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Bewertung: 5 / 5

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ITquer

(USA 1958)

Regie: Edward L. Cahn

Drehbuch: Jerome Bixby

Monsterkostüm: Paul Blaisdell

Darsteller: Marshall Thompson, Shirley Patterson, Kim Spalding

 

ITklein09IT! ist auf den ersten Blick ein typischer Vertreter der 50er Jahre Sci-Fi-Horrors und uns deutschen Fans vielleicht genau aus diesem Grunde eher unbekannt, da hierzulande gerade erst mal 9 Jahre nach der Gründung der Bundesrepublik und der damit verbundenen Einrichtung der FSK es Filme mit Monstern recht schwer hatten. Deutschland war damals halt immer noch dabei, sich von den realen Monstern zu erholen, statt künstlichem Schrecken bevorzugte der Michel damals halt grüne Wiesen, hohe Berge und ewige Liebe.

Auf den zweiten Blick wird natürlich offensichtlich, dass es ohne IT! einen Film wie ALIEN niemals hätte geben können, denn in England, wo zur Zeit der Veröffentlichung gerade ein kleiner Junge namens Ridley Scott aufwuchs, war der Film ein Renner. Darauf gehen wir aber später im Text nochmal ein.

IT! beginnt damit, dass eine 10-köpfige Expedition auf dem Mars landet um dort nach der ersten zuvor verschollenen Marsmission zu forschen. Sie finden nur noch einen Überlebenden, den kernigen Colonel Carruthers (Marshall Thompson), der ihnen von einem unheimlichen Wesen berichtet, dass all seine Kollegen niedergemeuchelt hat. Das führt dazu, dass die Besatzung sich entschließt den Colonel mit zur Erde zu nehmen um ihn dort vor das Militärgericht zu stellen.

ITklein05Bereits kurz nach dem Start stellt sich heraus, dass sie allerdings außerdem noch einen blinden Passagier an Bord haben, der sich als ein schreckliches Monster herausstellt, dass nun damit beginnt, die Crew zwecks Nahrungs- und Wasseraufnahme zu meucheln. Der Rest des nur 59-minütigen Filmes hält sich dann auch nicht mit Nebensächlichkeiten auf, selbst die in den 50er Jahren unvermeidliche Romanze zwischen Caruthers und der hübschen Ärztin Ann wird zugunsten einer pausenlosen Monsterhatz auf das Wesentliche reduziert.

Auch in anderen Bereichen erweist sich der Film aus heutiger Sicht und mit dem Wissen um die Sci-Fi-Schocker der damaligen Zeit als durchaus progressiv. So besteht die Besatzung des Raumschiffes scheinbar aus einen international zusammengewürfelten Haufen, was zwar nicht explizit erwähnt, aber anhand der Namen der Charaktere schnell deutlich wird. So sind die ersten beiden Opfer ein gewisser Kienholz und ein Mann namens Gino Finelli .

ITklein01Selbst das Monster entpuppt sich als recht gut durchdacht, es ist ein Überbleibsel einer alten Marszivilisation und scheinbar durch die Austrocknung und schwindende Atmosphäre seiner Heimat auf eine Art und Weise degeneriert, dass es sich nun Flüssigkeit und Nahrung zu bekommen auf die Gefangennahme und Hortung anderer Lebewesen spezialisiert hat. Die Opfer selbst versteckt es in den Lüftungsschächten des Raumschiffes und faltet sie, nachdem sie leer gebraucht sind, hübsch zusammen und lässt sie in dunklen Ecken verschwinden.

Das Ganze ist recht pfiffig und spannend inszeniert und es gibt sogar verblüffender Weise ein wenig Blut zu sehen, andererseits leidet der Film natürlich auch unter den Klischees seiner Zeit, was ihn über weite Strecken unfreiwillig komisch wirken lässt. So wird nacheinander versucht dem Monster mittels der gut sortierten Waffensammlung (eine Pistole für jeden und ein paar Schrotgewehre) den Garaus zu machen und später wird auch noch auf die vorhandenen Hand- und Gasgranaten zurück gegriffen. Zusammen mit der unglaublichen Menge an Blutkonserven und Zigarettenstangen, die sich im Lagerraum finden lassen, fragt man sich schon ein wenig, was die eigentlich auf dem Mars vor hatten.

ITklein02Das Monster selbst besteht aus einem einem eigenlich recht schicken von Paul Blaisdell gebastelten Gummikostüm, das aber darunter leidet, dass sein Gesicht völlig unbeweglich ist und es somit eine Maulsperre zu haben scheint. Generell allerdings ist es verblüffend, dass hier nicht lange „Hide the monster“ gespielt wird. Nachdem die erste Leiche gefunden wurde ist IT! sehr häufig und mit allen Details zu sehen; der Zuschauer bekommt im Gegensatz zur damals üblichen Masche genau das, was er sehen will.

Das war es wahrscheinlich auch, was den damals 22-jährigen Ridley Scott stark beeindruckt hat. Dass IT! bei der Entwicklung von ALIEN in seinem Hinterkopf hgerumschwirrte ist nicht nur offensichtlich, sondern wurde von ihm auch niemals bestritten. Das beginnt schon damit, dass wir unsere komplette Raumschiffbesatzung erstmals bei einem gemeinsamen Mittagessen kennenlernen, setzt sich dann bei einer Monsterhatz durch die Lüftungsschächte des Raumschiffes fort und endet schließlich damit, dass das Monster letztendlich ähnlich wie in ALIEN um die Ecke gebracht wird. ITklein04Außerdem gibt es noch Szenen zu bewundern, in dem man dem grausligen Wesen mittels eines Schneidbrenners auf die Pelle rückt und IT! bevorzugt es ebenso wie der Xenomorph sich in dunklen Ecken zu verstecken, wenn es nicht gerade seine überragende Kraft dazu nutzt sich Zugang zu den verschiedenen Etagen des Raumschiffes zu verschaffen. Eine weitere nicht zu unterschätzende Verbindung ist es natürlich, dass IT! seine Opfer nicht einfach umbringt, sondern als eine Art Vorratskammer nutzt. Sicherlich ging Scott hier mit dem Twist einer Brutkammer noch ein wenig weiter, aber der generelle Einfluß ist tatsächlich spürbar.

Doch auch wenn man diese Verbindungen und die zeitmässigen Klischees mal außen vor lässt ist IT! auch heute noch gut ansehbar. Speziell in der ersten Hälfte ist der Film wirlich gruselig und atmosphärisch und die Darsteller – allen voran der spätere Daktari Marshall Thompson, der im gleichen Jahr ja in „Fiend without a face“ ähnlich ernsthaft gegen fliegende Gehirne antreten musste – sorgen dafür, dass man mit ihren Figuren mitfiebert.

ITklein06Auch hier kann man nur hoffen, dass sich mal eines unserer Kleinlabels dieser fast vergessenen Perle annimmt und ihr eine ansprechende Veröffentlichung gönnt. Die mir vorliegende englische DVD hat bereits eine fantastische Bildqualität (durch die man endlich auch mal einen herrlichen Blooper bei Minute 56:20 deutlich erkennen kann), ihr mangelt es allerdings an Extras, obwohl sich ei einem solch einflussreichen „vergessenen“ Film sicherlich genug Experten für einen launigen Audiokommentar finden lassen würden.

Ich melde mich schonmal an.


Dia


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