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robbi05Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt (2016)

 Regie: Wolfgang Groos

Drehbuch: Jan Berger

Musik: Helmut Zerlett

Buchvorlage: Boy Lornsen

Darsteller: Arsseni Bultmann, Jördis Triebel,
Ralph Caspers, Bjarne Mädel, Friedrich Mücke

 

Ab 11. Mai auf DVD/BluRay

 

Der hochbegabte Musterschüler Tobbi (Arsseni Bultmann), der deswegen natürlich von seinen Schulkameraden gemobbt wird, findet eines Tages einen abgestürzten Roboter namens R.O.B.344-66/3A – kurz Robbi genannt. Schnell freunden sich die beiden Außenseiter miteinander an. Während der böse Geschäftsmann Sir Joshua (Friedrich Mücke) den beiden ein unfähiges Agentenpärchen auf den Hals hetzt, bauen die Freunde auf einem Schrottplatz mit Hilfe einer freundlichen Rockergang eine Mischung aus Auto, Boot und Flugzeug (das FlieWaTüüt) zusammen und machen sich damit auf Robbis Eltern, die irgendwo in der Arktis abgestürzt sind zu finden.

„Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ basiert auf einem Ende der 60er Jahre erschienenen  Kinderbuch des Autoren Boy Lornsen, das bereits 1972 als vierteilige Marionettenserie in der ARD zu bewundern war, die vor allem älteren Lesern noch sehr gut im Gedächtnis sein sollte. Nicht nur, dass sich die Serie sehr genau an die Vorlage hielt, dazu später mehr, sie war auch von der Produktion her sehr außergewöhnlich. Schließlich wurden hier nicht, wie in der Augsburger Puppenkiste üblich, nur einfach Aufführungen eines Puppentheaters abgefilmt, sondern ein erheblich größerer Aufwand betrieben. Es wurden große Kulissen gebaut, in denen auch Kamerabewegungen möglich waren und das Ganze wurde unter der Regie von Armin Maiwald (der Armin aus der „Sendung mit der Maus“) eher „filmisch“ inszeniert. Zusätzlich gab es mit dem Soundtrack von Ingfried Hoffmann auch noch einen weiteren Punkt, warum die Serie im Kollektivgedächtnis der Ü50-Generation fest verwurzelt ist. Wer sich das nicht vorstellen kann, kann den gesamten Score hier bei AMAZON PRIME kostenfrei hören.

robbi02Aber genug in den alten Kisten gewühlt, kommen wir jetzt endlich zur aktuellen Neuverfilmung des Klassikers. Wie bereits erwähnt fällt hier zuerst einmal auf, dass die Grundzüge der Geschichte gewaltig verändert worden sind. Im Buch- und TV-Klassiker war der Grund für die Reise der beiden ungleichen Helden eine Roboterprüfung, die Robbi ablegen musste, um ein vollwertiger Roboter zu werden. Diese Reise führte die beiden dann unter anderem zu einer dreieckigen Burg, einem schwarz-gelben Leuchtturm und letztendlich in die Arktis. Mit der herrlichen Naivität eines Kinderbuches wurde das nicht hinterfragt, aber auch nicht mit klischeehaften Bösewichten aufgepeppt.

Im Jahr 2016 nimmt sich der Film erst einmal etwas Zeit, um uns einige Charaktere vorzustellen. Da wären zuerst einmal Tobbis Eltern – sie ist Mechanikerin und muss Tobbi bei der Umsetzung seiner Erfindungen helfen, da dieser – hähh wo kommt das denn her? – „zwei linke Hände“ hat. Der Vater hingegen, gespielt vom „Sendung mit der Maus“ und „Wissen macht AHHH!“ Moderator Ralph Caspers gehört eher in die Schiene „liebenswerter Trottel“.

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Dann gibt es da noch die böse Mobbergang, die später dank Robbi überraschenderweise ihr Fett wegkriegt und natürlich den bösen Konzernchef, der Robbis Roboterherz nutzen will, um damit seine Handymarke zum Weltmarktführer und sich selbst zum ebensolchen ohne „markt“ zu machen.  Dazu bedient er sich der beiden Agenten Brad Blutbad und Sharon Schalldämpfer (gespielt vom englisch-deutschen Schauspielerehepaar Sam Riley und Alexandra Maria Lara), die sich als kindgerecht unfähig erweisen.

