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cellquer

 (USA 2016)

Puls
(deutscher Titel)

Regie: Tod Williams

Drehbuch: Stephen King, Adam Alleca

Darsteller: , , ,

Smombies sind ja (zumindest in Deutschland, wo man in Sachen moderner Telekommunikation grundsätzlich immer ein wenig langsamer ist als anderswo) eigentlich noch ein recht neuartiges Phänomen. Doch bereits 2006 – also rund ein Jahr bevor das erste iPhone auf den Markt kam – machte sich Stephen King seine fortschrittsskeptischen, teils schwarzhumorigen Gedanken über die immer weiter umsich greifende Handy-Seuche und verknüpfte diese mit dem eher konventionellen Plot einer Zombie-Epidemie. Fertig war der Roman „Cell“, der mit etwas mehr als 500 Seiten zu den kürzeren Werken des Königs zu rechnen ist. Er bot launig-temporeiche Unterhaltung mit einem Ende, das viele Leser verärgerte (manche müssen eben alles explizit ausbuchstabiert haben…). Und da Stephen King nach wie vor eine Marke ist, stand auch schon bald fest, dass Eli Roth das Ganze verfilmen sollte – doch es kam anders.

cell01Nach viel Hin und Her durfte schließlich Tod Williams („Paranormal Activity 2“) auf dem Regiestuhl platznehmen, mit John Cusack und Samuel L. Jackson gleich zwei King-erfahrene Schauspieler vor der Kamera versammeln (beide waren bereits in „1408“ zu sehen, Cusack außerdem auch in „Stand By Me“) und obendrein bastelte Onkel Steve persönlich am Drehbuch mit, um seinen Fans einen zufriedenstellenderen Schluss zu liefern. Was konnte da schon schiefgehen?

Nun, leider eine ganze Menge.

Wenn ein Film bereits 2014 fertig ist und es dann doch bis 2016 dauert, bis ihn endlich jemand zu sehen bekommt, das Werk nur in wenigen Kinos gezeigt wird um anschließend bei den Streamingdiensten zu landen und die beteiligten Produktionsfirmen ohnehin nur finanzielle Rohrkrepierer im Programm haben, spricht das eine deutliche Sprache: entweder hat man es dann mit einem verkannten Meisterstück zu tun oder aber (in den meisten Fällen und auch in diesem speziellen) das Projekt wurde schlicht und einfach vermurkst.

cell08Dabei ist der Auftakt noch ziemlich ansehnlich geraten. Der Comiczeichner Clay (Cusack) hat gerade einen Erfolg eingeheimst, zwischen ihm um seiner Frau kommt es nach einer längeren Trennungsphase wieder zu zögerlichen Annäherungen, er freut sich darauf, seinen Sohn wiederzusehen und steht frohgemut am Flughafen – als plötzlich jeder ausrastet, der gerade ein Telefon am Ohr hatte. Und da sehr viele Leute sehr viel mit dem Handy herumspielen, wimmelt es plötzlich vor schäumenden Verrückten damit die muntere Abschlachterei im Stile einschlägiger Zombieschinken beginnen kann.

Verantwortlich für das Schlamassel ist ein merkwürdiges Signal, das über das Telefonnetz ausgestrahlt wird. Dieser „Puls“ (so der deutsche Titel) bewirkt allerdings nicht einfach eine simple Löschung des Gehirns, so dass Aggressivität und anderen für gewöhnlich durch soziale Prägung eingedämmten atavistischen Neigungen eine freie Bahn gebrochen wird, sondern eine Art Reset, der eine grundlegende Neukonfiguration ermöglicht, denn die „Phoner“-Zombies vernetzen sich im weiteren Verlauf des Films psychisch miteinander, so dass letztlich eine entpersonalisierte Schwarmintelligenz im Wortsinne entsteht.

cell03Doch so aktuell die Fragen danach, was mit unserem Verstand passiert, wenn wir online sind, nach Chancen und Risiken kollektiver Intelligenz (Stichwort Wikipedia) und nach der Rolle des Individuums innerhalb der globalen Vernetzung auch sein mögen, muss man einfach feststellen, dass der Film „Cell“ mit diesem Thema nicht nur ziemliche Verspätung hat (zumindest wenn man sich noch an „The Matrix“ erinnern kann), sondern obendrein alles nur kurz in Stichworten anreißt ohne wirklich in die Tiefe zu gehen.

