FB fan

paypal

 Amazon.de Logo

Bewertung: 0 / 5

Star InactiveStar InactiveStar InactiveStar InactiveStar Inactive
 
claw03

Angriff der Riesenkralle (1957)
The giant claw

Regie: Fred F. Sears

Produzent: Sam Katzman

Spezialeffekte: Ralph Hammeras

Drehbuch: Samuel Newman

Darsteller:  Jeff Morrow,
Mara Corday, Morris Ankrum

 

Seit 13. April als Teil 7 der „Rache der Galerie des Grauens“
von ANOLIS auf dem Markt

 

Manche Filme muss man einfach lieb haben.

„The Giant Claw“ liebte ich bereits seit der Zeit, in der ich ihn nur von, in englischen Magazinen und Büchern abgedruckten, Bildern kannte. Im Zuge einer Art filmjournalistischer Selbstgeisselung las ich nämlich bevorzugt über Filme, die den deutschen Markt nicht – oder nur in Teilen – erreichten. Die komplette Kralle bekam ich dann irgendwann Mitte der 80er erstmals zu sehen, als eine von einem US-TV mit einer Pal-Kamera abgefilmte VHS-Kopie. Wer sich mit den technischen Begebenheiten nicht so auskennt, dem sei erklärt, dass sich bei dieser Art der „Schwarzkopie“ ein hellerer, ungefähr ein Bildviertel hoher, waagerechter Streifen immer schön von oben nach unten durchs Bild zieht, während die Helligkeit ohnehin sehr flackert. Es sind Erinnerungen wie diese, die einem zeigen, dass früher doch nicht alles besser war.

Aber ich schweife ab...

claw04Mit den so schick in deutsch betitelten „Angriff der Riesenkralle“ legt ANOLIS einen lang gesuchten Klassiker in das Osternest der Freunde der absonderlichen Unterhaltung. Es handelt sich hierbei in erster Linie mal um einen typischen Vertreter des 50er Jahre Monsterfilms. Der kernige Testpilot/Wissenschaftler Mitch, gespielt vom wieder einmal großartigen Jeff Morrow, sieht bei einem Testflug ein „schlachtschiffgroßes“ UFO, aber niemand schenkt ihm Glauben, da auf dem Radar nichts zu erkennen ist. Doch bald häufen sich seltsame Sichtungen und später gehen auch Flugzeuge verloren. Relativ schnell stellt es sich heraus, dass es sich bei dem UFO um einen Riesenvogel aus dem Weltall handelt. Mitch wissenschaftelt nun mit Hilfe der Mathematikerin/Love Interest Sally, Mara Corday in einer überraschend selbstbewussten Frauenrolle, eine Lösung zusammen, um den, von einem Antimaterieschutzschirm geschützten, Vogel mittels einer Art Higgs-Boson Teilchen verwundbar zu machen.

Offensichtlich ist das Drehbuch von Samuel Newman gespickt mit allen modernen Neuerungen, die die Wissenschaft damals auffahren konnte und selbst die Militärs kommen dieses Mal äußerst positiv weg und sind bereit mit den Zivilisten zusammen an einer Lösung zu arbeiten. Auch schauspielerisch gibt es kaum etwas zu bemäkeln. Unser Hauptdarstellerduo, beide ja damals schon fast Veteranen des phantastischen Filmes, ist sehr sympathisch, die Chemie zwischen ihnen stimmt und sie können auch wenn nötig richtig schön erschreckt gucken. Auch in den Nebenrollen finden sich bekannte Gesichter, wie zum Beispiel der ewige Militärbossdarsteller Morris Ankrum, der diesmal – wenig überraschend – einen General spielt.

claw05Wie man es von Columbias B-Film Schmied, dem Produzenten Sam Katzman gewohnt ist, ist der Film sehr unterhaltsam gestrickt und technisch ansehnlich. Leider hat man aus gründen der Kostenersparnis einige Abkürzungen genommen und so besteht ein großer Teil des Filmes tatsächlich aus Stock Footage anderer Katzman Produktionen wie zum Beispiel „Earth vs. the flying saucers“  oder „It came from beneath the sea“. Womit wir einen eleganten Schwenk in Richtung Spezialeffekte gemacht hätten, denn die beiden letztgenannten Filme sind ja nicht zu letzt wegen der Effekte von Ray Harryhausen im kollektiven Gedächtnis geblieben. Für Rays Stop Motion Meisterwerke war allerdings weder der finanzielle, noch der zeitliche Rahmen bei der Produktion von „The giant claw“ ausreichend. Trotzdem griff man zumindest für die Modellbauten und fotografischen Effekte auf einen echten Altmeister zurück und engagierte Ralph Hammeras, der bereits mit Willis H. O'Brien bei „The lost World“ von 1925 zusammen gearbeitet hatte. Dementsprechend bekommt man im letzten Drittel des Filmes doch einige sehr schöne Modellbauten zu sehen und auch einige der Flugzeugmodelle sind recht überzeugend.