So ist, bis unsere Helden sich dann letztlich endlich auf den Weg in ihr Abenteuer machen, bereits fast die Hälfte der Spieldauer rum, die eigentliche Handlung der Geschichte wird nun kurz abgehandelt und runtergekürzt.

robbi04Von den Roboterprüfungen bleibt nur noch ein Besuch beim Leuchtturmwärter im schwarz-gelben Leuchturm (eine weitere geniale Performance von Bjarne Mädel), die zumindest ein wenig vom Charme der Vorlage hat und das Treffen mit einem Es – aehmm – Inuit-Mädchen. Ein wenig kindgerechte Action am Ende - puff, piff und rosa Wölkchen (wirklich!), Happy End – das wars.

Grundsätzlich bin ich Remakes gegenüber ja erst einmal offen (wie man unter anderem in unserem Podcast zum Thema hören kann) und speziell die Idee, einen neuen Ansatz für eine Geschichte zu finden, wenn man sie nochmal erzählen muss, finde ich eigentlich richtig.

Aber die Zwangsmodernisierung, die hier vorgenommen wurde, macht aus einer humorvoll-spannenden Fantasy/Science Fiction Geschichte für Leseanfänger, eine der typischen deutschen Kinderkomödien voller Albernheiten und billigstem Slapstick. Sicher, alle Schauspieler geben ihr Bestes und die Entscheidung zumeist handgemachte Effekte einzusetzen und Kollegen Computer nur dann zur Hilfe zu rufen, wenn es gar nicht anders geht, ist positiv anzumerken, aber dieser Film hat keine Seele.

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Richtig deutlich wird das in den Momenten in denen versucht wird Hommagen an „E.T.“ anzubringen, wozu die neue Geschichte ja durchaus genug Punkte bietet – beginnend mit dem Filmplakat.

All das wäre noch verzeihbar und ist ja auch grundsätzlich verständlich, ein Nischenprodukt muss man halt an die Bedürfnisse des potentiellen Käufers anpassen, aber dass der Film durchzogen ist von Furzwitzen ist unverzeihlich. Ich vermute mal Ralph Caspers hat AHH! gemacht, nachdem er im Drehbuch gelesen hat, dass das Anzünden von Flatulenzen sich zu einem wichtigen Plot-Point entwickelt. (Anm. Hier äußert er sich tatsächlich zu dem Thema).

Sicherlich, dem Zielpublikum wirds egal sein, das wird mit dieser Version an den Klassiker herangeführt. Allerdings zweifele ich stark, dass auch nur ein Kind nach Besuch dieses Filmes seine Nase in das zugrunde liegende Buch stecken wird.

Schade, da wäre mehr drin gewesen, als ein weiterer Kinderfilm nach Schema F. 

 

dia

 

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Bride of Chucky (1998)
Chucky und seine Braut

Regie: Ronny Yu

Drehbuch: Don Mancini

Musik: Graeme Revell

Darsteller: Jennifer Tilly, Katherine Heigl,
Brad Dourif, John Ritter


5 Jahre sollte es bis zum nötigen Reboot der Chucky-Serie dauern. Glücklicher Weise beschloß man einen anderen Weg zu gehen und würzte das neuerliche Sequel mit einer Menge schwarzem und Nerd-Humor sowie einer Masse an Splatter.

Kai hat das Werk nochmal für Euch besucht...

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 Mother (2017)

Regie/Buch: Darren Aronofsky

Kamera: Matthew Libatique

Darsteller: Jennifer Lawrence
Javier BardemEd Harris,
Michelle PfeifferDomhnall Gleeson  

 

 

Wenn man die Kritiken im Internet und auf Facebook und Co. liest, könnte man auf den Gedanken kommen, dass fast niemand MOTHER! wirklich verstanden hat. Unser Autor Trashbox spricht in seiner Analyse einige Punkte an, die die normale Kritik gerne übersieht, da dem 08/15-Schreiberling einfach die persönlichen Erfahrungswerte fehlen.

ACHTUNG:
Im Gegensatz zun unseren "normalen" Einträgen seid ihr diesmal NICHT vor Spoilern geschützt...

 

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Des Königs neue Kleider

S03E01 Release: 15.10.2017

Nun ist vorbei mit der Ruhe. Eure Ohren sollen bluten.

EVIL ED ist zurück und es gibt einiges an Neuigkeiten zu vermelden.

Ansonsten kümmern wir uns intensiv um Stephen King, streifen an dem leider verstorbenen Tobe Hooper vorbei und haben zum Abschluß die wahrscheinlich traurigste Komödie aller Zeiten.

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Johnteaser

Portrait: John McNaughton
(*13.01.1950)


Mit "The Harvest", der im November auch auf deutsch unter dem Titel "Haus des Zorns" erscheinen wird, hat John McNaughton wieder bewiesen, dass er der wohl am meisten unterschätzte Horror-Regisseur, der 80er Jahre Generation ist.