Einem apokalyptischen Horrorfilm ist das zwar nachzusehen, denn einen fundierten Kommentar zu den Theorien eines Francis Heylighen (den ich ganz im Sinne der Schwarmintelligenz vorhin aus der Wikipedia gezogen habe) erwartet wohl nur der sehr sophisticated Filmgucker, doch macht „Cell“ nach den intensiven ersten Minuten den gravierenden Fehler, mehr sein zu wollen als lediglich ein weiteres Zombiespektakel mit einem allerdings bemerkenswert ungewöhnlichen, keineswegs reizlosen Aufhänger.

cell05Stattdessen lässt das Tempo merklich nach, Cusack tut sich mit Samuel L. Jackson zusammen, um herauszufinden, ob sein Sohn nun zu den Phonern gehört oder vielleicht doch Glück hatte, man wandert durch das herbstliche Neuengland, killt ab und an einige der Phoner, trifft auf einige neue, belanglos bleibende Figuren, und Rezensent Alex greift derweil zu seiner Darth-Vader-Kaffeetasse, um nicht vollends wegzuknäcken.

Es tut mir sehr leid, wenn ich entgegen meiner Gewohnheit einmal völlig subjektiv festhalten muss, dass mir selten das Schicksal der Hauptfiguren so dermaßen hinten vorbeiging wie in „Cell“. Cusack wirkt gelangweilt, Jackson erst recht, die Hintergründe ihrer Figuren bleiben Klischees aus dem Plotbaukasten (kaputte Ehe hier, Vietnamtrauma dort…); daneben wirkt die Trotteltruppe aus Bruno Matteis „Virus“ geradezu vielschichtig, zumal dieser Murks obendrein wenigstens noch durch unfreiwillige Komik bei Laune hält. Selbige stellt sich in „Cell“ allerdings ebenfalls nicht ein, zwar wirken manche CGI-Effekte eher bescheiden (das Budget war nicht sonderlich groß und vermutlich zu schnell verbraten, weshalb insbesondere der Showdown des Films im Vergleich zum Buch unangenehm unspektakulär ausfällt), insgesamt ist die Inszenierung aber auf genau dem fatalen Mittelprachtniveau anzusiedeln, das den Bildern jeglichen Unterhaltungswert austreibt

cell02So quält sich „Cell“ von einem langweiligen Schauplatz zum nächsten und obwohl wie bereits erwähnt King selbst am Drehbuch mitwirkte, ergibt diese Odyssee durch das verwüstete Amerika nicht einmal mehr einen tieferen Sinn, stattdessen ist alles so vage gehalten, dass das Geschehen keine Lust auf mögliche Interpretationen macht, sondern in seiner Summe beliebig und darum unbeholfen wirkt. Beispielsweise gibt es da einen finsteren Oberphoner, den „raggedy man“ in einem roten Hoody, der den Protagonisten üble Alpträume beschert und scheinbar aus den Comics von Clay zu stammen scheint – doch wozu/weshalb/warum? Der Kerl hat seinen ersten Auftritt nicht nur viel zu spät, er wirkt auch nicht gerade wie die zentrale Schurkenfigur. Stattdessen ist er einfach nur da, vermutlich, weil die Figur nun mal im Buch vorkam.

cell04Anstatt dann aber wenigstens brav die rund 500 Seiten auf 90 Minuten herunterzubrechen und gewissermaßen eine bewegte Illustration zum königlichen Schriftgut zu liefern, ändert Tod Williams auch noch eine ganze Menge ab was im Roman funktionierte, und ersetzt es durch teils sehr merkwürdige Neukreationen. Unter anderem bekommt man so im Grunde genommen gleich drei mögliche Enden serviert (die eigentliche Auflösung ist dabei deutlich pessimistischer als noch 2006, da man sich dem kultischen Tanz um den Funkmast inzwischen sowieso nicht mehr entziehen kann), die nicht wesentlich besser ausfallen als die vielkritisierten Schluss-Sätze des Romans, in Kombination mit dem größtenteils optisch biederen Rest aber auch nicht für die erhoffte künstlerische Note oder gar ein Mindfuck-Erlebnis sorgen.

