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Teil 002

Kreative Differenzen

 

 

 

 

Ach EVIL ED – du alte rumpelige Kreativschmiede. Schon seit dem Start der Marke im Jahr 1986, wurden bei uns Autoren „er- und gefunden“ und „gemacht“. Auch reine Leser spürten den Kreativvirus und gaben sich der Metamorphose hin. Manche von ihnen sind heute noch im Schreibbereich tätig, manche entwickelten sich zu Filmemachern oder gingen zu TV oder Radio.

Die meisten alerdings waren einfach nur glücklich, das erste Horrorfanzine Deutschlands miterlebt und – teilweise – mitgestaltet zu haben und erzählen ihren Kindern und Enkeln am Lagerfeuer immer noch davon.

Der Name EVIL ED war zu dieser Zeit ein Synonym für die wahre „von Fans für Fans“-Kultur und dementsprechend waren bei uns inhaltlich auch nicht nur Pulitzerpreis-verdächtige Artikel zu finden, sondern auch der ein oder andere Ausrutscher.

Mit fünf Jahren Laufzeit auf einem zum Ende hin überfüllten Markt konnten wir uns länger behaupten als die meisten zeitgenössischen Fan-Magazine, mit 18 Nummern (inklusive einiger Doppelausgaben) hinterliessen wir ein Erbe, dass – zum größten Teil – auch heute noch lesbar ist.

EEM009 coverAuch spätere von mir geleitete Projekte (wie das leider bei der Jungfernfahrt gesunkene RAW DEAL oder ein Stadtmagazin, dass von jungen Bewohnern der Stadt gemacht wurde) litten unter meiner „Du kannst nicht schreiben? Ich werde dich dazu bringen“-Einstellung und als ich dann im Jahr 2010 mit „Tatortkino“ auch den Weg ins Internetz und Radio wagte, funktionierte auch dieses Projekt recht sauber, bis die fehlenden finanziellen Mittel mich zur Aufgabe zwangen.

Als ich Ende 2015, fast 30 Jahre nach der ersten Ausgabe des EDEs nun den Relaunch ins neue Jahrtausend plante, war es mir ebenfalls wichtig neues und frisches Blut zu integrieren. Ein reines Soloprojekt war mir einfach zu langweilig, eine weitere konzeptionslose Website erschien mir unnötig.

Das Grundgrüst von EVIL ED aber sollte erhalten bleiben, dass hiess: Kritiken zu außergewöhnlichen Genrefilmen (und hierbei ohne starre Grenzen, von reinem Horror, über saftigen Exploitationtrash  bis zum surrealen Experiment sollte alles möglich sein), vor allem aber persönlich gefärbte Artikel zu allen möglichen und unmöglichen Themen im phantastischen Bereich.

Du willst etwas über deinen Lieblingsregisseur schreiben, den niemand außer dir und den an der Produktion Beteiligten kennt? Her damit.

Du hast einen neuen Ansatz und Blickwinkel zum leidigen Thema Zensur (ja, das gab es 2015 noch!)? Schreib drauf los.

Die ersten 150 veröffentlichten Artikel stammten logischer Weise noch von mir selbst – und teilweise von anderen Projekten - aber schon recht schnell haten wir eine recht ansehnliche Anzahl mehr oder weniger guter und mehr oder weniger fleissiger Autoren zusammen.

Mittlerweile nähern wir uns der 750ten Veröffentlichung, also scheinen wir irgend etwas richtig zu machen und auch der Podcast erfreut sich recht großer Beliebheit und hat zwischen 1000 und 3000 Aufrufe.

dvdhaufenTrotzdem war ich in der letzten Zeit nicht so wirklich zufrieden, denn der EDE verwässerte mehr und mehr. Redakteure orderten bei den Verleihern ohne vorherige Absprache Pressekopien und –streams in unüberschaubarer Menge und sicherten Termine zu, die dafür sorgten, dass wir dazu gezwungen waren fast täglich ein Review zu einem aktuellen Titel zu posten, den – logischerweise – auch jedes andere Blog Deutschlands gleichzeitig besprach.

Ich hatte Angst, dass wir langsam aber sicher zu einem zweiten Klickbait.de (ups, ich meine natürlich Kino.de) werden, der EVIL ED Geist war nicht mehr spürbar, es fiel mir schwer in dieser Form komplett hinter dem Konzept zu stehen, zumal sich die DVD/BluRay-Kritiken auch mehr oder weniger ähnelten. Lange Inhaltsangabe, drei oder vier Sätze Kritik inklusive eines größtenteils erzwungenen Lachers und am Ende drei Zeilen Fazit.

