ARG/F/GB 1991 - 2004 – 110 MINUTEN (Uncut)
"Es kann nur EINEN geben..." Wer kennt ihn nicht, diesen Satz der Filmgeschichte schrieb. "Highlander" hat zurecht Kultstatus erreicht. Ein sehr gelungener Mix aus Fantasy, Action, Romantik und Humor, gepaart mit einem unverwechselbaren visuellen Stil, grandioser Musik von Michael Kamen und Queen, tollen Effekten und starken Darstellern. Selbiges kann man leider nicht von der Fortsetzung - "Highlander II – Die Rückkehr" - behaupten. Zwar war der Film in Kino sehr erfolgreich, wurde jedoch von Fans wegen seiner hahnebüchenen Geschichte eher belächelt als gefeiert. Bis Heute hält sich diese Meinung. Diese ist aber nur gültig wenn man sich dabei auf die hierzulande erschienene Kinofassung bezieht. Dazu muss man wissen dass die Geldgeber dieses Projektes die Produktion damals einfach mittendrin stoppten. Es wurde zusammengeschnitten was fertig war, Regisseur Mulcahy und die Produzenten Davis/Panzer hatten keinen Einfluss darauf. Was dabei herauskam war eine filmische Bruchlandung wie sie im Buche steht. Die Herkunft der Unsterblichen wird damit erklärt dass sie von einem fremden Planeten stammen. Jeglicher Bezug zum ersten Teil wurde eliminiert. Nach einer Verbannung auf die Erde durch General Katana (Michael Ironside) mussten Connor (Christopher Lambert) und Ramirez (Sean Connery) fortan um den "ultimativen Preis" kämpfen. Dazu gab es noch ein Ende welches einem wahre Lachsalven bescherte. In diesem kehren Connor und seine Herzdame Louise (Virginia Madsen) mit einem an Walt Disney erinnernden Effekt auf ihren Heimatplaneten zurück, nachdem sie die mächtige Shield Corporation (die Betreiber eines von MacLeod geschaffenen Schutzschildes gegen tödliche UV-Strahlung) und Katana besiegt haben, der auf der Erde war um eine Rückkehr des Highlanders auf seinen Heimatplaneten zu unterbinden.
Die "Renegade Version Special Edition" war geboren – ob es sich gelohnt hat? Finden wir es heraus...
Die Story: Am Anfang der Zeit werden die Rebellen Connor und Ramirez durch General Katana in die Zukunft verbannt. Als Strafe für ihr aufsässiges Verhalten werden sie als Unsterbliche wiedergeboren und müssen fortan im Kampf gegen weitere Verbannte bestehen. Connor konnte im Jahr 1986 dieses Spiel für sich gewinnen, und hatte nun die Macht den Lauf der Menschheit zu beeinflussen. Mit dieser Macht errichtete er im Jahr 1999 einen Schild der die Menschheit vor tödlicher UV-Strahlung schützt, da die Ozonschicht komplett zerstört wurde. Seine Frau Brenda verstarb an den Folgen dieser Katastrophe.
Jetzt haben es Louise und der Highlander gleich mit zwei mächtigen Widersachern zu tun – der Shield Corporation und General Katana. In seiner Verzweiflung ruft der Unsterbliche seinen alten Freund Ramirez an – und wird erhört...
Mein Fazit: "Highlander 2" ist das perfekte Beispiel dafür wie Willkür und Geldgeilheit einen Film entstellen können. Und er ist ein Beispiel dafür was ein Regisseur mit freundlicher Unterstützung aus einem Film machen kann, wenn er seine Vision verwirklichen kann. Die Handlung knüpft logisch an den ersten Film an und bezieht sich dabei auf die Geschehnisse dieses Films. Auch der visuelle Stil ähnelt dem Erstling. Viele der Stilelemente, die die Kinofassung von "Highlander 2" vermissen ließ, sind wieder da. Wunderschöne Wechsel zwischen aktueller Handlung und Rückblenden, rasante Schnittfolgen, Effektfeuerweke, wunderschöne Kampfchoregrafien. Garniert wird das Ganze mit einer erfrischenden Portion von schwarzem und sarkastischem Humor.
Der Soundtrack enthält neben der "Götterdämmerung" von Wagner auch wieder Musik von Queen ("Who wants to live forever", "A kind of magic"), einen sehr schönen Score aus der Feder von Stewart Copeland und mit "One Dream" von Lou Gramm eine richtig fetzigen Ohrwurm.
Victor Grytzka
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