cell09So gesehen kann man es nur noch als verkrampften Versuch der Macher bezeichnen, wenn nach dem Abspann noch einmal das unangenehme Puls-Signal aus den Boxen ertönt, denn mit halbwegs ordentlichem Sounddesign alleine gewinnt man die Gunst des Publikums schlicht und einfach nicht. Der bemerkenswerte Satz „Alpträume verschwinden nicht, sie werden nur erwachsener“ ist angesichts des Gesamteindrucks, den „Cell“ bei mir hinterlassen hat jedenfalls dahingehend zu ergänzen, dass Alpträume zuweilen sogar ganz schön fade sein können. Auch wenn sie vielversprechend anfangen und auf einem Roman basieren, das zwar nicht gerade zu Kings Meisterwerken zählt, aber trotz des Umfangs zu fesseln vermochte.

Alexander


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(GB 1962)

Sie sind verdammt / Hallucination / On the Brink / Malditos


Regie: Joseph Losey
Darsteller: Oliver Reed, MacDonald Carey, Shirley Ann Field
nach dem Roman „Kinder des Lichts“ von H.L. Lawrence

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(USA 1981)

Barbaras Baby - Omen III / A Profecia III - O Conflito Final / De sju knivarna - Omen III / Tegnet III: De Syv Knive

Regie: Graham Baker

Musik: Jerry Goldsmith

Darsteller: Sam Neill, Rossano Brazzi, Don Gordon
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(USA 2007)
Teufelskind Joshua / Devil´s Child / Joshua - Der Erstgeborene

Regie: George Ratliff 
Darsteller: Sam Rockwell, Vera Farmiga, Jacob Kogan

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(USA 1978)

Förbannelsen / Predskazanje II / La maledizione di Damien

Regie: Don Taylor, Mike Hodges

Darsteller: William Holden, Lee Grant, Jonathan Scott-Taylor, Robert Foxworth,
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(Deutschland 1964)
The Mysterious Magician / El mago contra Scotland Yard / Massemorderen fra Back-Street

Regie: Alfred Vohrer

Drehbuch: Herbert Reinecker

Darsteller: Joachim Fuchsberger, Heinz Drache, Sophie Hardy, Siegfried Lowitz, Eddi Arent, René Deltgen
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(UK 1960)
Das Dorf der Verdammten
/ Het dorp der vervloekten / The Midwich Cuckoos

Regie: Wolf Rilla
Darsteller: , , ,

nach dem Roman „Kuckuckskinder“ von John Wyndham
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(USA 2018)

Hereditary - Das Vermächtnis / El Legado Del Diablo

Regie/Drehbuch: Ari Aster

Musik: Colin Stetson

Darsteller: Toni Collette, Gabriel Byrne, Alex Wolff, Milly Shapiro 
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(USA, NL, D, B, S, GB 2016)

Regie/Buch: Martin Koolhoven

Kamera: Rogier Stoffers

Darsteller: Dakota Fanning, Guy Pearce, Kit Harington, Emilia Jones

Ab heute fürs Heimkino erhältlich

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(USA 1976)

Das Omen / A Profecia / Pretkazanje / De vervloeking

Regie: Richard Donner

Darsteller: Gregory Peck, Lee Remick, David Warner, Harvey Stephens 
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(USA 1971)

Ratman's Notebooks / Rotat / La revolución de las ratas

Regie: Daniel Mann

Darsteller: Bruce Davison, Sondra Locke, Elsa Lanchester, Ernest Borgnine

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Orphan - Das Waisenkind / Esther / Ottolapsi (finnisch)

(United States/Canada/Germany 2009)

Regie:  Jaume Collet-Serra

Darsteller:Isabelle FuhrmanVera FarmigaPeter Sarsgaard

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Das Böse / Fantasma / The Never Dead / Morningside

(USA 1979)

Regie/Drehbuch: Don Coscarelli

Musik: Fred Myrow

Darsteller: A. Michael Baldwin, Bill Thornbury, Reggie Bannister, Angus Scrimm


Endlich aus dem Giftschrank befreit und
Jetzt sogar auf Kinotour 

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(USA/GB 2016)
She Who Brings Gifts / Melanie: Apocalipsis Zombi / The Last Girl - Celle qui a tous les dons

