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blair03 Blair Witch (2016)

Blair Witch

 

Regie: Adam Wingard

Darsteller: Callie Hernandez,
James Allen McCuneValorie Curry

 

 

Ab 09.Februar 2017 auf Blu-Ray und DVD

 

1999 war das Geburtsjahr des Found Footage Genres. Ja, ja, es gab neunzehn Jahre zuvor schon diesen einen legendären Kannibalenschocker. Doch erst Blair Witch Project entpuppte sich als Phänomen, welches den Mainstream-Horror bis heute verändern sollte.

Und so spülte die Geschichte um Filmstudentin Heather und ihre beiden Kollegen, die beim Versuch das Geheimnis um die Hexe von Blair in den Wäldern von Maryland zu erkunden, spurlos verschwanden, ganze 140 Millionen Dollar an die Küste der US-Kinokassen. Und das bei gerade einmal 60.000 Dollar Budget.

Seither gibt es alle paar Wochen einen neuen Wackelkamerafilm. Mal im Kampf gegen Zombies, dann gegen Außerirdische oder einfach, weil jemand eine Party bei Facebook anpreist.

Nachdem das rasch produzierte (und durch Nachdrehs versaute) Sequel bei den Fans eher bescheiden ankam, wurde es ruhig um die Hexe von Blair.

Doch letztes Jahr kam dann überraschend der dritte Teil ins Kino.

blair02Überraschend vor allem, da der Dreh unter dem Titel „The Woods“ stattfand und erst mit der Präsentation des ersten Trailers die Bombe zum Platzen gebracht wurde.

An der Story hat sich in siebzehn Jahren nicht viel geändert.

Junge Leute gehen in den Wald und wollen das Rätsel um die Hexe von Blocksberg lösen (oder doch von Blair?). Angeführt werden sie diesmal nicht von Heather, sondern ihrem jüngeren Bruder James (James Allen McCune). Dieser ist, nachdem er einen Videofetzen der Urspungscrew auf Youtube entdeckt hat, überzeugt, dass seine Schwester noch irgendwo da draußen herumgeistert. Zusammen mit drei Freunden und den zwei jungen Leuten, die das Material im Wald gefunden haben, begibt er sich auf die verzweifelte Suche…

Was nun folgt, ist eine modernisierte Variante des Kultfilmes von einst mit geringfügigen Änderungen.

So wurde aus Schwarzweiß-Material dieses mal Farbe. Wohl auch, um die neue Generation von Kinogängern nicht zu verschrecken („Ihhh…der ist ja schwarz-weiß. Voll uncool.“). Die Anzahl der potentiellen Opfer wurde verdoppelt und die Technik der Jungs und Mädels ist mit Ohrkameras und Kameradrohne auf dem neuesten Stand.

Doch vorab müssen wir den jungen Leuten beim Party machen zuschauen. Das ist recht überflüssig und darf getrost als Füllmaterial abgestempelt werden.

blair05Bereits hier beginnt der erste Charakter, nämlich Peter ( Brandon Scott), einem gehörig auf den Sack zu gehen. Selten habe ich mir einen baldigen Leinwandtod so sehr herbeigesehnt wie bei dieser pseudolustigen Kackbratze. Aber eigentlich musste ich mir dahingehend ja keine Sorgen machen, denn Peter ist von recht dunkler Pigmentierung, was im Horrorfilm gleichbedeutend mit einem baldigen Ableben ist.

Im Wald angekommen verfolgt der Film dann die gewohnten Pfade. Zunächst ist alles in bester Ordnung. Doch mit Einbruch der Nacht beginnt der Schrecken in Form von unheimlichen Geräuschen.

Das ist alles hübsch atmosphärisch und mag beim Teeniepublikum gut ankommen. Kenner des Originals werden jedoch allenfalls müde lächeln. Und das Déjà Vu will nicht verschwinden. Morgens finden die Camper die bekannten Holzgebilde, die schon damals vor den Zelten lagen.

Was hier personalbedingt natürlich fixer voran geht, ist das Hinraffen der sogenannten Teenager (die allesamt bereits an der Dreißig kratzen). Und beim über den Jordan gehen ist dieser Film weit kreativer und zeigefreudiger als das Original. Sowas mag für den Einen natürlich unterhaltsamer sein, auf mich wirkte das bloße Verschwinden der Protagonisten im Vorgänger allerdings wesentlich unheimlicher.

