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In dieser Rubrik präsentiert uns Christian Jürs (cjuers@gmx.de) Kritiken vergessener Perlen der 80er Jahre.
Gutes, Schlechtes, Wildes und Absurdes - alles ist erlaubt - nur Langeweile nicht. 

NOTD04 Night of the Demons (1988)
 
Regie : Kevin Tenney
 

 

Aufmerksame Evil-Ed Leser (und das seid Ihr doch alle, oder?) werden sich jetzt wundern. Immerhin habe ich diesen Film bereits vor Monaten besprochen. Um genau zu sein, handelt es sich hier um mein erstes Review beim teuflischen Ede. Doch wie das nunmal so ist, gefiel mir der Text nach nochmaligem lesen heute nicht mehr. Also hab ich hier alles einmal gepimpt, denn mein erster Halloween-Tipp soll bereits beim lesen – und nicht erst beim glotzen – Spass machen.

Here we go again:

notd05Gleich zu Beginn sehen wir einen putzig animierten Vorspann, der uns mit der Lokalität des Filmes vertraut macht: Das Hull-House, in dem allerlei böse Geister zu hausen scheinen. Immerhin fliegen die lustigen Zeichentrickmonster fröhlich durchs Bild, begleitet von einem – zugegebenermaßen atmosphärischen – Billigsynthiesoundtrack. Das Ganze wirkt so harmlos, dass man sofort die lieben Kleinen mit vor die Glotze holen möchte. Doch vorsicht, die Psychiaterkosten könnten immens werden.

Denn zunächst sehen wir einen schreckhaften, verbitterten, alten Kauz mit einer Tüte voller Äpfel durch die Straßen ziehen. Dieser beschimpft die Teenager des Ortes als „Saubande“, die „bekommt, was sie verdient“. Hierbei scheint sein frisches Obst eine tragende Rolle zu spielen.

Doch kommen wir zur eigentlichen Handlung.

Die brave Judy, die uns untypischerweise trotzdem ihren recht beachtlichen Vorbau präsentiert, wird von ihrem Freund Jay überredet an einer ganz besonderen Halloweenparty teilzunehmen. Zusammen mit acht weiteren Teenagern findet eine ausschweifende Halloweenparty in oben bereits erwähntem Hull-House statt. Dieses stellt  ein leerstehendes Bestattungsinstitut dar, in dem es angeblich spuken soll. Der Grossteil der Gruppe stört sich daran jedoch nicht.

Zunächst aber lernen wir die Charaktere des heutigen Schlachtfestes kennen:

notd07Judy und Jay - Die Beiden erwähnte ich bereits, aber zur Erläuterung: Sie ist Jamie Lee Curtis mit Titten, er der schnöselige Freund, der eigentlich nur ficken im Sinn hat

Sal – Jays Nebenbuhler; kommt zunächst höchst eklig daher, wird aber, sobald Jay sich als Lustmolch outet ein wenig sympathischer

Stooge – sieht aus wie ein Schwein und benimmt sich auch so

Frannie – Quotenasiatin, die nur zum Titten zeigen und Bodycount erhöhen im Cast ist

Max – steigt mit Frannie in die Kiste, damit sie ihre Titten zeigen kann. Außerdem erhöht auch er den Bodycount

Helen – ebenso nur zu Bodycountzwecken dabei; hat in Deutschland verstörenderweise die Stimme von Bart Simpson (yep, Bart ist eine Frau)

Rodger – Quotenne….ääääähh….afrikanischer Ureinwohner, der bereits erfolgreich integriert wurde (ja, die schafften das! lol). Zudem noch streng gläubig und totunglücklich über eine Feier an so einem unchristlichen Ort….was will der da dann?

Angela (ich sag doch, die schaffen das!) – durchgeknallte Gruftibraut mit Hang zur Geisterbeschwörung…das kann nur gut gehen

Suzanne – Oh yeah Baby, hier kommt Linnea Quigley im rosa Prinzessinenkleidchen…und definitiv der heimliche Star des Films….

„Warum?“ fragt ihr euch?

notd03Nun ja, Linnea darf gleich bei ihrem ersten Auftritt ihren Schlübber in die Kamera halten. Bücklings nach vorn lenkt sie so die Hoschis in einem Drugstore ab, damit Angela den Alk für die Party klauen kann.

