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girl01The Girl with all the Gifts (2016)

 

Regie: Colm McCarthy

Drehbuch/Vorlage: Mike Carey

Darsteller: Sennia Nanua, Gemma Arterton,
Paddy Considine, Glenn Close

 

 

Ab 23. Juni auf DVD/BluRay

Eine düstere fensterlose Gefängniszelle. Insasse ist die etwa zehnjährige Melanie (Sennia Nanua), gekleidet in – nicht von ungefähr an Guantanamo erinnernde – rote Kleidung. Sie liest auf ihrem Bett und zählt langsam aufwärts.

Geräusche nähern sich ihrer Zelle – sie springt auf, enfernt zwei an die Wand geklebte Bilder, versteckt sie unter der Matratze und setzt sich in einen bereit stehenden Rollstuhl. Zwei Männer betreten die Zelle und während der eine das Mädchen mit der Waffe bedroht, fesselt der andere es, bis zur kompletten Bewegungsunfähigkeit, an den Rollstuhl.

girl06Melanie wird auf den Gang hinaus geschoben und trifft dort auf andere – genau so gut verpackte – Kinder. Die Gruppe wird in einen großen Raum gefahren, in netten Vierereihen aufgestellt und eine Lehrerin betrifft den Raum.

Schnell stellt man als Zuschauer nun fest, dass hier irgendetwas überhaupt nicht in Ordnung ist. Melanie und ihre gleichaltrigen Leidensgenossen sind von einem seltsamen Pilz befallen, der sie zu fleischfressenden Monstern macht, der einzige Schutz für „normale“ Menschen ist eine Art Creme, die nach dem Auftragen den eigenen Körpergeruch unterdrückt. Auch wenn sich die Kinder durchaus normal verhalten und äußerst lernbegierig sind, so stellen sie doch immer eine latente Gefahr dar, die man nicht unterschätzen darf.

Während alle Erwachsenen sich dessen bewusst sind und die Kinder dementsprechend recht gefühllos und kalt behandeln, scheint die Lehrerin Helen (Gemma Arterton) immer noch nicht recht daran glauben zu wollen. Speziell an Melanie hat sie einen Narren gefressen.

Gerade einmal 20 Minuten lang lässt „The Girl with all the gifts“ den Zuschauer im Ungewissen, dann öffnen sich die Tore des „Gefängnisses“, sein Blick auf die globale Größe der Katastrophe und die Büchse der Pandorra, auf die der Titel sich offensichtlich bezieht.

Das von hohen Zäunen umgebene Lager mit dem Hochsicherheitstrakt wird von den „Hungry“ genannten zombieähnlichen Wesen überrannt und nur Helen, Melanie, der Wissenschaftlerin Dr. Caldwell (Glenn Close) und einigen Soldaten unter der Leitung von Sergeant Parks (Paddy Considine) gelingt die Flucht in einem alten Army-Transporter.

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Jetzt müsste eigentlich der typische Zombiefilm beginnen, aber offensichtlich geht es Regisseur Colm McCarthy, der hier seinen Spielfilm-Erstling vorlegt und zuvor für nahezu jede relevante aktuelle britische TV-Serie (incl. „Doctor Who“ und „Sherlock“) gearbeitet hat, in seinem – in schmierigem Grün gefilmten – Werk um etwas mehr, als nur um die Zufriedenstellung der Gorehounds. Natürlich gibt es den ein oder anderen Kopfschuß zu bewundern (wobei hier auffällig ist, dass die Militärs endlich mal nicht herausfinden müssen, dass ein Kopfschuß eine logische Möglichkeit ist sich der beißwütigen Kranken zu entledigen) und auch die Hungries dürfen ihren Hunger ab und an stillen, aber der Kern des Filmes ist natürlich die Geschichte um den Pilz, der die Krankheit ausgelöst hat und der verzweifelte Versuch unserer „Helden“-gruppe in dieser dystopischen Welt zu überleben und sich einen Platz darin zu schaffen.

