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wrecker07

Wrecker (2015)




Regie: Michael Bafaro
Darsteller: Anna Hutchinson, Andrea Whitburn

Ab 5.Oktober auf DVD/BluRay

 

 

Die Freundinnen Emily (Anna Hutchinson) und Leslie (Andrea Whitburn) machen mit einem schicken roten Mustang einen Roadtrip durchs Nirgendwo. Während erstere fährt, gibt sich ihre wilde Kumpanin allerlei Genussmitteln hin und wirft ab und zu ein, dass Emily zu brav und zu sanft sei und unter der Knute ihres untreuen Freundes stehe. Da an einer Abzweigung ein Schild mit der Aufschrift Devil´s Pass in rostrot lockt, können die beiden Crazy-Bienen nicht anders, als hier abzubiegen. Bald treffen sie auf einen Abschleppwagen, den sie aus irgendeinem Grund bedrohlich finden. Ihr Gefühl soll sie nicht täuschen und es entwickelt sich eine tiefe Animosität zwischen den Mädchen und dem Fahrer des klapprigen Ungetüms – eine Chance für Emily, in einer Auseinandersetzung auf Leben und Tod härter zu werden?

wrecker01Wrecker beginnt mit einem Prolog, der bezeichnend für den ganzen Film ist. Ein unseren Heldinnen vorausgegangenes Ehepaar ist in der Wüste gestrandet. Die überschminkte Frau wartet im Auto und nölt ihrem Mann dann und wann etwas zu, auf dass er den Motorschaden bald beheben möge. Der schaut etwas trüb nach links und rechts und fragt: „Wie hat der Tankwart die Straße noch einmal genannt?“. Seine Frau erwidert: „Die Straße des Teufels!“. Schnitt in die Egoperspektive. Wieder schaut der Mann nach links und rechts und wir sehen die Straße, unterlegt mit einem drohenden Grollen. Schnitt auf das geschockte Gesicht des Mannes. Vor was sich der Mann erschrak, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Da ist nichts. Nach mehrmaligem Zurückspulen gab ich auf und mich dem hin, was da noch kommen sollte und das mich auf immer mit einer Aversion gegen Abschleppwagen zurückließ.

Bezeichnend ist das, weil in Wrecker eigentlich überhaupt nichts passiert (Spoileralarm: der erste Kill findet nach 56 Minuten im Off statt), weil die Charaktere durchweg unsympathisch sind und weil sie sich auf Grund des wahnsinnig langweiligen Scripts von Trivialem beeindrucken lassen. So stellt der Abschleppwagen ein Auto auf einer Brücke ab, die auf der Route der Mädchen liegt, um die beiden zu piesacken. Während man sich noch fragt, weshalb die Damen nicht einfach an dem Wagen vorbeifahren, eilt ein Mann zu Hilfe, der uns wissen lässt: „Das ist das Verrückteste, das ich je gesehen habe!“. Soso…

wrecker06Nun ist es durchaus möglich, einen relativ ereignislosen Film zu drehen, der gerade dadurch spannend ist – man denke etwa an Paranormal Activity. Dies, soviel sei verraten, ist Regisseur und Drehbuchautor Michael Bafaro nicht gelungen. Vielmehr bekommen wir endlose Fahrten präsentiert, die im Wechsel zwischen Außen- und Innenaufnahmen des Mustangs ermüden. Die einzig trashig-originelle Idee in Wrecker, ein umgedrehtes Kreuz in Kombination mit einem Pentagramm als Duftbaumersatz des Abschleppwagens, wird gefühlte 100 Mal als Schnittbild verwendet. Dazwischen gibt es noch zwei obligatorische, mit Country unterlegte Tankstellen- und Dinerszenen, in denen die Freundinnen auf Hinterwäldler treffen, die es eigentlich nicht böse meinen, aber mit der Arroganz der beiden aufgebrachten Schönheiten abgestraft werden – Tucker and Dale vs. Evil lassen grüßen.

wrecker03Die Protagonistinnen verhalten sich übrigens unsäglich dumm, scheinen alle 20 Minuten vergessen zu haben, dass der Abschleppwagen ihnen nicht wohl gesonnen ist („Der will uns umbringen!“, nachdem er zahlreiche Gelegenheiten hatte, zu beweisen, dass er genau das möchte), sind ungebrochen optimistisch auf der Suche nach einem Handynetz und merken nach gefühlten Stunden, dass ihr Mustang einem Abschleppwagen überlegen sein müsste, treten aber nur kurz aufs Gas. Irgendwie hat man fast das Gefühl, die beiden suchten die Nähe zur Gefahr, weshalb sie ihren Verfolger nicht einfach abhängen.