Teenies bekommen nunmal keinen Sprit.

Dabei hätten sie es viel einfacher haben können. Die gute Linnea war nämlich 1988 bereits 30 Jahre alt, hätte also nur den Perso zücken brauchen.

Aber dann wäre uns ihr Arsch mit Slip entgangen.

Was an dieser Szene allerdings mehr als eigenartig ist: Im Drugstore hört man die ganze Zeit als Soundkulisse die spektakuläre Sounduntermalung Pac-Mans auf dem Atari 2600. Warum fragt ihr? Woher soll ich das wissen?

Das Hull-House ist dann wunderschön. Es sieht aus wie gemalt.

HALT! STOP! – Das Hull House wurde tatsächlich nur ins Bild gepinselt.

Billig, aber wirklich, wirklich wunder-wunder-wunderschööön.

Die Party startet dann mit ner wilden Tanznummer zu irgendeinem Billig-Rocksong, von dem die Welt bis dato (und auch danach) nie gehört hat.

Doch wie beim ersten Sex ist bei den Batterien des Ghettoblasters viel zu früh der Saft raus.

Also hat Angela die rettende Partyidee : eine Seance

Selbstverständlich geht das gründlich schief. Die Körper von Angela und Suzanne dienen den Dämonen als Wirt und schon kann der Tanz der Dämonen / Teufel / … beginnen.

Nach und nach fallen die Teenies den Dämonen zum Opfer und kehren dann selbst als Monster zurück um Terror zu verbreiten...

Und ab hier wird der eigentlich billige Film (1,2 Mio Dollar Budget) zu einer echten Partygranate.

Denn die Effekte von Steve Johnson können sich sehen lassen.

Da werden Augen ausgedrückt (nicht in der alten deutschen Videofassung), Zungen abgebissen und Lippenstifte in Brustwarzen gedrückt…. ähhh…was?

notdo6Jawoll, die bereits besessene Linnea malt sich zunächst kreuz und quer über den (sehr ansprechenden) Körper und drückt sich dann den Lippenstift in die Brustwarze, bis er verschwindet.

Quigley und Johnson wurden übrigens nach den Dreharbeiten ein Paar. Ihre Brüste durfte er schliesslich schon anfassen (also präparieren).

Wie der ganze Reigen ausgeht, möchte ich hier nicht verraten.

Nur, dass der anfangs erwähnte alte Mann noch für einen blutigen Schlussgag gut ist.

Bis dahin gibt es aber einige wirklich gelungen gruselige Momente im alten, dunklen (und gemalten) Hull-House.

NOTD01Fazit:

Kevin S.Tenney, der Horrorfans bereits zwei Jahre zuvor mit dem B-Schocker „Witchboard – Die Hexenfalle“ beglückte, liefert hier einen kleinen, atmosphärischen B-Horrorfilm ab.

Hierbei klaut er die Grundidee ungeniert bei Sam Raimis Klassiker "The Evil Dead". Einen Bruce Campbell hat er allerdings leider nicht vor der Linse.

Dafür aber Linnea Quigley und bessere Effekte.

Das ist doch auch mal was. 

Hp News

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Night of the virgin (2016)
La noche del virgen

Spanien/Mexico

Regie: Roberto San Sebastián

Darsteller: Javier Bódalo, Miriam Martín,
Víctor Amilibia

 

"Night of the Virgin" hat sich auf den diesjährigen Fantasy-Filmfesten als einer der Publikumslieblinge entpuppt. Der mexikanisch-spanische Film entpuppt sich als eine rabenschwarze absurde Komödie mit Massen an diversen Körperflüssigkeiten. Solche Massen, dass vor den Vorstellungen sogar Kotztüten verteilt wurden.

Aber keine Angst, ganz so schlimm ist es dann doch nicht und der Film hat noch viel mehr als nur seinen Ekelfaktor zu bieten.

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zu alt

The Return of Dias Giftspritze
Teil 005

Zum Wochenende gibt es vom bösen Ede ein wenig Hass auf ein Genre, dass mittlerweile seine Wurzeln verleugnet. Wir versuchen zu ergründen, woran es liegt, dass alles, was derzeit als Actionkino angeboten wird bereits eine Stunde nach dem Kinobesuch vergessen ist, wohingegen wir Clint Eastwood immer noch mit
"Go ahead, make my Day" assoziieren.

