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king youngWie ich zum King-Jünger
und wieder abtrünnig wurde

Dias King-Files 01

 

 

 

 

Als ich Stephen King kennen lernte, war ich gerade tief in meiner Buch-zum-Film Phase. Das war die Zeit zwischen 1973 und 1978, in der ich, in einem Alter zwischen 11 und 16 Jahren, mehr oder weniger komplett von Kinos getrennt war, da es mich altes Stadtkind mit der Familie in ein 1000 Seelen Dorf verschlagen hatte. Vorbei also mit den Kung Fu Filmen am Mittwoch- und Horrorfilmen am Sonntagnachmittag im Stadtteilkino.

Sicherlich gab es auch im dunkelsten hohen Westerwald eine cinematographische Vorführstätte. Leider aber erst einmal sechs Kilometer bergauf und eine zwei Mal täglich verkehrende Buslinie entfernt und dann natürlich Programmmässig fast ein Jahr hinter den von mir gewohnten Nachspielstätten, die selbst schon eine dreimontige Verspätung aufwiesen. Das Mieseste aber war, dass es sich um das Kino einer Kurstadt handelte und das Programm dementsprechend ausgewählt wurde.

„Love Story“ statt „Ein Mann sieht rot“ – nix für den kleinen Dia.

Ich stieg also erst einmal auf Romane zum Film um, um mir zumindest einen Eindruck von dem zu schaffen, was mir nicht mehr zur Verfügung stand. Zusätzlich begann ich mit 12 Jahren sonntags beim Springer-Verlag zu arbeiten, um mir damit 14-tägige Reisen zur, noch in Düsseldorf verbliebenen, Verwandtschaft leisten zu können, in die ich wochenendlich noch drei Kinovorführungen reinpacken konnte. Die jeweils 3 stündigen Bahnfahrten konnte man dann gut mit einem Filmbuch verbringen.

carrieoldcoverAuftritt „Carrie“, der zwar Anfang 1977 in den Kinos lief, für mich aber erst Ende des Jahres verfügbar wurde. Da musste also erst mal das Buch her, dass Heyne geschickterweise zum Filmstart auf den Markt geworfen hatte (Cover leider nicht auffindbar).

Der Autor namens Stephen King präsentierte die Geschichte von Carrie White, die in der Pupertät telekinetische Fähigkeiten entwickelt, als eine Art Dokumentensammlung aus Tagebuchauszügen, Briefen und medizinischen Gutachten. Er schickte seine sympathische und bemitleidenswerte Hauptfigur – und somit auch den Leser – auf eine Abwärtspirale in die Hölle. Auch wenn das Buch ganz anders war, als das, was King später zu seinem Stil entwickelte, fanden sich hier bereits Grundzüge von vielem, was er selbst später bis zum Klischee weiter genutzt hat.

Als ich dann kurz darauf auch endlich „Carrie“ als Film sehen durfte, war ich im Übrigen erst einmal enttäuscht, weil dieser Jungregisseur Brian de Palma, das Ganze doch erzähltechnisch sehr „mainstreamig“ anging, obwohl mir, als damals gerade 15-jährigen, die Duschszene am Anfang erst recht gut gefiel. Aber so ungefähr ab der Filmmitte hatte ich mich an die – damals - neuartige Bildsprache de Palmas gewöhnt und musste anerkennen, dass er die Grundstimmung des Romanes, trotz nötiger Reduzierungen im Bereich der Erzählstruktur der Vorlage, ziemlich genau traf.

salemSowohl der Name Stephen King, als auch der von Brian de Palma landeten so auf meiner – bereits damals recht langen – Beobachtungsliste und beide sollten mich lange Zeit nicht enttäuschen. Zu de Palma kommen wir aber später sicher noch mal auf diesen Seiten, heute soll es ja um den Horrorkönig gehen.

shiningdoverBis seine nächsten beiden (zu diesem Zeitpunkt in den USA bereits veröffentlichten) Bücher den Deutschen Markt erreichen sollten, mussten erst noch zwei, bzw. drei Jahre vergehen. Sowohl „Salems Lot“ als auch „The Shining“ habe ich dann auch verschlungen und von da an, für lange Zeit, eigentlich jedes Wort gelesen, das der Meister zu Papier brachte.