Erwartbar: Die Mädchen haben irgendwann eine Panne. Da es in der Natur eines Abschleppwagens liegt, abzuschleppen, taucht die böse Kiste sogleich auf und Emely und Leslie ergreifen die Flucht und fallen in einer Wiese so dermaßen hin, dass ein Schnitt ins Schwarze folgt. Als Emely aufwacht ist Leslie weg und die Besorgte macht sich auf die Suche nach ihrer Freundin. Wieder beobachten wir also den Mustang, wie er durch die Prärie peitscht, während Emely Dinge sagt wie „Ich muss jetzt das Richtige tun“ oder „Wage es nicht ihr etwas anzutun“.

wrecker05Schließlich findet sie den unsäglichen Wrecker und schreit ein paar Mal in seine Richtung „Geht es ihr gut? Ich will doch nur, dass es ihr gut geht. Das ist kein Spiel du Arschloch!“. Als keine Reaktion folgt, verliert sie das Interesse, steigt wieder ins Auto und fährt weg – wenigstens hat sie´s versucht! Darauf versteckt sich Emely am Straßenrand, während sie ihre erneute Netzsuche mit einem „Ich bleibe hier, bis es sicher ist, Hilfe zu holen“ kommentiert, wobei unklar bleibt, nach welchen Kriterien sie eine sichere Situation definiert und warum sie nicht einfach jetzt an eine rettende Tankstelle fährt.

Nun gut, mehr muss über das Drehbuch wohl nicht gesagt werden. Das Ganze gipfelt dann in einem lahmen Showdown, einem Twist, den man schon kilometerweit gegen den Wüstenwind gerochen hat und in der Entscheidung Emelys, doch ein wenig spielen zu wollen. Bis dahin hat jeder Zuschauer, der sich nicht durch einen ausgeprägten Hang zum Masochismus auszeichnet, längst das Interesse verloren und nur die wenigsten werden überhaupt erkannt haben, dass es sich bei dieser Frechheit von Film um ein Remake von Spielbergs Duell (1971) handeln soll.

wrecker02Wrecker ist wirklich niemandem zu empfehlen, nicht einmal Fans von Joyride (2001), Reeker (2005) oder auch Fluchtpunkt San Francisco (1971), die sich der Qualität ihrer Lieblingsfilme im besonders scharfen Kontrast mit einem ähnlich gelagerten aber durchweg miserablen Machwerk versichern wollen. Ich möchte es dem Film gleichtun und mit einem maßlos unoriginellen Ende schließen: Wrecker gehört auf den Schrottplatz der Filmgeschichte.

 

Christoph Laible

 

 

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Hp News

mutant06Mutant - das Grauen im All (1982)

Forbidden World

ab 24. November als Mediabook von ANOLIS

Teil 1 der Reihe „Phantastische Klassiker“

 

Regie: Allan Holzman

Drehbuch: Tim Curnen, Jim Wynorski

Make-Up-FX: John Carl Buechler

Darsteller: Jesse Vint, Dawn Dunlap, Linden Chiles, Michael Bowen

 

Zum Start ihrer neuen Mediabook-Reihe haut ANOLIS einen Klassiker raus, der mir das liebste ALIEN-Rip-of ist.

Eine detaillierte Liebeserklärung...

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bluThe Book of Henry (2017)


 

seit 21. September ungesehen im Kino
ab 25. Januar auf DVD/BluRay

Regie: Colin Trevorrow

Drehbuch: Gregg Hurwitz

Darsteller: Jaeden Lieberher, Jacob Tremblay, Naomi Watts, Dean Norris

 

Der Regisseur des - zur Zeit noch - erfolgreichsten Films aller Zeiten überrascht mit einem überragenden Drama mit leichten Fantasy-Anklängen und keiner will es sehen.