 

ACHTUNG – AB HIER WIRDS SPOILERLASTIG.
WER ALSO NICHT ZUVIEL ERFAHREN MÖCHTE, AB ZUM FAZIT

 

blair01Recht originell ist zumindest der Handlungsstrang, in dem sich eine Person die Fußsohle in Fluss aus Versehen aufschlitzt. Nicht nur, dass das Schicksal dieses Charakters dank seines Handicaps besiegelt ist („Geht ohne mich weiter. Was zählt ist die Mission.“). Nein, plötzlich beginnen merkwürdige Knackgeräusche aus der Fußgegend des (oder der) Verwundeten die Anwesenden zu beunruhigen. Diese sind wirklich eklig anzuhören und erinnern an die Zeit, als Steven Seagal noch als Knochenbrecher vom Dienst unterwegs war. Leider mündet diese Geschichte in der Entfernung eines schlecht getricksten CGI-Wurms aus dem Körper des (der?) Verletzten. Nicht nur, dass der Effekt mies aussieht und das Found-Footage-Gefühl zunichte macht, die Szene ist außerdem absolut pointless, da Wurmi einfach verschwindet...auf nimmer wiedersehen. Viel schlimmer noch: Besagte Person geht danach einfach weiter.

Doch viel größere Probleme hatte ich mit der Charakterzeichnung der Protagonisten. Kaum jemand wirkt sympathisch. Neben dem bereits erwähnten Kanonenfutter Peter, sind auch James und der Rest der Bande dem Zuschauer gelinde gesagt scheißegal. Auch Hauptkamerakind Lisa ( Callie Hernandez), die nebenbei als Freundin von James fungiert, konnte nur wenige Sympathiepunkte bei mir erhaschen.

Einzig Talia (Valorie Curry), eine der beiden Youtube-Hochlader, entwickelt Zuneigung beim Zuschauer. Doch ihre Screentime ist begrenzt, was ich persönlich sehr schade fand.

Wie im Originalfilm, so finden auch James und seine Crew das Haus im Wald. Wie auch im Original endet der Film dort. Allerdings, soviel sei verraten, gibt es hier quasi ein extended Finale, das weniger Fragezeichen in den Raum schmeißt und durchaus spannend geraten ist. Doch gerade die ungeklärten Fragen des Originals boten Stoff zur Diskussion. Hier muss jeder für sich entscheiden, was ihm besser gefällt.

blair04Die Veröffentlichung von Studiocanal ist allerdings über jeden Zweifel erhaben. Bezüglich der Qualität lässt sich bei einem Found Footage Film natürlich kein eindeutiges Urteil fällen, in punkto Bonus gibt’s aber mit Featurettes, Making-Of, Trailer und Audiokommentar keine offenen Wünsche.

Und wer den direkten Vergleich wagen möchte, für den gibt es das praktische Double Feature mit dem Originalfilm im Schlepptau. Das Sequel aus dem Jahr 2000 bleibt allerdings auf der Strecke.

Fazit:

Blair Witch, the next Generation. Kenner des Originals werden wenig Neues entdecken. Der Film ist auf ein junges Publikum zugeschnitten, welches nicht unbedingt mit Teil 1 vertraut ist. Empfehlenswert ist das Double Feature zum Direktvergleich.

Chrischi

 

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Hp News

editor posterThe Editor (2014)

 

Regie: Adam Brooks,
Matthew Kennedy

Musik: u.a. Claudio Simonetti

Darsteller: Paz de la Huerta,
Adam BrooksUdo Kier,
Laurence R. Harvey

 

ab 23. 06. als Teil 9 der "Uncut"-Reihe von Pierrot le Fou 

 

Ja, das ist alles was an Geschichte in dieser Giallo-Parodie zu finden ist, aber mehr hatten die Originalfilme der 70er und 80er Jahre nun ehrlich gesagt auch nicht zu bieten. „The Editor“ ist überraschenderweise eine kanadische Produktion, die sich an einem Spagat zwischen nahezu Zucker Abrahams Zucker-mäßiger Parodie, liebevoller Hommage an Genre und Regisseure und ernsthaftem Splatterepos versucht. 

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Girl s Night Out Poster

Rough Night (2017)
Girls´Night Out


Regie: Lucia Aniello

Darsteller: Scarlett Johansson
Jillian BellKate McKinnon

Ab 29. Juni 2017 im Kino

 

Mit "Girls night out" kommt am Donnerstag ein Quasi-Remake von "Very Bad Things" in die Kinos, bei dem die Männerrollen durch Frauenrollen ersetzt wurden. Zusätzlich hat der Film auch noch Kate McKinnon in einer Hauptrolle.

