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Cruise01

dreamquer 

Regie: Norio Tsuruta

Vorlage: Kôji Suzuki

Drehbuch: Naoya TakayamaNorio Tsuruta

FX: Makoto Morita

Darsteller: , ,

 

Cruise03

Normalerweise kommt das Beste ja immer zum Schluss. Im Falle der „Masters of Horror“-Reihe wurde darum wie bereits in Staffel 1 auch bei der 2. Staffel wieder ein Beitrag aus Japan als finale Episode ausgewählt. Doch wo Miikes „Imprint“ ein verstörender Höhepunkt der Serie war, schwächelt Norio Tsurutas lustige Bootsfahrt in „Dream Cruise“ leider merklich vor sich hin.

Dabei ist die Ausgangslage zunächst gar nicht so uninteressant: Eine Dreiecksbeziehung auf hoher See, bei der einer der Beteiligten wie seinerzeit Chief Brody panische Angst vor dem Wasser und der andere eine ordentliche Portion Dreck am Stecken hat, das Ganze auch noch basierend auf einer Story von Koji Suzuki[1] („Ringu“), weshalb der obligatorische japanische Langhaargeist nicht fehlen darf – da kann doch eigentlich nichts schiefgehen?

Und trotzdem tut es das – wenngleich man fairerweise anmerken muss, dass das nicht an Regiefehlern oder Schlamperei liegt. Inszenatorisch bietet die „Dream Cruise“ die bewährte Mischung aus der für J-Horror typischen kühl-distanzierten Optik, Jump-Scares und einigen Gewaltspitzen, das eigentliche Problem ist eher, dass diese nüchterne Herangehensweise sich anders als bei den vergleichbaren „Ringu“-Filmen letztlich negativ auf die Spannungskurve auswirkt.

Cruise05Denn zunächst einmal nimmt sich Tsuruta viel Zeit, um sein kleines Kammerspiel auf der Luxusjacht zu veranstalten: den jungen Anwalt Jack Miller (Daniel Gillies) hat es nach Japan verschlagen. Dort soll er passend zur geplatzten Bubble Economy und der auch in den 2000er Jahren noch herumkränkelnden Wirtschaftslage mit dem Geschäftsmann Eiji wichtige Dinge besprechen, weshalb sich Jack, Eiji und dessen Frau Yuri zu einem kleinen Bootsausflug aufmachen. Verkompliziert wird die Situation dadurch, dass Jack eine Affäre mit Yuri hat, Eiji davon weiß und als waschechter Psychopath natürlich nicht gewillt ist, den gehörnten Ehemann zu spielen. Außerdem hat Eiji bereits aus Geldgier seine erste Frau bei einer ähnlichen „Dream Cruise“ entsorgt, bringt darum ausreichend kriminelle Erfahrung mit, um auch für Jack und Yuri zur Gefahr zu werden. Dumm nur, dass Eijis Ex ebenfalls - in grünlicher Spektralgestalt - mit an Bord ist und ihre eigenen Rachepläne verfolgt.

Cruise04Weshalb nach einem geschwätzigen Auftakt die Technik versagt, das Funkgerät herumspinnt und es neben gewalttätigen Eifersuchtsszenen auch noch zu geisterhaften Erscheinungen wie beispielsweise einer in langen schwarzen Haaren verhedderten Schiffschraube kommt. Hierbei ist insbesondere die Sequenz, in der sich das Schiffsbadezimmer langsam mit Wasser füllt, während Yuri darin gefangen ist und Eijis frühere Schandtaten flashbackt, ziemlich spannend geraten, und auch der Auseinandersetzung zwischen Eiji und Jack kann man nichts vorwerfen, nur leider versandet die Episode danach schnell in den üblichen Auftritten einer blassen japanischen Spukgestalt, die sich zwar mit seltsamen Verrenkungen bewegt und auch mal über das Wasser wandelt, insgesamt aber nur noch für verhaltenen Grusel sorgt.

Und dann wäre da noch Jacks Wasserphobie, die selbstverständlich mit einem Kindheitstrauma zu tun hat, denn als er noch ein Junge war fiel sein kleiner Bruder aus einem Boot und musste jämmerlich ertrinken. Was im Verlauf des Films dazu führt, dass schließlich noch ein zweiter Geist kräftig mitmischt, damit die psychologische Komponente des Ganzen nicht zu kurz kommt.

