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with02Within (2016)

aka Crawlspace

 

Regie: Phil Claydon

Drehbuch: Gary Dauberman

Darsteller: Michael Vartan, Erin Moriarty, Nadine Velazquez, JoBeth Williams

 

ab 12. Oktober auf DVD/BluRay

Spielberg City USA – eine junge Familie, bestehend aus Vater John (Michael Vartan), Mutter Melanie (Nadine Velazquez) und der 16-jährigen Hannah (Erin Moriarty), bezieht ihr neues Domizil in der „Evergreen Terrace“ oder „Two Pines“. Töchterlein verbüßt gerade noch einen vierwöchigen Hausarrest, da sie ihre heimliche Abschiedsparty in der alten Wohnung ein wenig übertrieben hat. Zumindest scheint der Hausfrieden ansonsten ganz in Ordnung zu sein, was man vom Frieden im Haus nicht gerade sagen kann.

with05Ehe man nun das Wort Poltergeist zu Ende gedacht hat, beginnt es auch schon dementsprechend zu spuken. Sind es erst nur ein paar selbstöffnende Türen und ein sich aus der Wand drückender Nagel, wird es schon etwas „creepy“ (Im Gedenken an das am 18.03.2017 verstorbene Zeichnergenie Berni(e) Wrightson) wenn etwas unsichtbares des Nachts Hannah die Decke wegzieht.  

Nun addieren wir dazu noch den seltsamen Schlüsseldienstmann aus der Nachbarschaft, der ungefähr so vertrauenserweckend ist wie Donald Trump neben dem roten Knopf. Ein Gerücht über eine Familie, die in gerade diesem Haus gemeuchelt wurde darf auch nicht fehlen und zack – jetzt taucht auch noch JoBeth Williams, die „Mutter aus Poltergeist“ auf.

with04So stellt man sich als Horrorfan auf einen netten PG13-Grusler ein und genau so sollte man den Film auch angehen. Spätestens ab der Filmmitte beginnt die Geschichte dann aber doch einige Wendungen zu nehmen, die man so unbedingt nicht erwartet hätte und der Film trifft dann doch einige entscheidende Ziele sehr genau. Die auf das Rating angepassten Schockeffekte sind geschickt eingesetzt, es gibt keine unlogischen Jump-Scares und an zwei Stellen wird es nahezu herpesfördernd eklig.

Regisseur Phil Claydon, den ich bisher nur von seinem Werk „Lesbian Vampire Killers“ (2009) kannte, verzichtet hier erstaunlicher Weise komplett auf Ironie und geht „Within“ ernsthaft an. Das ist schon eine sehr mutige Entscheidung wenn man die Absurdität der eigentlichen Grundgeschichte des Filmes (die ich, im Gegensatz zum US-Kinotitel, nicht verraten werde) bedenkt.

with03Auch das Schauspielensemble ist überzeugend genug, wobei hier natürlich ganz speziell Erin Moriarty herauszuheben ist, die mich bereits in „Blood Father“ (2016) als Tochter von Mel Gibson überrascht hat und auch hier wieder durch eine ganze Menge emotionaler Szenen arbeiten muss. Auf diese junge Dame sollte man ein Auge halten, momentan scheint sie sich laut IMDB in Richtung Arthouse/TV-Drama umzuorientieren, da darf man gespannt sein.

Ob der – mehr oder weniger – Cameo-Auftritt von JoBeth Williams nun wirklich nötig war stelle ich mal in Frage, sein einziger Sinn war es wohl, den Zuschauer auf eine weitere, der reichlich vorhandenen, falsche Fährte zu locken.

Optisch kommt „Within“ ebenfalls recht überzeugend daher. Mit geschickter Beleuchtung, dezenter Farbkorrektur und gekonntem Spiel mit Licht und Schatten erzeugt er lange Zeit ein schön altmodisches Gruselgefühl, ehe er dann zum Finale hin richtig schön klaustrophobisch düster wird.

Wie auch beim letztjährigen Überraschungsfilm „Dont breathe“ ist es am Besten keine Offenbarung zu erwarten.

with01

"Within“ ist in keinster Weise innovativ, er erfindet das Genre des „Gruselfilmes“ nicht neu, aber er verbindet klassische und neue Elemente geschickt genug um aus der Masse der PG13-Grusler herauszustechen.

Ein Film gemacht für den großen und dunklen Saal, der genügend Überraschungen und Wendungen bietet, dass man über gewisse Logiklöcher hinwegsehen kann und perfekt gesetzte Momente hat, die beim Publikum Reaktionen hervorrufen werden.

 

dia

 

 

 

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