Das ist aus Sicht der Militärs natürlich nur mit Waffengewalt und dem Bau von festungsartigen Lebensbereichen möglich, wohingegen die Lehrerin immer noch die Hoffnung hat, dass der menschliche Part von Melanie den in ihr tobenden Kampf gewinnt. Melanie selbst scheint mehr und mehr die instinktgeprägte Hälfte ihrer Prsönlichkeit als gegeben zu akzeptieren. Letztlich ist da natürlich noch die Sicht der Wissenschaftlerin, die wir erstmals sehen, als sie ein offensichtlich tödliches Epxeriment an einem der Kinder durchführt. Es wäre natürlich einfach diese Figur als das absolut Böse darzustellen, aber das Drehbuch macht es dem Zuschauer auch in dieser Hinsicht nicht einfach. Speziell durch die Besetzung dieser Rolle mit Glenn Close, die wieder einmal mehr komplett in einem Charakter aufgeht, gelingt das Vorhaben selbst diese Figur als einen nachvollziehbaren und nicht überzeichneten Charakter darzustellen, dessen Handlungen und Gefühle man nachvollziehen kann, selbst wenn man nicht unbedingt mit ihr einer Meinung ist.

girl05Ein weiteres Highlight ist die Darstellung der „Zombies/Hungries“, die zwar anfangs noch wie die typischen 2000er Zombies, mit nahezu unglaublichen Sprintfähigkeiten erscheinen, deren Lebensweise und –Zyklus dem Zuschauer aber im Laufe des Filmes stückchenweise erklärt wird und die sich dadurch eher als eine Art natürliche Bedrohung darstellen.

Das Drehbuch und die Buchvorlage von „The Girl with all the gifts“ stammen vom englischen Autoren  Mike Carey (auch unter M.K.Carey bekannt), der vor allem als Comicautor bekannt ist. Auf äußerst geschickte und unangestrengt wirkende Art und Weise, gibt er dem Zuschauer/Leser über die gesamte Handlungs verteilt immer nur kleine Häppchen an Informationen, die ihn bis zum Ende mitfiebern lassen, macht aber nicht den Fehler das Gesamte wie ein konstruiertes Mystery wirken zu lassen, bei dem man als Zuschauer dasitzt und dem eigentlichen Geschehen schon weit vorraus ist. Die Geschichte entwickelt sich natürlich und in genau dem richtigen Tempo, da man als unbeteiligter Zuschauer eigentlich auch nie mehr weiss, als die handelnden Personen.

girl03Getragen wird der Film von zwei großartigen schauspielerischen Leistungen. Da ist zuerst einmal – und wenig überraschend – Glenn Close, die es schafft einem eigentlichen grundsätzlich hassenswerten Charakter auf eine Art Leben einzuhauchen, der es möglich macht, dass man auch seine Beweggründe verstehen kann. Wo diese Leistung ja in irgendeiner Art und Weise zu erwarten war, so ist es jedoch sehr überraschend der kleinen Sennia Nanua bei ihrem ersten Filmauftritt zuzusehen. Offensichtlich ist ihre Figur das Zentrum des Filmes und dementsprechend verlangt das Drehbuch auch eine große Menge von ihr. Sie meistert alle diese Hürden mit einer unglaublichen Natürlichkeit und spielt mit ihrer Leinwandpräsenz die meistern der anderen Schauspieler unangestrengt an die Wand.

Zusammenfassend ist „The Girl with all the gifts“ der erste Zombiefilm (auch wenn das „böse Wort“ vermieden wird) seit mehr als einem Jahrzehnt, der dem Genre mal wieder neue Impulse gibt und statt Blutmassen auf eine intelligent erzählte Geschichte und glaubhafte Figuren Wert legt. Dabei macht er aber nicht den Fehler wie der letztjährige „Maggie“, den eigentlichen Zombie-plot komplett außen vor zu lassen, sondern lässt ihn das Zentrum der Geschichte sein.

girl02Trotzdem ist der Film natürlich nicht perfekt. Dass er komplett in grünlich getintet ist nervt bereits nach einigen Minuten und bei den blutigen Szenen ist überdeutlich Kollege Computer im Einsatz, aber solche Probleme kann man dank einer spannend erzählten Geschichte und vieler überraschender Plot-Twists relativ schnell hintenan stellen.