Cruise02Da bereits der Auftakt von „Dream Cruise“ aus einer Reihe von Traumsequenzen besteht (das bewährte Schema: nachdem etwas Schlimmes passiert ist erwacht der Held, danach passiert etwas Schlimmes und der Held erwacht erneut) könnte man auch die Haupthandlung als einen solchen Alptraum deuten, in dessen Verlauf sich Jack der Bedrohung von ganz weit unten (aus den Tiefen des Meeres und damit aus seinem Unterbewusstsein) stellt und zum „ganzen Mann“ wird. Zu dieser Deutung der übernatürlichen Geschehnisse passt auch ganz gut, dass Jack einen Rivalenkampf austragen muss, um am Ende die Frau als Belohnung einzuheimsen. Der Verlust seines kleinen Bruders hat darum auch sehr viel mit dem Ende der Kindheit und den Schrecken des Erwachsenseins zu tun, bzw. damit, dass unter der (Wasser-)Oberfläche zuweilen reichlich unbeherrschte und obendrein rachsüchtige Ladies lauern. Womit Jack letztlich auch gegen (gerade vor dem Hintergrund der damaligen japanischen Ökonomiekrise bedeutsame) negative Charakterzüge wie Habsucht und Egoismus ankämpfen muss.

Diese wirtschaftlichen Bezüge fallen allerdings in der literarischen Vorlage noch deutlicher aus, hier geht es nicht um Rechtsstreitigkeiten sondern um ein Pyramidensystem (diese auf den ersten Blick verlockenden Geschäftsmodelle, bei denen letztlich aber immer nur die anderen absahnen…), wodurch die Kapitalismuskritik stärker im Vordergrund steht. In der knapp einstündigen TV-Fassung von „Dream Cruise“ wird hingegen nicht einmal mehr deutlich, worum es bei der auf dem Boot zu bequatschenden juristischen Angelegenheit überhaupt gehen soll, wer es etwas ausführlicher will sollte darum zur 87 Minuten langen Wunschfassung Tsurutas greifen.

Cruise01Da die „Masters of Horror“-Serie den jeweiligen Regisseuren Narrenfreiheit ließ gab es nämlich keine Vorgaben zur Laufzeit, so dass Norio Tsuruta einen kompletten Spielfilm ablieferte. Allerdings zieht sich „Dream Cruise“ in dieser Langfassung noch mehr in die Länge ohne dass die Geschichte grundlegend bereichert wird, so dass man getrost bei der strafferen Version bleiben kann. Zumal bisher in Deutschland ohnehin nur diese TV-Fassung auf DVD veröffentlicht wurde.

 

 

Alexander

 

[1] Enthalten in Suzuki, Koji: Dark Water, Universo Verlag 2011


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(GB 1962)

Sie sind verdammt / Hallucination / On the Brink / Malditos


Regie: Joseph Losey
Darsteller: Oliver Reed, MacDonald Carey, Shirley Ann Field
nach dem Roman „Kinder des Lichts“ von H.L. Lawrence

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(USA 1981)

Barbaras Baby - Omen III / A Profecia III - O Conflito Final / De sju knivarna - Omen III / Tegnet III: De Syv Knive

Regie: Graham Baker

Musik: Jerry Goldsmith

Darsteller: Sam Neill, Rossano Brazzi, Don Gordon
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(USA 2007)
Teufelskind Joshua / Devil´s Child / Joshua - Der Erstgeborene

Regie: George Ratliff 
Darsteller: Sam Rockwell, Vera Farmiga, Jacob Kogan

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(USA 1978)

Förbannelsen / Predskazanje II / La maledizione di Damien

Regie: Don Taylor, Mike Hodges

Darsteller: William Holden, Lee Grant, Jonathan Scott-Taylor, Robert Foxworth,
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(Deutschland 1964)
The Mysterious Magician / El mago contra Scotland Yard / Massemorderen fra Back-Street

Regie: Alfred Vohrer

Drehbuch: Herbert Reinecker

Darsteller: Joachim Fuchsberger, Heinz Drache, Sophie Hardy, Siegfried Lowitz, Eddi Arent, René Deltgen
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(UK 1960)
Das Dorf der Verdammten
/ Het dorp der vervloekten / The Midwich Cuckoos

Regie: Wolf Rilla
Darsteller: , , ,

nach dem Roman „Kuckuckskinder“ von John Wyndham
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(USA 2018)

Hereditary - Das Vermächtnis / El Legado Del Diablo

Regie/Drehbuch: Ari Aster

Musik: Colin Stetson

Darsteller: Toni Collette, Gabriel Byrne, Alex Wolff, Milly Shapiro 
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(USA, NL, D, B, S, GB 2016)

Regie/Buch: Martin Koolhoven

Kamera: Rogier Stoffers

Darsteller: Dakota Fanning, Guy Pearce, Kit Harington, Emilia Jones

Ab heute fürs Heimkino erhältlich

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(USA 1976)

Das Omen / A Profecia / Pretkazanje / De vervloeking

Regie: Richard Donner

Darsteller: Gregory Peck, Lee Remick, David Warner, Harvey Stephens 
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(USA 1971)

Ratman's Notebooks / Rotat / La revolución de las ratas

Regie: Daniel Mann

Darsteller: Bruce Davison, Sondra Locke, Elsa Lanchester, Ernest Borgnine

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Orphan - Das Waisenkind / Esther / Ottolapsi (finnisch)

(United States/Canada/Germany 2009)