claw01Sooooo – und jetzt kommen wir endlich zum Elefanten im Raum. Ich habe mein selbstgestecktes Ziel erreicht und 600 Worte über den Film verloren, ohne ES zu erwähnen. Natürlich ist es jedem, der diese Zeilen liest bewusst, dass „The giant claw“ weder wegen seiner tollen Story, noch wegen seiner guten Darsteller ein „Klassiker“ ist. Das Monster ist dann auch all das, was man aufgrund der Bilder erahnt hat und da, im Gegensatz zur letzten US-Version von Godzilla, in einer Katzman Produktion auch nicht „hide the monster“ gespielt wird, bekommen wir es nach 30 Minuten auch direkt mit allen Details präsentiert. In gefühlt stundenlangen Einstellungen dürfen wir nun der schlecht gebauten Marionette dabei zugucken, wie sie kreist, von links nach rechts durchs Bild gezogen wird mit offenem Maul und rollenden Augen Falschirmspringer verschluckt, oder wenig beweglich auf toll gemachten Hochhausmodellen sitzt. Dabei handelt es sich dann auch noch um eine der häßlichsten Marionetten aller Zeiten, deren Schnabel schwer an den Klappmund des „Urmel“ erinnert. Generell ist die Augsburger Puppenkiste in Sachen Realismus allerdings diesem klapperigen Vogel, trotz seiner absurden Punkfrisur, haushoch überlegen.  Sollte man dieses (oder besser die beiden unterschiedlich großen) Modell(e) mit einem Wort beschreiben, dann bliebe einem wohl nichts anderes übrig als SCHEISSE zu verwenden.

claw02Wie es dazu kommen konnte, dass so etwas auf die Leinwand gebannt werden durfte, darüber gibt es unterschiedliche Theorien, auf die in den beiden mitgelieferten Audiokommentaren genauestens eingegangen wird und die ich hier nicht weiter ausweiten werde. Ich tendiere aber eher zur anekdotischen Version von Dr.Rolf Giesen.

Auf alle Fälle ist der Riesenvogel dermaßen einzigartig, dass er leider von der sonst recht guten Qualität dieses B-SciFi-Movies ablenkt, bei dessen Produktion sicherlich, außer den mit den Spezialeffekten beauftragten mexikanischen Technikern, keiner so recht wusste, gegen was er dort anspielen musste.

claw06ANOLIS präsentiert den Film wieder in einer mehr als nur angebrachten Version. Die Bildqualität der BluRay ist überraschend gut, es lassen sich keinerlei Hinweis auf Überfilterung und künstliche Bearbeitung des Bildes erkennen. Und auch wenn Dr. Rolf Giesen in seiner Einleitung darauf hinweist, dass man die Fäden an Marionette und Flugzeugen NUR in dieser Fassung so deutlich sieht, wage ich ihm da zu widersprechen, denn selbst in den bisher verfügbaren Versionen auf Youtube und Co. erkennt man deutlich, woran die unbeschreiblichen Modelle befestigt sind und womit sie in Bewegung versetzt werden. Interessant ist vielleicht auch noch, das man bei der Bearbeitung darauf geachtet hat, die Fehler im Material der diversen Stock-Footage-Aufnahmen (und davon gibt es wie gesagt viele) nicht zu bearbeiten und so dem damaligen Filmerlebnis sicher näher kommt.

Der englische Ton ist erfreulich rauschfrei und klingt natürlich. Die deutsche Synchronisation stammt aus der in den 90ern erstellten RTL-Fassung und ist dementsprechend recht schwach auf der Brust und irgendwie „falsch“ klingend. Trotzdem muss man dem Sender immer noch dankbar sein, dass sie diese Perle damals endlich dem deutschen Zuschauer nahe gebracht haben.