Für alle, die die Hoffnung in die fleischfressenden Toten noch nicht aufgegeben haben, ist der Film wie eine Offenbarung.

dia

Solltet ihr jetzt noch nicht überzeugt sein, dann hilft Euch vielleicht Zocki weiter:

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Hp News

 dries

I Love Dries (2008)
Regie: Tom Six

 

Dass Tom Six auch vor seinem großen Erfolg mit "The human centipede" schon ein wenig anders war beweist "I love Dries" höchst eindrucksvoll.

Hier hat der Meister eine rabenschwarze, eklige und irgendwie auch schockierende Komödie hingelegt, in der der holländische 70er Jahre Schlagerstar Dries Roelvink sein Image gewaltig aufs Korn nimmt und die mit allen Klischees, die man über Hollänmder kennt trefflich spielt.

Leider ist das Werk bisher nur in in Holland erhältlich, aber das tut dem Spaß keinen Abbruch...

 

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poster

Star Trek – Re-Evaluation
Teil 06

Star Trek VI - The undiscovered country (1991)

Regie: Nicholas Meyer

Story: Leonard Nimoy

Darsteller: William Shatner, Leonard Nimoy,
DeForest Kelley, James Doohan, George Takei

David Warner, Christopher Plummer,
Kurtwood Smith, Michael Dorn

 

Nach dem ernüchternden Erfahrung, die Paramount mit dem letzten Star Trek-Film gemacht hatten, war es nicht gerade deren oberste Priorität, ein weiteres Werk um Kirk und Co. zu spinnen. Aber die Spin-Of Serie „Star Trek – the next Generation“ begann gerade damit das TV zu erobern und das 25-jährige Trek-Jubiläum stand zusätzlich im Jahr 1991 auch noch an.
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Forest of the DamnedForest of the damned (2005)

Regie: Johannes Roberts

Darsteller: Tom Savini,
Shaun Hutson, Daniel Maclagan

 zur Zeit für nich mal 6 € zu haben

 

"Das Schlachten im Walde" könnte man diese Scheibe untertiteln, aber dann würde man nur einen Aspekt abhandeln. 

„Ohne Zweifel der beste britische Horrorfilm seit Jahren“ wird auf dem Backcover eine mir unbekannte Gazette zitiert und da drängt sich dem erfahrenen Genrefan natürlich sofort der Vergleich mit anderen Inselfilmen auf. 

Naja - auf alle Fälle hat er Splatter und Titten, wem das reicht... 

 

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sorgenpacksorgenposterWhat we become (2016)
Sorgenfri

 

 

Regie/Buch:  Bo Mikkelsen

Darsteller: Mille DinesenMarie Hammer BodaTroels Lyby

 

Ab 18. November auf DVD/BluRay

Am 19.08.auf ZDF-Neo

 

Ohne jetzt zu viel zu spoilern – natürlich geht es in „What we become“ um eine Zombiekatastrophe, das Cover macht da ja auch keinen Hehl draus. Aber ebenso wie im vorigen Jahr „Maggie“ mit Arnold Schwarzenegger, bewegt sich auch hier die Handlung eher im dramatischen Bereich, hat aber – glücklicherweise – nicht diese komplett depressive Atmosphäre. Auch wenn es fast eine Stunde dauert, bis der Film die Kammerspielatmosphäre ablegt und der Zuschauer den ersten Zombie in Nahaufnahme zu Gesicht bekommt, so löst der Film ab diesem Punkt zumindest effektmässig sein FSK16-Versprechen zumindest noch ein und bietet die ein oder andere Splatterszene.

