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Puppetmaster (1989)

Regie: David Schmoeller

Drehbuch:Charles Band

Musik: Richard Band

Darsteller: Paul Le Mat, William Hickey, Irene Miracle

 

Bodega Bay, 1939: Tipi Hedren wird von einer Möwe angegriffen…

Ach ne, halt, falscher Film.

Also noch mal: Im Bodega Bay Inn soll der neue Hausmeister Jack Torrance über den Winter… Ups!

Jetzt aber:

puppetmaster04Zwei finstere Herren in schwarzen Mänteln eilen im Stechschritt in das Hotelzimmer des Puppenmachers Gepetto, der hier unter dem Tarnnamen Toulon abgestiegen ist, um ihn zu eliminieren. Dieser kommt ihnen allerdings zuvor und erschießt sich – nicht ohne zuvor seine belebten Kasperlefiguren und einen alten ägyptischen Papyrus sorgfältig verborgen zu haben.

Sprung in die Gegenwart.

Im inzwischen geschlossenen Hotel treffen einige übersinnliche Nasen ein, deren ehemaliger Kumpan Neil Gallagher gerade Selbstmord begangen hat. Gallagher schien zu Lebzeiten ein betrügerischer Schmierlappen erster Güte gewesen zu sein. Allerdings ein Schmierlappen, dem es offenkundig gelang, sich das Hotel unter den Nagel zu reißen und dort die Hinterlassenschaften Toulons zu entdecken, als da wären:

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  • „Tunneler“, der kleine Clown mit dem Drillbohrer auf dem Kopf
  • „Pinhead“; allerdings nicht der mit den Nägeln im Gesicht, das ist schon wieder ein anderer Film, sondern ein Übermacho mit kleinem Kopf und riesigen Händen.
  • „Jester“ mit seiner verdrehbaren Visage
  • „Leech Woman“, die entzückende, Blutegel hervorwürgende schwarzhaarige Dame, und
  • „Blade“ (Wesley Snipes); Quatsch, gemeint ist ein herrlich fieser kleiner Totenkopf-Hampelmann, für den angeblich Klaus Kinski Pate gestanden hat, und der anstelle von Händen mit einer Klinge und einem Piraten-Enterhaken versehen wurde.

Dieses eher putzige als furchteinflößende Team, das in Anbetracht der Entstehungszeit des Films hervorragend animiert wurde, mag (wie es sich für Gruselfilme gehört) natürlich keine im Overlook-Hotel herumlungernden Spiritisten und schnetzelt sich daher schon bald durch die Besetzung…

Und jetzt ein wenig ernsthafter:

puppetmaster01„Puppetmaster“ ist ein kleines Meisterwerk aus der unermüdlichen Fließbandproduktion von Charles Band, ein Film über Animation, über menschliche Puppen und puppenhafte Menschen. Dies macht Regisseur David Schmoeller anhand zweier gegenläufiger Entwicklungen deutlich: einerseits ist da Gallaghan, der titelgebende „Puppetmaster“, dessen Wille zu Macht und Herrschaft an die Verdinglichung der lebenden Umwelt geknüpft ist. Bereits seine Frau Megan war in seinen Händen gewissermaßen eine Puppe, ein Mittel zum Zweck, durch das er in den Besitz des Hotels gelangen konnte. Auf der Suche nach Unsterblichkeit verwandelte er sich letztlich sogar selbst in eine Art lebenden Leichnam und sein Endziel ist nichts anderes als die Unterwerfung und Versklavung jener, die seinen kleinen Handlangern zum Opfer fallen (weshalb es nur folgerichtig ist, dass in späteren Sequels der Nationalsozialismus verwurstet wurde).

Auf der anderen Seite hingegen steht der Gegenentwurf vom Aufstand der Dinge, die Revision der sich seit Dr. Frankenstein durch die Phantastik ziehenden Utopien vom künstlichen Menschen. Denn selbstverständlich wollen sich Pinocchio & Co. mit ihrer Rolle als nützliche Idioten nicht auf Dauer zufriedengeben, ebenso wie Megan am Ende erkennen muss, dass sie nur benutzt wurde.

puppetmaster08Passend zum Leitmotiv der nicht so recht unter Kontrolle zu behaltenden Schöpfung setzt Schmoeller neben einigen Gewaltspitzen auch stark auf den erotischen Aspekt der Zeugung. Zwei der Parapsychologen haben sogar im Grunde genommen nichts anderes im Kopf; in einer kurzen Labor-Sequenz dringen sie in „die geheimsten erotischen Phantasien“ einer Testperson vor, das weibliche Medium kann durch Berührungen der Möbel feststellen, in welchem Bett Clark Gable und Carole Lombard alles Mögliche getan haben außer zu schlafen, schließlich halluziniert sie in einem Flashback sogar von einer Vergewaltigung (der schänderische Drecksack war selbstverständlich Gallaghan). Das gemeinsame Liebesspiel hingegen wird zum für Horrorfilme typischen „coitus interruptus“ mit ebenfalls deutlich sexuellen Konnotationen – um die Frau kümmert sich der Tunneler und der ans Bett gefesselte Mann darf Bekanntschaft mit Mrs. Leech machen (eine interessante Kombination des Vampirmotivs mit der Panik vor der phallischen Frau).