Was ist passiert?

Evil Ed geht der Sache auf den Grund...

 

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cover

Night of the virgin (2016)
La noche del virgen

Spanien/Mexico

Regie: Roberto San Sebastián

Darsteller: Javier Bódalo, Miriam Martín,
Víctor Amilibia

 

"Night of the Virgin" hat sich auf den diesjährigen Fantasy-Filmfesten als einer der Publikumslieblinge entpuppt. Der mexikanisch-spanische Film entpuppt sich als eine rabenschwarze absurde Komödie mit Massen an diversen Körperflüssigkeiten. Solche Massen, dass vor den Vorstellungen sogar Kotztüten verteilt wurden.

Aber keine Angst, ganz so schlimm ist es dann doch nicht und der Film hat noch viel mehr als nur seinen Ekelfaktor zu bieten.

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posterThe Harvest (2013)

Haus des Zorns

Regie: John McNaughton

Darsteller: Samantha Morton, Michael Shannon, Natasha Calis, Charlie Tahan

ab 23. November von Koch-Media auf DVD/BluRay

Nach mehr als 4 Jahren erscheint John McNaughtons aktuellstes Werk auch endlich hierzulande. Allerdings hat der Film, der mit dem seltsamen deutschen Titel "Haus des Zorns" in den Regalen landet, auch generell erst einmal zwei Jahre auf Eis gelegen, bis er auf Netflix USA seine Premiere feiern durfte.

Das soll aber nicht heißen, dass der Film schlecht ist - nur halt schwer vermarktbar.

Unsere Kritik sagt Euch warum...

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quer

Zum Release von "Haus des Zorns" verlosen wir in Zusammenarbeit mit Koch-Media jeweils eine DVD und eine BluRay dieses - noch unbekannten - Meisterwerks.

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querein Bernd Rant©
Einmal mehr präsentiert Euch Evil Ed einen etwas anderen Artikel. Keine Kritik, keine Analyse, sondern ein weiterer Bewusstseinsstrom. Ein reichlich bebildertes Leseerlebnis der besonderen Art...

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poster The X-Files (1998)
Videogame PS1

Regie: Greg Roach

Buch: Chris Carter, Richard Dowdy

Darsteller: David Duchovny, Jordan Lee Williams, Gillian Anderson, Mitch Pileggi

 

Mario, unser passend benamster Spieleexperte, hat für Euch die X-Akten geöffnet und sich in die Tiefen eines PS1 interactive Movie fallen lassen.

Ein ganz besonderes Leseabenteuer erwartet Euch...

 

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poster Happy Death Day (2017)

Ab 17. November im Kino

Regie: Christopher Landon

Drehbuch: Scott Lobdell

Musik: Bear McCreary

Darsteller: Jessica Rothe,
Israel Broussard, Ruby Modine

 

Der aktuelle Platz 1 in den US-Kino-Charts wird zur Zeit von diesem Mix aus Komödie und klassischem Slasher belegt, was wieder einmal zeigt, dass Genre-Produktionen gerade mal wieder sehr stark im Kommen sind.

Lohnt es sich also nächsten Donnerstag,
die 10 bis 15 € für einen Kinobesuch hinzulegen?

 

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2017 11 07 08.31.12 GEWINNSPIEL
Night of the Virgin

Mit freundlicher Unterstützung von Pierrot le Fou verlosen wir zwei DVDs und eine BluRay von "Night of the Virgin", natürlich mit der dazugehörigen Kotztüte. Was Ihr dafür tun müsst steht im Artikel...

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poster MoH S01E04
Jenifer
 Regie: Dario Argento

Darsteller: ,

 

Es wird allgemein als Tatsache angesehen, dass Dario Argento mittlerweile sein "Mojo" verloren hat.

Unser Autor Trashbox versucht, das anhand dieser Folge unserer "Masters of Horror"-Retrospektive zu widerlegen. Denn dadurch, dass die Regisseure bei dieser TV-Serie komplett freie Hand und totale kreative Kontrolle hatten, haben wir hier die vielleicht ehrlichsten ihrer Werke vorliegen.

Erwartet also keine Kritik mit abschließendem Fazit - aber das müsstet ihr ja mittlerweile wissen. :)

 

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