 

Das KANN doch nur gut gehen. :)

 

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amadiener

Jean Rollin Collection No. 3

Les Démoniaques (1972)
Dienerinnen des Satans

Regie: Jean Rollin

Darsteller: Joëlle CoeurJohn Rico,
Lieva LonePatricia Hermenier

 

Heute kommen wir zu einem Film, der als Einstiegs-Rollin prädestiniert ist. 


Warum? Nun, weil er im Gegensatz zu einigen anderen Streifen vom französischen Tegisseur mit dem Blick fürs Schöne, tatsächlich eine „normale“ Handlung besitzt statt die Protagonisten einfach in bizarre Situationen zu werfen.

Auch wird beinahe unnatürlich viel gesprochen.

Der gute Herr ist sonst meist kein Mann vieler Worte.

 

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WTposter

Wrong Trail (2016)
Downhill

 

Regie: Patricio Valladares

Darsteller: Natalie Burn
Luke MassyBryce Draper

 

Ab 6. Juli auf DVD/BluRay



 

Beginnen wir direkt mit der größten Überraschung – wir haben es hier mit einem Horrorfilm aus Chile zu tun. Das wars dann auch schon mit den Überraschungen, denn ansonsten bewegt sich „Wrong Trail“ in den üblichen Bahnen.

„Wrong Trail“ ist nicht vieles, aber eines ganz sicher, nämlich in keinster Weise überraschend. 

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terr006

Terr-Ohr006

Tee-Kaa-Kaa-Gee

Release: 24.06.2017

 

Juhuu und Tatütata, TerrOhr Podcast ist wieder da! Lange habt ihr warten müssen. PC Crash, Datenverlust, Neuaufnahme. Die Tücken der Technik sind manchmal echte Schweinhunde. 

Apropos Hund… auf den Hund gekommen sind auch die Helden unserer heutigen Episode. Der hat zwar nur ein Auge, aber ein präpubertärer Hau drauf, ein vieräugiger Nerd, die wahrscheinlich dickste Praline der Welt und das immer süße „ich bin halt dabei“ Mädchen haben ihn trotzdem lieb.

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ZdW045

Sommer-Zocki der Woche 045

 Ferienzeit am Crystal Lake

Endlich Sommer.

Nach den langen, anstrengenden Wochen der Auer-Promotion hat sich Clemens einen erholsamen Urlaub redlich verdient.

Also haben wir ihm eine Hütte im Camp Blood organisiert.

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2D Guardians BD

Guardians (2017)
(Zashchitniki)

Regie: Sarik Andreasyan

Darsteller: Anton PampushnyyAlina Lanina,
Valeriya Shkirando

So manches mal denke ich mir: „Mensch, dieser Filmhört sich echt cool an“. Dann schaue ich einen Film und denke mir: „Ja, der sieht auch cool aus“.

Und dann wünsche ich mir taub zu sein.

So und nicht anders geht es mir bei Guardians. Warum das so ist, und warum ich mich gegen eine „klassische“ Review entschieden habe könnt ihr in den folgenden Zeilen lesen…

 

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creature promo

Eine kleine Geschichte des plastischen Film

Teil 2 – Eine neue Welt (die 50er Jahre)


Im zweiten Teil unserer kleinen 3D-Geschichte betrachten wir die große Welle der 50er Jahre.
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eidposterDer Eid (2016)

Eiðurinn

Regie/Drehbuch: Baltasar Kormákur

Darsteller: Hera HilmarBaltasar Kormákur,
Gísli Örn Garðarsson

 

Ab 23. Juni auf DVD/BluRay

 

Finnur (Baltasar Kormákur) ist ein überaus erfolgreicher Herzchirurg und glücklicher Familienvater. Einzig und alleine seine erwachsene Tochter Anna (Hera Hilmar) bereitet ihm Probleme, vermutet er doch richtig, dass es sich bei deren neuem Freund Ottar (Gísli Örn Garðarsson) um einen Kleinkriminellen und Drogendealer handelt. Als er bei seiner Intervention – gelinde gesagt - ein wenig übers Ziel hinausschiesst, legt er sich zugleich aber auch mit Ottars Bossen an, die wenig zimperlich sind, wenn es um ihr Geschäft geht.

Eiskalte isländische Thrillerspannung...

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campED

Evil Eds
Sommer-Special 2017 


Endlich ist der Sommer wieder da.

Und das bedeutet, dass ab sofort das Summer Camp Special 2017 eröffnet hat.

Wie bereits im letzten Jahr, werden wir uns auch im Sommer 2017 mit der kompletten Vernichtung von Teenagern und -innen beschäftigen und Euch - hoffentich - den ein oder anderen Geheimtipp mit auf den Weg geben.

 

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