Für amerikanische Verhältnisse schien dies allerdings ein wenig zu freizügig gewesen zu sein, weshalb für ein R-rating insbesondere die Sexszene gekürzt wurde. In Deutschland hingegen gab es schon immer die Unrated-Fassung, die allerdings bald auf dem Index landete.

puppetmaster07Dabei wirkt „Puppetmaster“, obwohl der Film ausschließlich für den Videomarkt gedreht wurde, allerdings in keiner Sekunde unprofessionell oder gar schlampig. Insbesondere in die Gestaltung der bösartigen Holzköppe ist erstaunlich viel Kreativität geflossen, so dass es beinahe ein wenig schade ist, dass sie relativ wenig Screentime spendiert bekommen (mehr hätte das Budget wohl nicht hergegeben). Ein weiterer Pluspunkt ist natürlich auch das verlassene Hotel als Location, das in Kombination mit dem überschaubaren Ensemble und der eher gemächlichen Inszenierung Erinnerungen an „The Haunting“ von Robert Wise wachwerden lässt. In Summe ein launiges kleines B-Movie, das sich selbst nicht ganz ernst nimmt ohne zum Klamauk zu verkommen, das bis heute ganze elf Fortsetzungen nach sich zog und das obendrein dank Listenstreichung auch wieder frei im Handel erhältlich ist (einziger Wehrmutstropfen: von der Unrated-Fassung existiert kein HD-Master, so dass man mit der R-rated auf Bluray vorlieb nehmen oder zur ungekürzten DVD greifen muss).

 

Alexander Jäger


 

 

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Pánico en el Transiberiano, The Possessor, Terreur dans le Shanghai-Express

(GB / Spanien 1973)

 
Regie: Eugenio Martin

Drehbuch: Arnaud d'Usseau, Julian Zimet

Darsteller: Christopher Lee, Peter Cushing, Alberto de Mendoza, Julio Pena, Telly Savalas

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Ein klassischer Science Fiction-Roman
und was er uns heute noch zu sagen hat

 

Autor: John Brunner

Erscheinungsjahr: GB 1972 / Deutschland 1978 / Neuübersetzung 1997

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(Deutschland 1974)

Regie: Heinz Schirk

Drehbuch: Karlhans Reuss, Derrick Sherwin

Produktion: Saarländischer Rundfunk

Darsteller: Dieter Hallervorden, Arno Assmann
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(USA 2017)

Regie: Marc Meyers

Drehbuch: Marc Meyers, John Backderf

Vorlage (Graphic-Novel): John Backderf

Darsteller: Ross Lynch, Alex Wolff, Anne Heche, Dallas Roberts

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Jetzt auf Stippvisite in Deutschland

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( United States / Germany / Canada 2005)

Regie: David Cronenberg
Darsteller: Viggo Mortensen, Maria Bello, Ed Harris, William Hurt, Ashton Holmes

 

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Das Haus der lebenden Leichen / El maniático / Pyromaniac / Op de Drempel van de Gruwel

(USA 1979)

Regie: Joseph Ellison

Darsteller: Dan Grimaldi, Charles Bonet, Bill Ricci, Robert Carnegie

Kamera: Oliver Wood

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Dracula - Eine Love Story / Dracula '79

(UK/USA 1979)

Regie: John Badham

Drehbuch: W.D. Richter, Hamilton Deane, John L. Balderston

Musik: John Williams

Darsteller: Frank Langella, Laurence Olivier, Donald Pleasence

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AMquer

(Italien 2018)

Regie: Daniele Misischia, Davide Pesca, Francesco Longo u.a.

Darsteller: verschiedene unbekannte Talente

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satanquerSatanic Halloween / Halloween killer

(USA 2005)


Regie/Drehbuch:
 Jeff Lieberman

Darsteller: Alexander Brickel,  Amanda Plummer, Katheryn Winnick

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Die Brut, Chromosoma 3, La clinique de la terreur, Los engrendos del diablo

(Canada 1979)

Regie/Buch: David Cronenberg

Musik: Howard Shore

Darsteller: Art Hindle, Oliver Reed, Samantha Eggar, Nicholas Campbell

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Limited Netflix-Series – 10 Episodes – ca. 360 Minuten

(USA 2018)

Regie: Cary Joji Fukunaga

Drehbuch: Patrick Somerville, Cary Joji Fukunaga u.a.

