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id02The Return of Dias Giftspritze
Teil 003

"Ich hab da ne Idee!"
"Danke!"

 

 

 

 

Wenn man ein – mehr oder weniger – erfolgreiches Projekt wie EVIL ED betreut, dann kann man sich nach einiger Zeit natürlich auf seinen Lorbeeren ausruhen. Alles bekommt eine ganz eigene Dynamik und langsam aber stetig wächst die Fangemeinde, ohne das man mehr dafür tun muss, als täglich einen Artikel zu schreiben – und diesen natürlich entsprechend anzupreisen. Man kann sich also getrost zurücklehnen und die zwar stagnierenden, aber durchaus zufriedenstellenden Klickzahlen, die übrigens keinerlei finanziellen Vorteile bringen, geniessen.

Als Leser allerdings würde sich bei mir dann eine gewisse Langeweile breitmachen, wenn ich jeden Tag auf der Site meines Vertrauens nicht mehr finden würde, als ein weiteres Review zu einer aktuellen BluRay-Veröffentlichung, die mich grundsätzlich erst einmal kaum interessiert. Nach einiger Zeit würde ich die Artikel, die eh immer im gleichen Stil daherkommen, nur noch überfliegen, denn – so viel habe ich gelernt – im Endeffekt reicht es, wenn ich die letzten beiden Zeilen des FAZITs lese, der Rest besteht eh nur aus einer verlängerten Inhaltsangabe und recht pupertärem Humor.

Aber EVIL ED wollte eigentlich nie so werden, unser Grundkonzept war es eigentlich seit der ersten Ausgabe mehr zu bieten, als nur eine Kritik nach der anderen. Sicherlich ist das nicht einfach für Anfänger im Schreibbereich, denn auch wenn tatsächlich nahezu jeder schreiben kann, so ist es doch nicht so, das jeder schreiben sollte – selbst wenn das Internetz da scheinbar eine andere Meinung vertritt. Aber Meinungen sind halt, was das Salz in der Suppe eines Projektes wie EVIL ED bildet und damit meine ich eben nicht nur „Ich find den Film toll“ oder „Ich find den Film doof“, sondern solche, die faktisch belegbar und im Text sauber herausgearbeitet sind. Meinungen, die dafür sorgen, dass der potentielle Leser interessiert bis zum Ende dabei bleibt und – das wäre besonders schön – sich auch zu einer Diskussion bemüssigt fühlt.

Schwieriger gestaltet sich das Ganze schon, wenn man auch etwas anderes als nur Kritiken schreiben möchte. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einem Bericht über eine Convention, einem längeren Text zum Thema Zensur oder einem „Moodpiece“ über die Ideenarmut und grafische Langeweile von Standardwebsiten. Wie soll man den Leser hier bei der Stange (hö hö, er hat Stange geschrieben) halten, wenn man darauf verzichten will, Schlagwörter wie Penis, Titten oder Scheiße unterzubringen.

Schwierig, aber durchaus machbar, wie einige unserer Autoren auch schon hinlänglich bewiesen haben. Wie, habt Ihr nicht gelesen – seht Ihr, da ist unser Problem, denn in den letzten sechs Monaten hat sich Euer EVIL ED unmerklich immer mehr zu einer weiteren eintönigen Filmkritikseite entwickelt, sicherlich noch nicht in den Abgründen von Kino.de verhaftet, aber auf einem Weg in diese Richtung.

id01Aber wir waren halt gemütlich geworden, es war ja auch so einfach. Dank unseres, im ersten Jahr seit dem Internetz-Relaunch gefestigten, guten Namen und der deutlichen (zählbaren) Leserbindung, arbeiteten die Verleiher gerne mit uns zusammen und schickten uns alle Pressekopien, die wir anforderten ohne große Nachfrage zu. Da ich persönlich allerdings genug damit zu tun hatte die Site am Laufen zu halten, den Podcast mehr oder weniger alleine vorzubereiten und zusätzlich auch noch einige Artikel schreiben wollte, hatte ich den Kontakt zu den Firmen größtenteils ausgelagert und damit begann das Chaos.