Für wirklich EDdiges – wie zum Beispiel „Die Giftspritze“ – blieb da wenig Zeit, das xte Review zum akuellen PG13-Grusler rief auch bei Facebook nicht zu mehr Diskussionen auf, als schnell gepostete „Guck ich mir mal an“ oder „Wie ist denn der Film so?“-Nachrichten.

Der Ausseneindruck von EVIL ED wurde langsam aber sicher zu dem, einer weiteren Medienhuren-Website, auf der nur das besprochen wurde, was die Verleiher bemusterten oder für das es Einladungen zu Pressevorführungen gab.

Also stellte ich meine Autoren zur Rede und verlangte ab sofort mehr Transparenz. Ich wollt einfach wissen, was bestellt und was zugesagt wurde, damit ich eine vernünftige Planungsgrundlage hatte und – vor allem – wollte ich verhindern, dass bei uns Filme wie „Girls night out“ oder der tausendste 90er Jahre Thriller besprochen werden „mussten“. Es galt Platz zu schaffen für EDdiges Material, was in der Pipeline immer mehr nach hinten rutschte, eine Profillosigkeit musste verhindert werden.

Nach anfänglichem Verständnis führte das nun letztendlich dazu, dass sich zwei unserer Hauptautoren verabschiedet haben und ein neues eigenes Projekt – überraschender Weise inklusive eines Podcasts - starten werden. Ich wünsche ihnen dabei viel Glück, eine weitere profillose und gleichbesetzte Blog-Seite auf den Weg zu bringen.

EEMCover04Aber was heißt das jetzt für EVIL ED?

Nun, zuerst einmal werden alle Fäden wieder hier bei mir zusammen laufen und ich werde sie so schnell auch nicht wieder aus der Hand geben. Sicherlich wird es auch weiterhin noch Reviews zu aktuellen Veröffentlichungen geben, aber speziell in diesem Bereich wird nun erheblich besser gesiebt. Lieber zwei Kritiken zu einem kontroversen Film wie“Grace“ als eine weitere zu einem uninteressanten und qualvollen DtV-Schmonzes wie „Return of the Sleeping Beauty“.

So wird zum Beispiel am Donnerstag eine Kritik zum gerade „entbeschlagnahmten“ „Hexen – bis aufs Blut gequält" erscheinen, die den Film nicht nur einfach bespricht, sondern im Kontext der damaligen und der heutigen Zeit betrachtet.

Das ist halt EDdig und das soll wieder in den Vordergrund rücken. Unsere aktuelle Serie über die klassischen „Star Trek-Filme“ oder offensichtlich „Die Giftspritze“ sind meiner Meinung nach halt interessanter für unsere Leser und bieten auch Möglichkeiten genug sich darüber auszutauschen.

Zusätzlich ist nun auch Platz für Kritiken zu Büchern, Spielen, Comics und was Euch sonst noch so einfällt. Wie erwähnt EVIL ED ist nicht mein persönliches Wohnzimmer, sondern soll eine Tummelwiese für unsere Leser sein. Also liegt es in weiten Teilen an Euch, wie interessant und lesenswert diese Seite auch weiterhin ist.

Auch der Podcast wird weiter gehen. Anstatt wie bisher mit mir als Moderator und zwei Redakteuren, werden wir hier wieder auf das Anfangskonzept eingehen und versuchen pro Ausgabe einen interessanten Gast einzuladen. Ob wir den bisherigen Rhytmus beibehalten oder eher auf „kommt wenn fertig“ wechseln, wird sich zeigen. Auch hier seid ihr gefragt, eure Themen, eure Stimmen sollen den Äther füllen.

Was nicht passieren wird ist eine Solonummer von mir – das ist mir erheblich zu langweilig.

Ich hoffe hiermit dann alle eventuellen Unklarheiten und Gerüchte beseitigt zu haben und freue mich auf die weitere Zeit mit dem EDdigsten EVIL ED aller Zeiten. 


dia

P.a.: Zum Runterkommen jetzt noch ein Bild von unserem Redaktionskater EDdie (ja, der heißt wirklich so!)

2017 07 29 16.50.43

 

 

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