Ebenso ging es mir natürlich im filmischen Bereich, selbst wenn dort die Perlen bekanntlich eher dünn gesäht sind. Irgendwann so zu Beginn der neunziger war dann aber irgendwie die Luft für mich raus. Kings Bücher waren immer bevölkert von den gleichen Charakteren, spielten in einem ganz eigenen Universum, seine anfangs originelle Prosa begann in den immer gleichen Handlungssträngen, dem sich immer mehr ähnelnden Spannungsaufbau und in einem Hang zur Überfabulierung (oder auf gut deutsch Zeilenschinden) zu versanden. Andere Autoren erwiesen sich da als kreativer. Joe Landsdale, Poppy Z. Brite, Skipp and Spector und andere junge Wilde trieben den literarischen Horror mit der sogenannten Splatterpunk-Bewegung in immer neue und originelle Richtungen, ohne in simple Schock- und Ekel-Bereiche zu verfallen, wie es im Filmsektor Jahre später nach „Hostel“ geschah.

kingoldAber ab und an ziehe ich mir dann doch noch mal einen King aus dem Regal oder ordere mal eines seiner neueren Werke (wie zuletzt den Kennedy-Roman oder die hervorragende Novellensammlung „Full dark – no stars“). Ein King ist halt wie der Hamburger bei McDonalds, man weiß dass er nicht wirklich gut ist, aber verdammt nochmal, er schmeckt immer noch genau so wie vor 40 Jahren – und ab und an muss man das mal wieder überprüfen.

Mehr über meine Beziehung zum König erfahrt ihr, wenn ihr in den nächsten zwei Wochen diese Seiten verfolgt. Viel Spaß dabei.


Dia

 

The Dia Files  

 king youngTeil 01
Wie ich zum King-Jünger
und wieder abtrünnig wurde

 
   
   
   
   
   
   
 Old Stuff 

bullet01

Riding the Bullet (2004)

King-Spezialist Mick Garris schafft es - über weite Strecken - ein echtes King-gefühl zu verbreiten.

run01Running Man (1987)

Unser Ex-Mitarbeiter Chrischi hat sich letztes Jahr auch mal um diesen "Klassiker" gekümmert.

 

 

Hp News

mutant06Mutant - das Grauen im All (1982)

Forbidden World

ab 24. November als Mediabook von ANOLIS

Teil 1 der Reihe „Phantastische Klassiker“

 

Regie: Allan Holzman

Drehbuch: Tim Curnen, Jim Wynorski

Make-Up-FX: John Carl Buechler

Darsteller: Jesse Vint, Dawn Dunlap, Linden Chiles, Michael Bowen

 

Zum Start ihrer neuen Mediabook-Reihe haut ANOLIS einen Klassiker raus, der mir das liebste ALIEN-Rip-of ist.

Eine detaillierte Liebeserklärung...

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bluThe Book of Henry (2017)


 

seit 21. September ungesehen im Kino
ab 25. Januar auf DVD/BluRay

Regie: Colin Trevorrow

Drehbuch: Gregg Hurwitz

Darsteller: Jaeden Lieberher, Jacob Tremblay, Naomi Watts, Dean Norris

 

Der Regisseur des - zur Zeit noch - erfolgreichsten Films aller Zeiten überrascht mit einem überragenden Drama mit leichten Fantasy-Anklängen und keiner will es sehen.

Was ist passiert?

Evil Ed geht der Sache auf den Grund...

