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Vorlage: Richard Matheson

Drehbuch: Richard Christian Matheson

Darsteller: , , J,

 

Blaue, weiße und rote Luftballons, Seifenblasen, ein Kindergeburtstag. Und gleichzeitig ein schockierender Untergang Amerikas, denn die Idylle wird von einem Kampfmittel namens „Blizz“ getrübt, das schwerste Hautverbrennungen verursacht und die meisten Feiernden hinwegrafft.

danceofthedead02Nach der Apokalypse: die Welt ist zwar noch nicht ganz untergegangen, aber sittlich-moralisch de facto am Ende. Einzig in einem kleinen Diner simuliert man Normalität, hier arbeitet die junge Peggy (Jessica Lowndes) gemeinsam mit ihrer Mutter an der Verdrängung einer Realität, in der schon längst die Freaks und Punks regieren. Und in der der älteren Generation schon auch mal auf offener Straße das Blut abgezapft wird. Diesen kostbaren Lebenssaft benötigt nämlich ein sinistrer Clubbetreiber (Robert Englund) für seine sinistre Hauptattraktion, den titelgebenden Tanz der Toten.

Scheinbar gilt es in der dystopischen Zukunft nämlich als absoluter Partykracher, Leichen ein spezielles Gemisch zu injizieren, durch das sie zuckend und zappelnd wieder herumstehen, um sie anschließend mit Elektroschockern zum Umherhüpfen zu bringen.

danceofthedead03Die Idee zu diesem nihilistischen Spaß stammt von Richard Matheson („I Am Legend“), der die Kurzgeschichte, auf der Tobe Hoopers erster Beitrag zu „Masters of Horror“ basiert, bereits Mitte der 50er Jahre veröffentlichte. Da Heavy Metal, Piercings und andere modische Errungenschaften der letzten Jahrzehnte damals noch unbekannt waren, aktualisierte niemand geringerer als sein Sohn die Story, Billy Corgan von den Smashing Pumpkins steuerte die Musik dazu bei und Hooper inszenierte dieses Porträt einer noch nicht vollends untergegangenen Welt mit ihrer Kälte und Menschenverachtung schließlich in einem hektischen, verwackelt und voller Unschärfe daherkommenden grellbunten Stil, der zunächst so desorientierend wirkt wie die abgebildete Gesellschaft.

Das Problem dabei ist allerdings, dass „Dance of the Dead“ unter seiner anstrengenden Oberfläche ähnlich leer bleibt wie ein durchschnittliches Musikvideo. Geboten wird das übliche good-girl-meets-bad-boy (wobei der Baddie mit dem guten Kern ähnlich wie seine Verwandten aus „Twilight“ oder „50 Shades of Grey“ nur noch als Unsympath erster Güte zu bezeichnen ist), edanceofthedead01in hallzinogener Joyride in die nächste größere Stadt und dort mitten hinein ins Herz der Finsternis, den „Doom Room“, in dem Englund wie eine Mischung aus Mephistopheles und Graf Dracula als Gastgeber chargiert. Sofern er nicht gerade damit beschäftigt ist, es sich von einigen der zappelnden Leichen besorgen zu lassen.

Dass die protektionistische Mutter von Peggy selbstverständlich etwas dagegen einzuwenden hat, wenn Töchterlein mit den Schmuddelkindern herumzieht, versteht sich dabei von selbst. Allerdings ist Hooper zu sehr Pessimist, um die nicht ganz so schöne neue Welt, in der Säuberungstrupps Leichen kurzerhand in Mülltonnen werfen um sie anschließend abzufackeln, mit einem verklärt-nostalgischen Blick auf das alte Amerika zu kontrastieren. Tatsächlich hat die gute Mom sogar eine ordentliche Portion Dreck am Stecken; dass sie beim „Blizz“-Angriff die Haustür absperrte während draußen Frauen und Kinder elendiglich verreckten, spricht Bände, am Ende kommt aber noch Ungeheuerlicheres ans Licht. danceofthedead04Die USA hatten demnach bereits schon vor dem Dritten Weltkrieg fertig, und die Zeit bis zum Vierten nutzt man, um sich zuzudröhnen, herumzupöbeln und den Leichen beim Hopsen zuzuschauen. Oder wie im Falle der Mutter dazu, die Fassade einer tugendhaften Wohlanständigkeit aufrechtzuerhalten, die durch höchst unsaubere Machenschaften erkauft wurde.

Spannung kommt bei Peggys kleinem Ablöseprozess allerdings keine auf. Zwar fragt man sich Anfangs aufgrund der sprunghaften Montage von Sequenzen, die zunächst reichlich beziehungslos nebeneinander stehen, was das alles soll, doch spätestens wenn sich die einzelnen Bausteine zum Gesamtbild gefügt haben muss man feststellen, dass „Dance of the Dead“ leider nur durch seine völlig krankhafte Atmosphäre punkten kann. Zieht man das nihilistische Setting ab bleibt hingegen ein schablonenhaftes Teenager-Drama übrig, das trotz einer schnuckeligen Hauptdarstellerin bestenfalls vor sich hindümpelt.

Wobei es Hooper allerdings durchaus zuzutrauen ist, dass er damit letztlich die Leere und Oberflächlichkeit einer vermeintlichen Rdanceofthedead07ebellion der Jugend ins Visier nehmen wollte – eine Rebellion, die sich auf ein schickes Bauchnabelpiercing oder das neueste Tattoo beschränkt und ansonsten reine Behauptung bleibt.