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handsposter01Hands of the Ripper (1971)
Hände voller Blut

Regie: Peter Sasdy

Drehbuch: Lewis Davidson

Darsteller:
Eric Porter, Angharad Rees, Jane Merrow, Keith Bell

Ich hab mal wieder einen Klassiker rausgekramt, der mich seit nun seit mehr als 40 Jahre begleitet.

Das ist mehr als nur ein schnödes Review. Lest mal rein...

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STvposter

Star Trek – Re-Evaluation
Teil 05

Star Trek V -
The final frontier (1989)

 

Regie: William Shatner  

Darsteller: William Shatner, Leonard Nimoy
DeForest Kelley, James Doohan, George Takei 

David Warner, Laurence Luckinbill

 

Na da ist er ja. Das scharze Schaf unter den Star Trek-Filmen – ein Film über den sich sogar Leute lustig machen, die in ihrer Freizeit in hellblauen Schlafanzuguniformen rumrennen. Das IMDB-Rating ist mit 5,4 weit entfernt von den anderen, bei den verfaulten Tomaten ist seine Beliebtheit mit, nicht mehr saftigen, 25 % noch offensichtlicher.
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UNDERDOG
White God/Underdog (2014)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
"Fehér isten" , so der Originaltitel dieser deutsch/ungarisch/schwedischen Co-Produktion, ist der Versuch von Regisseur und Drehbuchautor Kornél Mundruczó aus dem "Kunstfilmghetto" auszubrechen und vielleicht auch mal einen kommerziellen Erfolg zu haben.
 
Ein Film für Hundeliebhaber, allerdings sind auch teilweise besonders starke Nerven erforderlich um ihn zu ertragen. Das ist kein Disney. :)
 
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harry cover

EVIL ED spielt:
Dirty Harry (NES)

(aka Dirty Harry – The war against Drugs)
1990, Mindscape

 

 

Wer kennt und liebt ihn nicht, den ikonischen Copfilm von Don Siegel aus dem Jahr 1971? Clint Eastwood schaffte seinen Sprung aus dem Wilden Westen hinein in ein modernes und dynamisch gedrehtes San Francisco als Antiheld Harry Callahan.

Seine Magnum wurde sein Markenzeichen.

Ehrfürchtig blicken wir in den Lauf seiner Waffe, wenn er fragt „Do you feel lucky? Well, do you, punk?“ und seine buschigen grünen Augenbrauen passend zu den grünen Haaren uns beeindrucken, bevor er von klobigen Gegnern mit Netzen beworfen wird und orientierungslos durch eine Stadt läuft... so ist es zumindest, wenn man die Filmvorlage mit dem NES-Spiel aus dem Jahr 1990 vermischt. 

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bluClownTown (2016)

Regie: Tom Nagel

Ko-Produzent: Robert Kurtzman

Darsteller: Brian Nagel, Lauren Compton,
Andrew Staton, Katie Keene

Ab 3. Oktober auf DVD/BluRay

Zwei Twentysomething Pärchen auf dem Weg zu einem Country-Konzert werden, irgendwo im tiefsten Süden der USA, in eine unheimliche Kleinstadt gelockt, in der einige als Clowns geschminkte Psychopathen das Ruder übernommen haben und sich mit dem Abschlachten diverser Touristen beschäftigen.

ENDE

Na gut, ein bissken mehr hab ich noch zu sagen, also weiterclicken. :)

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coverKrieg im Weltenraum (1959)
Uchû daisensô

Regie: Ishirô Honda

Spezialeffekte: Eiji Tsuburaya

Musik: Akira Ifukube

Darsteller: Ryô IkebeKyôko Anzai

Ab 18. August als Nummer 8 der 
“Rache der Galerie des Grauens”
von Anolis


 

In „Krieg im Weltenraum“ geht es, was speziell in Bezug auf die sonstigen Betitelungen von TOHO-Filmen in Deutschland überraschend ist, um einen Krieg im Weltraum. Böse Ausserirdische vom Planeten Natal (hmmmh, ein Schelm wer hier an Geburt denkt) haben eine Basis auf dem Mond errichtet und starten von dort aus zerstörerische Angriffe auf die Erde.

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