Plötzlich tauchten unverlangte PKs von Filmen auf, die nun gar nicht in unser Konzept passten (Man erinnere sich an die tolle Dokumentation über Wölfe in Amerika oder irgendwelche Schhmuddelkomödien der Nach-Hangover-Aera). Zusätzlich wurden den Verleihern dann auch noch Termine zugesagt, die dafür sorgten, dass wir keinen Platz mehr für anderes hatten als Reviews und Reviews und ab und an auch mal ein Review.

Größere und von langer Hand geplante Projekte, wie z.B. eine Serie über „Filme, die man als Phantastik-Fan gesehen haben musste“ (den geplanten Titel verrate ich aus naheliegenden Gründen nicht!) eine Abteilung für Retro-Games namens „Pixelbrei“ (für die wir uns jetzt – ebenfalls aus naheliegenden Gründen - einen neuen Namen überlegen müssen) oder die geplante Rubrik für Buchbesprechungen landeten immer weiter auf der langen Bank.

Es musste etwas geschehen, denn nicht nur für die Leser wurde EVIL ED langsam langweilig, auch bei mir selbst und bei einigen der Autoren, die im Endeffekt nur mit Filmmüll und strengen Terminvorgaben versorgt wurden, macht sich Unmut breit. Ab und an möchte man halt auch einfach das schreiben, worauf man gerade Lust hat und dabei nicht von der Verleihpolitik eines Anbieters abhängig sein.

Es wurde Zeit für Änderungen, also holte ich mir mal wieder den Chefsessel aus dem Keller und traf einige unpopuläre Entscheidungen (siehe auch Giftspritze 2), die dann schließlich dazu führten, dass uns zwei Autoren verliessen und es nun im Netz eine weitere konzeptionslose Website mit weißem Text auf schwarzem Grund gibt, die sich betont selbstironisch darstellt (Wo die Leute  nur immer ihre Ideen herhaben?).

Aber wird das jetzt die für die „Sommerpause“ geplanten Änderungen zu nichte machen? Ja und Nein, denn einerseits ist es jetzt natürlich müssig von langer Hand geplante Ideen umzusetzen, die an anderer Stelle „rein zufällig“ bereits aufgetaucht sind und außerdem ist es mit einem am Kopf beschnitteten Team, dass sich nun erst einmal wieder finden muss, natürlich nicht einfach neue Besen durch die Wohnung zu schwingen. Auf der anderen Seite werde ich aber auch daran festhalten, das EVIL ED ein komplett eigenständiges Projekt bleibt, das die Leser überrascht, nur werden die Veränderungen jetzt eher schleichend erfolgen, da ich zur Zeit noch damit beschäftigt bin die entstandenen Personallücken adäquat aufzufüllen. Ich habe einfach keine Zeit, um den konzeptuierten graphischen Relaunch in Angriff zu nehmen, bevor nicht das Team gut und selbstverwaltend funktioniert und EVIL ED inhaltlich da ist, wo ich es haben will.

Außerdem steht da noch das Projekt Podcast im Raum, für dass es Bewerbungsgespräche zu führen und die potentiellen Co-Moderatoren anzulernen gilt. Denn auch wenn das alles bei Euch recht flüssig in den Ohren landet, erfordert jede einzelne Episode stringente Vorplanung, ein sauberes Script und gut vorbereitete Mitstreiter.

Und ich höre jetzt mindestens zwei Leute keuchen, die diesen Artikel lesen.

Aber eines ist sicher: WIR (und damit meine ich das gesamte Team im Hintergrund) machen weiter und werden dafür sorgen, dass EVIL ED die beste Seite für den phantastischen Film im deutschsprachigen Raum wird (oder bleibt?).

Also dann,

wir lesen und hören uns

dia


P.a.: Und wieder ein Entspannungsbild vom Redaktionskater EDdie

EDdie klein

 

 

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