In der Welt von „Dance of the Dead“ – welch Doppelsinn – ist dieser Traum bereits ausgeträumt, die vermeintliche Rebellion lediglich ein Sich-Einfügen in eine Gesellschaft, die unter dem Reiz von im Stroboskoplicht wippenden Brüsten ebenso eine Simulation von Leben bleibt wie die aufgeführten Zombietänze.


Alexander


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(USA 2007)
Teufelskind Joshua / Devil´s Child / Joshua - Der Erstgeborene

Regie: George Ratliff 
Darsteller: Sam Rockwell, Vera Farmiga, Jacob Kogan

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(USA 1978)

Förbannelsen / Predskazanje II / La maledizione di Damien

Regie: Don Taylor, Mike Hodges

Darsteller: William Holden, Lee Grant, Jonathan Scott-Taylor, Robert Foxworth,
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(Deutschland 1964)
The Mysterious Magician / El mago contra Scotland Yard / Massemorderen fra Back-Street

Regie: Alfred Vohrer

Drehbuch: Herbert Reinecker

Darsteller: Joachim Fuchsberger, Heinz Drache, Sophie Hardy, Siegfried Lowitz, Eddi Arent, René Deltgen
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(UK 1960)
Das Dorf der Verdammten
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Regie: Wolf Rilla
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nach dem Roman „Kuckuckskinder“ von John Wyndham
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(USA 2018)

Hereditary - Das Vermächtnis / El Legado Del Diablo

Regie/Drehbuch: Ari Aster

Musik: Colin Stetson

Darsteller: Toni Collette, Gabriel Byrne, Alex Wolff, Milly Shapiro 
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(USA, NL, D, B, S, GB 2016)

Regie/Buch: Martin Koolhoven

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Ab heute fürs Heimkino erhältlich

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(USA 1976)

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Regie: Richard Donner

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(USA 1971)

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Orphan - Das Waisenkind / Esther / Ottolapsi (finnisch)

(United States/Canada/Germany 2009)

Regie:  Jaume Collet-Serra

Darsteller:Isabelle FuhrmanVera FarmigaPeter Sarsgaard

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Das Böse / Fantasma / The Never Dead / Morningside

(USA 1979)

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Darsteller: A. Michael Baldwin, Bill Thornbury, Reggie Bannister, Angus Scrimm


Endlich aus dem Giftschrank befreit und
Jetzt sogar auf Kinotour 

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(USA/GB 2016)
She Who Brings Gifts / Melanie: Apocalipsis Zombi / The Last Girl - Celle qui a tous les dons

Regie: Colm McCarthy

Drehbuch/Vorlage: Mike Carey

Darsteller: Sennia Nanua, Gemma Arterton, Paddy Considine, Glenn Close

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(USA 1956)

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Regie: Reginald Le Borg

Darsteller: Basil Rathbone, Herbert Rudley, Akim Tamiroff,
Lon Chaney Jr., John Carradine, Bela Lugosi, Tor Johnson

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(Deutschland 2004)

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Darsteller: Pietro Martellanza, Mathieu Carriére

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(USA 2017)

ab 31. Mai auf DVD/BluRay

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(Deutschland 1983 - TV-Film)

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"Wie sollen wir heißen?"

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(D 1973)

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Darsteller: Kurt Raab, Jeff Roden, Ingrid Caven, Brigitte Mira, Rosel Zech, Rainer Werner Fassbinder 
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(Deutschland 1974)

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Mark of the Devil

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Mark of the Devil 2

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ab 18.Mai auf DVD/BluRay 

Regie/Drehbuch/Vorlage: Makoto Shinkai

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(USA 2018)

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Musik: John Powell, John Williams (Han Solo-Theme)

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Darsteller: Alden Ehrenreich, Joonas Suotamo, Woody Harrelson, Emilia Clarke, Donald Glover

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Hellraiser - Das Tor zur Hölle / Sadomasochists from Beyond the Grave / Le Pacte / Puerta al infierno / Pekelník

(UK 1987)

Vorlage, Drehbuch und Regie: Clive Barker

Musik: Christopher Young

Mit: Andrew Robinson, Clare Higgins, Ashley Laurence, Sean Chapman, Doug Bradley

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(USA 2018)

Regie: David Leitch

Drehbuch: Rhett Reese, Paul Wernick, Ryan Reynolds

Darsteller: Ryan Reynolds, Josh Brolin, Morena Baccarin, Zazie Beetz

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(Deutschland 1987)


Regie: Jörg Buttgereit

Musik: John Boy Walton, Bernd Daktari Lorenz

FX: Franz RodenkirchenBernd Daktari Lorenz

Darsteller: Bernd Daktari Lorenz, Beatrice Manowski, Harald Lundt
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A beautiful day

(USA / GB / France 2018)

Regie/Drehbuch: Lynne Ramsay

Buchvorlage: Jonathan Ames

Darsteller: Joaquin Phoenix, Judith Roberts, Ekaterina Samsonov

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Porno Venezia

(Deutschland 2003)

Regie/Drehbuch: Andreas Bethmann

Darsteller (?): Marianna Bertucci, Jens Hammer, Jesús Franco, Lina Romay
und diverse Pornomädels und -jungs

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Mara and the Firebringer

(Deutschland 2015)

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Historische Beratung: Professor Rudolf Simek

Darsteller: Lilian Prent, Jan Josef Liefers, Esther Schweins, Christoph Maria Herbst, Eva Habermann

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