Musik: Dan Romer

Darsteller: Jonah Hill, Emma Stone, Sally Field, Julia Garner, Gabriel Byrne


Jetzt auf Netflix

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The ballad of skinless Pete

(USA 2013)

Regie, Schnitt, Musik, Makeup: Dustin Mills

Buch: Dustin Mills, Brandon Salkil

Darsteller: Brandon Salkil, Erin R. Ryan, Dave Parker, Allison Egan
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Eine dunkle Begierde / The Talking Cure

(UK/Canada/USA/Schweiz/Deutschland 2011)

Regie: David Cronenberg

Drehbuch: Christopher Hampton, John Kerr

Musik: Howard Shore

Darsteller: Keira Knightley, Viggo Mortensen, Michael Fassbender, Vincent Cassel, Sarah Gadon

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Dracula jagt Mini-Mädchen / Vampyren jager hotpants / Dracula '73 / Dracula '72 / Draculas Bloodstory

(UK 1972)

Regie: Alan Gibson

Musik: Michael (Mike) Vickers

Darsteller: Christopher Lee, Peter Cushing, Stephanie Beacham, Christopher Neame, Caroline Munro

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Die Folterkammer des Hexenjägers / Schloss des Grauens / The Case of Charles Dexter Ward

(USA 1963)

Regie: Roger Corman

Drehbuch: Charles Beaumont

Musik: Ronald Stein

Darsteller: Vincent Price, Debra Paget, Lon Chaney Jr.

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Crash / Karambol

(Canada / UK 1996)


Regie: David Cronenberg
Musik: Howard Shore
Darsteller: James Spader, Holly Hunter, Elias Koteas, Deborah Kara Unger

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Tödliche Versprechen - Eastern Promises / Senhores do Crime

(Canada / USA / UK 2007)

Regie: David Cronenberg

Drehbuch: Steven Knight

Musik: Howard Shore

Darsteller: Naomi Watts, Viggo Mortensen, Vincent Cassel, Armin Mueller-Stahl

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Das Grauen auf Schloss Witley / Colour Out of Space / Bootschapper van de duivel

(USA/GB 1965)

 

Regie: Daniel Haller

Vorlage: H.P. Lovecraft

Darsteller: Boris Karloff, Nick Adams, Freda Jackson, Patrick Magee

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Stereo (Tile 3B of a CAEE Educational Mosaic)

(Canada 1969)

Regie: David Cronenberg

Darsteller:

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Nachts, wenn die Leichen schreien / Nachts, wenn die Zombies schreien / Fluch der Dämonen / Hell Rain

(USA / Mexico 1975)

Regie: Robert Fuest

Special-FX: Federico Farfán, Thomas L. Fisher

Darsteller: Ernest Borgnine, Eddie Albert, Ida Lupino, William Shatner,
Tom Skerritt, Joan Prather, John Travolta

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posterquer(USA/Kanada 1991)


Regie: David Cronenberg

Vorlage: William S. Burroughs

Drehbuch: David Cronenberg, Bill Strait

Darsteller: Peter Weller, Judy Davis, Ian Holm, Julian Sands

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Drei Engel auf der Todesinsel / Ninja Amazone

(USA 1984)

Regie/Buch: Jim Wynorski

Darsteller: Melanie Vincz, Raven De La Croix, Robert Tessier, Angus Scrimm, Bill Thornbury

Musik: Alan Howarth
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Rats – mörderische Brut / Killer Rats / Ratazanas

(USA 2003)

Regie: Tibor Takács

Buch: Jace Anderson, Boaz Davidson, Adam Gierasch

Darsteller: Sara Downing, Amy Parks, Sean Cullen, Ron Perlman

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Örümcek / Ankaboot / Pók

(Canada / UK / France 2002)

Regie: David Cronenberg

Buch/Vorlage: Patrick McGrath

Darsteller: Ralph Fiennes, Gabriel Byrne, Miranda Richardson, John Neville

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10.000 PS – Vollgasrausch im Grenzbereich, Amok stin asfalto, Detectives a 100 á hora

(Canada 1979)


Regie: David Cronenberg

Musik: Fred Mollin

Kamera: Mark Irwin

Schnitt: Ronald Sanders

Darsteller: William Smith, John Saxon, Nicholas Campbell

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