballard

Darsteller:Tom HiddlestonJeremy IronsSienna MillerLuke Evans

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(D 2018)
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Vier Mal musste Superman in den letzten 25 Jahren sterben, ehe DC es richtig hinbekommen hat.
Ein Überblick...

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Zombies ate my neighbors!
(SNES, Sega Genesis/Megadrive, 1993. Konami, LucasArts)

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(France 2018)
La vengeance

Regie/Drehbuch: Coralie Fargeat

Kamera: Robrecht Heyvaert

Darsteller: Matilda Anna Ingrid Lutz, Kevin Janssens, Vincent Colombe, Guillaume Bouchède

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Jäger der tödlichen Jade / Kung Fu Cannibals / Shogun Island / A Ilha dos Guerreiros / Oi viastes

(USA / Philippinen 1982)


Regie / Buch: Edward D. Murphy

Darsteller: Cameron Mitchell, Geoffrey Binney, Hope Holiday, Jillian Kesner

Musik: Walter Murphy

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vdpostervdrome rantquerZonekiller / Experiência Alucinante / Network of Blood

  (Kanada/USA 1983)

Regie/Drehbuch: David Cronenberg

FX: Rick Baker

Musik: Howard Shore

Kamera: Mark Irwin

Darsteller: James Woods, Sonja Smits, Debbie Harry, Peter Dvorsky, Jack Creley

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(Schweiz 2018)
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A Inocente Face do Terror / Los mellizos del terror

(USA 1972)

 

Regie: Robert Mulligan

Musik: Jerry Goldsmith

Kamera: Robert Surtees

Darsteller: Chris Udvarnoky, Martin Udvarnoky, Uta Hagen, John Ritter

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(GB 1970)

Regie: Peter Sasdy

Buch: Anthony Hinds

Darsteller: Christopher Lee, Geoffrey Keen, Linda Hayden, Madeline Smith, Michael Ripper, Ralph Bates

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Eine außergewöhnliche Band
jetzt auf Deutschlandbesuch

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(USA 2013)

Regisseur: Randy Moore

Drehbuch: Randy Moore

Darsteller: Roy Abramsohn, Elena Schuber, Katelynn Rodriguez
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The Spy who dumped me
(USA 2018)

Regisseurin: Susanna Fogel

Drehbuch: Susanna Fogel, David Iserson

Darsteller: Mila Kunis, Kate McKinnon, Justin Theroux, Gillian Anderson

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Planet Saturn lässt schön grüßen / Bluthitze - Das Grauen aus dem All / Der Zombie aus dem Weltall / The Ghoul from Outer Space / Den krypande hämnaren / Smeltende terror

(USA 1977)

Regie/Drehbuch: William Sachs

Make-Up-FX: Rick Baker, Rob Bottin, Greg Cannom

Darsteller: Burr DeBenning, Ann Sweeny, Michael Alldredge
und Alex Rebar als der „melting man“

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Godzilla macht moderne Musik

musikalische Retrospektive durch die Heisei und Millenium Godzilla Filme

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