 

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cover

Night of the virgin (2016)
La noche del virgen

Spanien/Mexico

Regie: Roberto San Sebastián

Darsteller: Javier Bódalo, Miriam Martín,
Víctor Amilibia

 

"Night of the Virgin" hat sich auf den diesjährigen Fantasy-Filmfesten als einer der Publikumslieblinge entpuppt. Der mexikanisch-spanische Film entpuppt sich als eine rabenschwarze absurde Komödie mit Massen an diversen Körperflüssigkeiten. Solche Massen, dass vor den Vorstellungen sogar Kotztüten verteilt wurden.

Aber keine Angst, ganz so schlimm ist es dann doch nicht und der Film hat noch viel mehr als nur seinen Ekelfaktor zu bieten.

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posterThe Harvest (2013)

Haus des Zorns

Regie: John McNaughton

Darsteller: Samantha Morton, Michael Shannon, Natasha Calis, Charlie Tahan

ab 23. November von Koch-Media auf DVD/BluRay

Nach mehr als 4 Jahren erscheint John McNaughtons aktuellstes Werk auch endlich hierzulande. Allerdings hat der Film, der mit dem seltsamen deutschen Titel "Haus des Zorns" in den Regalen landet, auch generell erst einmal zwei Jahre auf Eis gelegen, bis er auf Netflix USA seine Premiere feiern durfte.

Das soll aber nicht heißen, dass der Film schlecht ist - nur halt schwer vermarktbar.

Unsere Kritik sagt Euch warum...

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quer

Zum Release von "Haus des Zorns" verlosen wir in Zusammenarbeit mit Koch-Media jeweils eine DVD und eine BluRay dieses - noch unbekannten - Meisterwerks.

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querein Bernd Rant©
Einmal mehr präsentiert Euch Evil Ed einen etwas anderen Artikel. Keine Kritik, keine Analyse, sondern ein weiterer Bewusstseinsstrom. Ein reichlich bebildertes Leseerlebnis der besonderen Art...

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poster The X-Files (1998)
Videogame PS1

Regie: Greg Roach

Buch: Chris Carter, Richard Dowdy

Darsteller: David Duchovny, Jordan Lee Williams, Gillian Anderson, Mitch Pileggi

 

Mario, unser passend benamster Spieleexperte, hat für Euch die X-Akten geöffnet und sich in die Tiefen eines PS1 interactive Movie fallen lassen.

Ein ganz besonderes Leseabenteuer erwartet Euch...

 

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poster Happy Death Day (2017)

Ab 17. November im Kino

Regie: Christopher Landon

Drehbuch: Scott Lobdell

Musik: Bear McCreary

Darsteller: Jessica Rothe,
Israel Broussard, Ruby Modine

 

Der aktuelle Platz 1 in den US-Kino-Charts wird zur Zeit von diesem Mix aus Komödie und klassischem Slasher belegt, was wieder einmal zeigt, dass Genre-Produktionen gerade mal wieder sehr stark im Kommen sind.

Lohnt es sich also nächsten Donnerstag,
die 10 bis 15 € für einen Kinobesuch hinzulegen?

 

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2017 11 07 08.31.12 GEWINNSPIEL
Night of the Virgin

Mit freundlicher Unterstützung von Pierrot le Fou verlosen wir zwei DVDs und eine BluRay von "Night of the Virgin", natürlich mit der dazugehörigen Kotztüte. Was Ihr dafür tun müsst steht im Artikel...

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poster MoH S01E04
Jenifer
 Regie: Dario Argento

Darsteller: ,

 

Es wird allgemein als Tatsache angesehen, dass Dario Argento mittlerweile sein "Mojo" verloren hat.

Unser Autor Trashbox versucht, das anhand dieser Folge unserer "Masters of Horror"-Retrospektive zu widerlegen. Denn dadurch, dass die Regisseure bei dieser TV-Serie komplett freie Hand und totale kreative Kontrolle hatten, haben wir hier die vielleicht ehrlichsten ihrer Werke vorliegen.

Erwartet also keine Kritik mit abschließendem Fazit - aber das müsstet ihr ja mittlerweile wissen. :)

 

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