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postereyes

Intellektuelle und ihr Publikum
Ein Rant von Bernd Breidendroich


 

Am Beispiel von Stanley Kubricks letztem Werk "Eyes wide shut" kotzt Bernd mal so richtig schön ab.

Nebenher bekommen auch Lynch, Cronenberg und Friedkin noch ihr Fett ab.

Auch so geht EVIL ED... :)

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riding

Riding the Bullet (2004)

Regie: Mick Garris

 

 

Der Name Stephen King ist schon lange kein absolutes Verkaufargument mehr. Speziell im Direkt-auf-Video-Markt muss man durch viel Müll waten um eine Perle zu finden.

„Riding the bullet“ war wieder mal eines dieser Experimente von Herrn King. Hatte er mit „The Green Mile“ einen Fortsetzungsroman in sechs Teilen in monatlichem Abstand auf den Markt geworfen – und nebenher bewiesen, das diese, seit Charles Dickens bewährte, Strategie immer noch aufging – so war „Bullet“ die erste Story, die exklusiv über das Internet vertrieben wurde.

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Maximum Overdrive (1986)

Regie, Drehbuch, Vorlage: Stephen King

Musik: AC/DC

Darsteller: Emilio EstevezPat HingleYeardley SmithStephen King

 

 

Was passiert, wenn der Meister selbst das Ruder in die Hand nimmt und eine seiner Kurzgeschichten so verfilmt, wie er sich eine King-Verfilmung wünscht, hat sich unser neuer Autor Kai Uwe mal angesehen.

Ohne zu viel vorweg zu nehmen, Stephen King ist hinter einer Tastatur besser aufgehoben, da hilft auch AC/DC nichts. :)

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A Monster calls (2016)
Sieben Minuten nach Mitternacht

Regie: J.A. Bayona

Buchvorlage/Drehbuch: Patrick Ness

Musik: Fernando Velázquez

Darsteller: Lewis MacDougallSigourney Weaver,
Felicity JonesLiam NeesonGeraldine Chaplin

ab 19.Oktober auf BluRay/DVD

 

Dieser Film stellt mich auf eine harte Probe, denn wie soll ich eine Kritik zu etwas schreiben, dass ich für den besten Film des letzten Jahres halte.

Also gebe ich Euch im folgenden Artikel nur ein paar (spoilerfreie) Fakten mit an die Hand und bitte Euch ganz einfach ins Kino zu gehen.

Ihr werdet es nicht bereuen. 

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cutposterCut shoot kill (2017)

Regie/Drehbuch: Michael Walker

Darsteller: Alexandra SochaAlex Hurt
Jay DevoreHenry ZebrowskiCatherine Curtin

 

 

Von Zeit zu Zeit gibt es Filme, deren Titel so absurd klingen, dass man einfach nicht an ihnen vorbei kommt. Als ich letzte Woche erstmals von „Cut shoot kill“ in einem Podcast gehört habe, war es klar, dass der Film her musste. Eine Art Meta-Slasher - das hörte sich genau nach EVIL ED-Futter an und das sich noch kein deutscher Verleiher darum bemüht hatte, beflügelte meine Lust auf den Film nur noch.

Das sind halt die Momente, in denen das Jagdgefühl der 80er Jahre plötzlich wieder da ist...

 

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königIn den nächsten drei Wochen werden wir uns intensiv (und auf EDdige Art) mit dem Horrorkönig aus Maine beschäftigen, dessen Name die Horrorliteratur und den Horrorfilm in den Mainstream gebracht hat.

Wir hoffen auf überraschende Leseerlebnisse für Euch... 

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IT (2017)

Regie: Andy Muschietti

Buch: Chase Palmer, Cary Fukunaga

Vorlage: Stephen King

Darsteller: , , ,

 

 

Natürlich kommen auch wir an ES nicht vorbei, selbst wenn das jetzt grammatikalisch nicht ganz richtig klingt.

Nic war für Euch schon Mal im Kino und hätte Ihre Kritik auch in nur einem Wort zusammenfassen können. Welches das ist erfhart ihr aber erst nach einem kühnen Klick auf "weiterlesen". :)

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SvsS

Nic kümmert sich in ihrer heutigen Analyse um die fiese Gewissensfrage, welche der beiden großen "Shining"-Verfilmungen denn nun wirklich die bessere ist.
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