Regie:  Jaume Collet-Serra

Darsteller:Isabelle FuhrmanVera FarmigaPeter Sarsgaard

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Das Böse / Fantasma / The Never Dead / Morningside

(USA 1979)

Regie/Drehbuch: Don Coscarelli

Musik: Fred Myrow

Darsteller: A. Michael Baldwin, Bill Thornbury, Reggie Bannister, Angus Scrimm


Endlich aus dem Giftschrank befreit und
Jetzt sogar auf Kinotour 

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(USA/GB 2016)
She Who Brings Gifts / Melanie: Apocalipsis Zombi / The Last Girl - Celle qui a tous les dons

Regie: Colm McCarthy

Drehbuch/Vorlage: Mike Carey

Darsteller: Sennia Nanua, Gemma Arterton, Paddy Considine, Glenn Close

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(USA 1956)

Die Schreckenskammer des Dr. Thosti / A Torre dos Monstros / Dr. Cadman's Secret

Regie: Reginald Le Borg

Darsteller: Basil Rathbone, Herbert Rudley, Akim Tamiroff,
Lon Chaney Jr., John Carradine, Bela Lugosi, Tor Johnson

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Tears of Kali – The Dark Side of New Age, Lacrime di Kali, La Face Sombre Du New Age

(Deutschland 2004)

Regie/Drehbuch: Andreas Marschall
Darsteller: Pietro Martellanza, Mathieu Carriére

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(USA 2017)

ab 31. Mai auf DVD/BluRay

Regie: Alexander Payne

Buch: Alexander Payne, Jim Taylor

Darsteller: Matt Damon, Christoph Waltz, Hong Chau, Udo Kier, Kristen Wiig

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(Deutschland 1983 - TV-Film)

Regie: Rainer Boldt

Drehbuch: Rainer Boldt, Hans Rüdiger Minow

Darsteller: Jo Bolling, Werner Eichhorn, Thomas Kollhoff

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We are the night / Bloody Party / Geceler Bizim

(Deutschland 2010)


Regie: Dennis Gansel

Darsteller: Karoline Herfurth, Nina Hoss, Jennifer Ulrich, Anna Fischer, Max Riemelt
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"Wie sollen wir heißen?"

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(D 1973)

Regie: Ulli Lommel

Buch, Idee, Ausstattung: Kurt Raab

Produktion: Rainer Werner Fassbinder

Darsteller: Kurt Raab, Jeff Roden, Ingrid Caven, Brigitte Mira, Rosel Zech, Rainer Werner Fassbinder 
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(Deutschland 1974)

Regie: Heinz Schirk

Drehbuch: Karlhans Reuss, Derrick Sherwin

Produktion: Saarländischer Rundfunk

Darsteller: Dieter Hallervorden, Arno Assmann
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(Deutschland 1970)
Mark of the Devil

Regie & Drehbuch: Michael Armstrong & Adrian Hoven

Darsteller: Herbert Lom, Udo Kier, Olivera Katarina, Herbert Fux, Adrian Hoven

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(Deutschland 1973)
Mark of the Devil 2

 Regie: Adrian Hoven

Mit: Erika Blanc, Anton Diffring, Percy Hoven, Adrian Hoven, Reggie Nalder

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posteryournamequer(Japan 2016)

ab 18.Mai auf DVD/BluRay 

Regie/Drehbuch/Vorlage: Makoto Shinkai

Musik: Radwimps

Darsteller: Ryûnosuke Kamiki,
Mone Kamishiraishi, Ryô Narita

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(USA 2018)

Regie: Ron Howard

Musik: John Powell, John Williams (Han Solo-Theme)

Drehbuch: Jonathan Kasdan, Lawrence Kasdan

Darsteller: Alden Ehrenreich, Joonas Suotamo, Woody Harrelson, Emilia Clarke, Donald Glover

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Hellraiser - Das Tor zur Hölle / Sadomasochists from Beyond the Grave / Le Pacte / Puerta al infierno / Pekelník

(UK 1987)

Vorlage, Drehbuch und Regie: Clive Barker

Musik: Christopher Young

Mit: Andrew Robinson, Clare Higgins, Ashley Laurence, Sean Chapman, Doug Bradley

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(USA 2018)

Regie: David Leitch

Drehbuch: Rhett Reese, Paul Wernick, Ryan Reynolds

Darsteller: Ryan Reynolds, Josh Brolin, Morena Baccarin, Zazie Beetz

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(Deutschland 1987)


Regie: Jörg Buttgereit

Musik: John Boy Walton, Bernd Daktari Lorenz

FX: Franz RodenkirchenBernd Daktari Lorenz

Darsteller: Bernd Daktari Lorenz, Beatrice Manowski, Harald Lundt
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A beautiful day

(USA / GB / France 2018)

Regie/Drehbuch: Lynne Ramsay

Buchvorlage: Jonathan Ames

Darsteller: Joaquin Phoenix, Judith Roberts, Ekaterina Samsonov

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