Regie: Colm McCarthy

Drehbuch/Vorlage: Mike Carey

Darsteller: Sennia Nanua, Gemma Arterton, Paddy Considine, Glenn Close

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(USA 1956)

Die Schreckenskammer des Dr. Thosti / A Torre dos Monstros / Dr. Cadman's Secret

Regie: Reginald Le Borg

Darsteller: Basil Rathbone, Herbert Rudley, Akim Tamiroff,
Lon Chaney Jr., John Carradine, Bela Lugosi, Tor Johnson

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Tears of Kali – The Dark Side of New Age, Lacrime di Kali, La Face Sombre Du New Age

(Deutschland 2004)

Regie/Drehbuch: Andreas Marschall
Darsteller: Pietro Martellanza, Mathieu Carriére

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(USA 2017)

ab 31. Mai auf DVD/BluRay

Regie: Alexander Payne

Buch: Alexander Payne, Jim Taylor

Darsteller: Matt Damon, Christoph Waltz, Hong Chau, Udo Kier, Kristen Wiig

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(Deutschland 1983 - TV-Film)

Regie: Rainer Boldt

Drehbuch: Rainer Boldt, Hans Rüdiger Minow

Darsteller: Jo Bolling, Werner Eichhorn, Thomas Kollhoff

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We are the night / Bloody Party / Geceler Bizim

(Deutschland 2010)


Regie: Dennis Gansel

Darsteller: Karoline Herfurth, Nina Hoss, Jennifer Ulrich, Anna Fischer, Max Riemelt
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"Wie sollen wir heißen?"

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(D 1973)

Regie: Ulli Lommel

Buch, Idee, Ausstattung: Kurt Raab

Produktion: Rainer Werner Fassbinder

Darsteller: Kurt Raab, Jeff Roden, Ingrid Caven, Brigitte Mira, Rosel Zech, Rainer Werner Fassbinder 
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(Deutschland 1974)

Regie: Heinz Schirk

Drehbuch: Karlhans Reuss, Derrick Sherwin

Produktion: Saarländischer Rundfunk

Darsteller: Dieter Hallervorden, Arno Assmann
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(Deutschland 1970)
Mark of the Devil

Regie & Drehbuch: Michael Armstrong & Adrian Hoven

Darsteller: Herbert Lom, Udo Kier, Olivera Katarina, Herbert Fux, Adrian Hoven

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(Deutschland 1973)
Mark of the Devil 2

 Regie: Adrian Hoven

Mit: Erika Blanc, Anton Diffring, Percy Hoven, Adrian Hoven, Reggie Nalder

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ab 18.Mai auf DVD/BluRay 

Regie/Drehbuch/Vorlage: Makoto Shinkai

Musik: Radwimps

Darsteller: Ryûnosuke Kamiki,
Mone Kamishiraishi, Ryô Narita

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(USA 2018)

Regie: Ron Howard

Musik: John Powell, John Williams (Han Solo-Theme)

Drehbuch: Jonathan Kasdan, Lawrence Kasdan

Darsteller: Alden Ehrenreich, Joonas Suotamo, Woody Harrelson, Emilia Clarke, Donald Glover

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Hellraiser - Das Tor zur Hölle / Sadomasochists from Beyond the Grave / Le Pacte / Puerta al infierno / Pekelník

(UK 1987)

Vorlage, Drehbuch und Regie: Clive Barker

Musik: Christopher Young

Mit: Andrew Robinson, Clare Higgins, Ashley Laurence, Sean Chapman, Doug Bradley

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(USA 2018)

Regie: David Leitch

Drehbuch: Rhett Reese, Paul Wernick, Ryan Reynolds

Darsteller: Ryan Reynolds, Josh Brolin, Morena Baccarin, Zazie Beetz

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(Deutschland 1987)


Regie: Jörg Buttgereit

Musik: John Boy Walton, Bernd Daktari Lorenz

FX: Franz RodenkirchenBernd Daktari Lorenz

Darsteller: Bernd Daktari Lorenz, Beatrice Manowski, Harald Lundt
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A beautiful day

(USA / GB / France 2018)

Regie/Drehbuch: Lynne Ramsay

Buchvorlage: Jonathan Ames

Darsteller: Joaquin Phoenix, Judith Roberts, Ekaterina Samsonov

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