Auch zwischen Henry (1986) und eben genanntem "The Harvest" (2013/15) gibt es noch einiges zu entdecken.

Ein kleines Portrait eines vergessenen Großen.

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Most likely to die (2015)
Most likely to die

Regie: Anthony DiBlasi 

Darsteller: Chad AddisonTess Christiansen,
Perez Hilton, Jake Busey
A
ktuell auf NETFLIX


Wenn das Schlachtfest beginnt, hat man das Gefühl eine Zeitreise in die wilden 80er angetreten zu haben. Geschickt wird die Intensität der handgemachten Splattereffekte von Sequenz zu Sequenz gesteigert, während sich die Protagonisten durchweg dämlich verhalten und sich der Killer als der Teleportation fähig erweist.

Alles wie in der guten alten Zeit halt.

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Blade Runner 2049 (2017)


Regie: Denis Villeneuve

Kamera: Roger Deakins

Musik: Hans Zimmer, Benjamin Wallfisch

Darsteller: Harrison Ford, Ryan Gosling,
Jared Leto, Ana de Armas

 

Da heute alle Horrorsites dem Datum geschuldet nur über Jason und Co., bzw. sonstige Slasher berichten werden, ist es klar, dass EVIL ED hier einen anderen Weg geht.

Christopher hat für Euch das Sequel des Jahres gesichtete und wird versuchen Euch mit seiner Kritik zu überzeugen, dass ihr die begrenzte Zeit, die dieses visuelle Meisterwerk noch läuft, nutzt, um ihn auf der großen Leinwand zu sehen.

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Funhouse (1981)
Das Kabinett des Schreckens

Regie: Tobe Hooper

Drehbuch: Lawrence Block

Darsteller: Elizabeth Berridge,
Shawn CarsonHerb Robins

 


Die Arbeiten des kürzlich verstorbenen Tobe Hooper waren nicht immer unumstritten.

"Funhouse" war (noch vor Poltergeist) ein erster Versuch sich vom Bad Boy-Image zu lösen und etwas "mainstreamiger" zu werden. Trotzdem enthält der Film noch viele Elemente, wie man sie nur in einem Hooper Film findet.

 

Bernd hat die flotte Geisterbahn nochmals besucht...

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Within (2016)

aka Crawlspace

Regie: Phil Claydon

Drehbuch: Gary Dauberman

Darsteller: Michael VartanErin MoriartyNadine VelazquezJoBeth Williams

ab 12. Oktober auf DVD/BluRay

 

Spielberg City USA – eine junge Familie, bestehend aus Vater John (Michael Vartan), Mutter Melanie (Nadine Velazquez) und der 16-jährigen Hannah (Erin Moriarty), bezieht ihr neues Domizil in der „Evergreen Terrace“ oder „Two Pines“. Töchterlein verbüßt gerade noch einen vierwöchigen Hausarrest, da sie ihre heimliche Abschiedsparty in der alten Wohnung ein wenig übertrieben hat. Zumindest scheint der Hausfrieden ansonsten ganz in Ordnung zu sein, was man vom Frieden im neuen Haus nicht gerade sagen kann.

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Child's play 3 (1991)
Chucky 3


Regie: Jack Bender

Drehbuch: Don Mancini

Darsteller: Justin Whalin,
Jeremy Sylvers, Brad Dourif


Bei seinem dritten Auftritt hatte Chucky schon einiges von seiner ursprünglichen Faszination verloren und so ent"puppt" sich der Film als eine nette Routineangelegenheit ohne bleibende Werte.

Frank hat für uns trotzdem nochmal einen Blick riskiert...

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Der Nachtmahr (2015)

Regie: AKIZ (Achim Bornhak)

Drehbuch:  AKIZ

Darsteller: Carolyn GenzkowJulika Jenkins
Wilson Gonzalez OchsenknechtAlexander Scheer

Auf DVD/BluRay von Koch-Media

 

 Die 17-jährige Tina (Carolyn Genzkow)hat alles, was man sich als Teenager wünschen kann. Ihre schulischen Leistungen sind über dem Durchschnitt, ihr Freundeskreis groß und ihr Lebenstandard sehr hoch. 

Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb - bricht sie immer wieder aus und feiert mit ihren Freunden wilde Partys, bei denen Alkohol und Drogen in rauen Mengen konsumiert werden. So ist es eigentlich auch kaum überraschend, dass sie unter Alpträumen leidet. Alpträume, die scheinbar immer mehr in die reale Welt dringen und sich schließlich als ein gnomenhaftes Lebewesen manifestieren.

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