Was die Extras betrifft befinden wir uns – wie immer in der „Galerie des Grauens“ – natürlich auf der Gewinnerseite. Neben der interessanten Super8-Fassung, in der zusätzlich zum Dialog und dem schon im Film vorhandenen Erzähler, erklärende Untertitel noch eine weitere Ebene hinzufügen, gibt es noch die amerikanische und spanische Titelsequenz und den US-Trailer. Natürlich sind wieder zwei Audiokommentare am Start. Wie üblich der vom Kurator der Reihe (und bisher einzigem EVIL ED Ehrenmitglied;) )Dr. Rolf Giesen, der diesmal von Uwe Sommerlad und Ivo Scheloske unterstützt wird. Die beiden kommen aber eher von einer Gästeposition aus zu Wort, da Dr. Giesen wieder einmal mit seinem grandiosen Filmwissen über die B-Movies der 50er und speziell die Situation eines Monsterkids zu dieser Zeit hier in Deutschland, glänzen kann. Speziell seine Ausführungen über Sam Katzman haben mich sehr fasziniert und dafür gesorgt, dass ich mein altes B-Movie Buch nochmals rausgekramt habe. Wie bei allen Giesen-Kommentaren habe ich ihn dann auch, sozusagen als Podcast, unterwegs auf dem Handy gehört.

Für den zweiten Kommentar trafen sich Ingo Strecker und Thomas Kerpen und dieses launige Gespräch ist wieder eher der Fan-Kommentar dieser Ausgabe, der sich auch näher am Film entlang bewegt und deshalb mit ihm zusammen genossen werden sollte. Ein prima Spaß, da die beiden auch ab und an mal ins Alberne verfallen.

clawgif

Ingo Strecker hat übrigens auch wieder das hinreißend illustrierte (ich liebe die nachcolorierten Aushangfotos) Booklet verfasst, das die Geschichte des Filmes noch einmal gut zusammenfasst.

Es ist ja eigentlich überflüssig, das zu erwähnen aber das Ding ist ein KAUFBEFEHL für jeden, der 50er Jahre Science Fiction etwas abgewinnen kann.

Schließen möchte ich noch mit einem Auszug aus dem Strecker/Kerpen Kommentar:

(sorry, ich weiss nicht wer von Euch das war)

 

„...sieht aus, als habe jemand in den 50ern eine Parodie auf Sci-Fi-Filme der 50er gemacht!“

 

dia 

  Unsere Podcasts:      
logo029

logo028neu

  
ofdb logo

    IMDb logo

Hp News

poster

Bride of Chucky (1998)
Chucky und seine Braut

Regie: Ronny Yu

Drehbuch: Don Mancini

Musik: Graeme Revell

Darsteller: Jennifer Tilly, Katherine Heigl,
Brad Dourif, John Ritter


5 Jahre sollte es bis zum nötigen Reboot der Chucky-Serie dauern. Glücklicher Weise beschloß man einen anderen Weg zu gehen und würzte das neuerliche Sequel mit einer Menge schwarzem und Nerd-Humor sowie einer Masse an Splatter.

Kai hat das Werk nochmal für Euch besucht...

Weiterlesen...

poster

 Mother (2017)

Regie/Buch: Darren Aronofsky

Kamera: Matthew Libatique

Darsteller: Jennifer Lawrence
Javier BardemEd Harris,
Michelle PfeifferDomhnall Gleeson  

 

 

Wenn man die Kritiken im Internet und auf Facebook und Co. liest, könnte man auf den Gedanken kommen, dass fast niemand MOTHER! wirklich verstanden hat. Unser Autor Trashbox spricht in seiner Analyse einige Punkte an, die die normale Kritik gerne übersieht, da dem 08/15-Schreiberling einfach die persönlichen Erfahrungswerte fehlen.

ACHTUNG:
Im Gegensatz zun unseren "normalen" Einträgen seid ihr diesmal NICHT vor Spoilern geschützt...

 

Weiterlesen...

logo036 gorekleinEEP 036

Des Königs neue Kleider

S03E01 Release: 15.10.2017

Nun ist vorbei mit der Ruhe. Eure Ohren sollen bluten.

EVIL ED ist zurück und es gibt einiges an Neuigkeiten zu vermelden.

Ansonsten kümmern wir uns intensiv um Stephen King, streifen an dem leider verstorbenen Tobe Hooper vorbei und haben zum Abschluß die wahrscheinlich traurigste Komödie aller Zeiten.

Weiterlesen...

Johnteaser

Portrait: John McNaughton
(*13.01.1950)


Mit "The Harvest", der im November auch auf deutsch unter dem Titel "Haus des Zorns" erscheinen wird, hat John McNaughton wieder bewiesen, dass er der wohl am meisten unterschätzte Horror-Regisseur, der 80er Jahre Generation ist.

Auch zwischen Henry (1986) und eben genanntem "The Harvest" (2013/15) gibt es noch einiges zu entdecken.

Ein kleines Portrait eines vergessenen Großen.

Weiterlesen...

MLposter

Most likely to die (2015)
Most likely to die

Regie: Anthony DiBlasi 

Darsteller: Chad AddisonTess Christiansen,
Perez Hilton, Jake Busey
A
ktuell auf NETFLIX


Wenn das Schlachtfest beginnt, hat man das Gefühl eine Zeitreise in die wilden 80er angetreten zu haben. Geschickt wird die Intensität der handgemachten Splattereffekte von Sequenz zu Sequenz gesteigert, während sich die Protagonisten durchweg dämlich verhalten und sich der Killer als der Teleportation fähig erweist.

Alles wie in der guten alten Zeit halt.

Weiterlesen...

poster

Blade Runner 2049 (2017)


Regie: Denis Villeneuve

Kamera: Roger Deakins

Musik: Hans Zimmer, Benjamin Wallfisch

Darsteller: Harrison Ford, Ryan Gosling,
Jared Leto, Ana de Armas

 

Da heute alle Horrorsites dem Datum geschuldet nur über Jason und Co., bzw. sonstige Slasher berichten werden, ist es klar, dass EVIL ED hier einen anderen Weg geht.

Christopher hat für Euch das Sequel des Jahres gesichtete und wird versuchen Euch mit seiner Kritik zu überzeugen, dass ihr die begrenzte Zeit, die dieses visuelle Meisterwerk noch läuft, nutzt, um ihn auf der großen Leinwand zu sehen.

Weiterlesen...

poster

Funhouse (1981)
Das Kabinett des Schreckens

Regie: Tobe Hooper

Drehbuch: Lawrence Block

Darsteller: Elizabeth Berridge,
Shawn CarsonHerb Robins

 


Die Arbeiten des kürzlich verstorbenen Tobe Hooper waren nicht immer unumstritten.

"Funhouse" war (noch vor Poltergeist) ein erster Versuch sich vom Bad Boy-Image zu lösen und etwas "mainstreamiger" zu werden. Trotzdem enthält der Film noch viele Elemente, wie man sie nur in einem Hooper Film findet.

 

Bernd hat die flotte Geisterbahn nochmals besucht...

Weiterlesen...

withposter

Within (2016)

aka Crawlspace

Regie: Phil Claydon

Drehbuch: Gary Dauberman

Darsteller: Michael VartanErin MoriartyNadine VelazquezJoBeth Williams

ab 12. Oktober auf DVD/BluRay

 

Spielberg City USA – eine junge Familie, bestehend aus Vater John (Michael Vartan), Mutter Melanie (Nadine Velazquez) und der 16-jährigen Hannah (Erin Moriarty), bezieht ihr neues Domizil in der „Evergreen Terrace“ oder „Two Pines“. Töchterlein verbüßt gerade noch einen vierwöchigen Hausarrest, da sie ihre heimliche Abschiedsparty in der alten Wohnung ein wenig übertrieben hat. Zumindest scheint der Hausfrieden ansonsten ganz in Ordnung zu sein, was man vom Frieden im neuen Haus nicht gerade sagen kann.

Weiterlesen...

poster

Child's play 3 (1991)
Chucky 3


Regie: Jack Bender

Drehbuch: Don Mancini

Darsteller: Justin Whalin,
Jeremy Sylvers, Brad Dourif


Bei seinem dritten Auftritt hatte Chucky schon einiges von seiner ursprünglichen Faszination verloren und so ent"puppt" sich der Film als eine nette Routineangelegenheit ohne bleibende Werte.

Frank hat für uns trotzdem nochmal einen Blick riskiert...

Weiterlesen...

nachposter

Der Nachtmahr (2015)

Regie: AKIZ (Achim Bornhak)

Drehbuch:  AKIZ

Darsteller: Carolyn GenzkowJulika Jenkins
Wilson Gonzalez OchsenknechtAlexander Scheer

Auf DVD/BluRay von Koch-Media

 

 Die 17-jährige Tina (Carolyn Genzkow)hat alles, was man sich als Teenager wünschen kann. Ihre schulischen Leistungen sind über dem Durchschnitt, ihr Freundeskreis groß und ihr Lebenstandard sehr hoch. 

Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb - bricht sie immer wieder aus und feiert mit ihren Freunden wilde Partys, bei denen Alkohol und Drogen in rauen Mengen konsumiert werden. So ist es eigentlich auch kaum überraschend, dass sie unter Alpträumen leidet. Alpträume, die scheinbar immer mehr in die reale Welt dringen und sich schließlich als ein gnomenhaftes Lebewesen manifestieren.

Weiterlesen...
JSN Mico template designed by JoomlaShine.com