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(USA 2017)

Regie: Kevin Phillips

Drehbuch: Ben Collins, Luke Piotrowski

Kamera: Eli Born

Darsteller: Owen Campbell, Charlie Tahan, Elizabeth Cappuccino

 

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superdarktimes05Der Sonnenaufgang taucht den nahen Wald in ein oranges Licht. Wir sehen eine typische in den 70ern erbaute Schule – ein zerbrochenes Fenster. Die Kamera bewegt sich hinein. Blutverschmierte Räume, umgeworfene Möbelstücke, ein einsamer Gang, die Wände ebenfalls voller Blut.

Die Nachwirkungen eines Amoklaufes?

Nein, etwas ganz anderes ist hier geschehen und auf den ersten Blick hat diese Eröffnung auch wenig mit der eigentlichen Handlung des vorliegenden Filmes zu tun, erst viel später wird es dem Zuschauer klar werden, dass es sich um eine geschickte Metapher handelt.

Diese Art des geschickten „Foreshadowings“ ist nur einer der Tricks, die Regisseur Kevin Phillips, der hier seinen ersten Langfilm vorlegt, aus dem Hut zaubert um sein Teenagerdrama von nahezu allem, was man in dieser Richtung zuvor gesehen hat abzuheben. Denn generell erzählt „Super Dark Times“ eine recht simple Geschichte über zwei ungefähr 16-jährige Jungs, deren Leben, deren Verhältnis zueinander und zu anderen sich durch eine üble Sekunde komplett ändert.

superdarktimes04Bei einem Ausflug mit zwei anderen Kameraden, bei dem sie ein gefundenes Samuraischwert testen, in dem sie Milchkartons damit in der Luft zerteilen, kommt es zu einem tödlichen Unfall. Die drei Überlebenden beschließen die Leiche ihres Freundes zu verstecken und den Vorfall zu verschweigen.

Während einer von ihnen in der Folge den Kontakt zu den anderen beiden komplett abbricht und Zach (Owen Campbell), die Hauptfigur des Filmes, fortan von schrecklichen Alpträumen geplagt wird zieht sich Josh (Charlie Tahan) komplett zurück und versinkt scheinbar in Depressionen.

superdarktimes01„Super Dark Times“ nimmt sich Zeit für seine Geschichte – so viel Zeit, dass er für manche Zuschauer fast schon als langweilig erscheinen wird, speziell wenn sie zuvor auf das Marketing hereingefallen sind, das den Film wie einen weiteren „Stranger Things“-Nostalgietrip oder gar als einen neuen „Stand by me“ ankündigt. Sicherlich spielt der Film in den frühen neunzigern, aber der einzige Grund dafür ist halt, dass die Geschichte in der heutigen Zeit – mit Handys, dauernder Erreichbarkeit und einem Teenagerleben, dass sich zumeist vor einem Bildschirm abspielt – einfach nicht mehr logisch und nachvollziehbar erscheint. Auf der anderen Seite hätte er aber auch genau so gut in den 70ern oder 80ern spielen können.

Im Gegensatz zu „Stranger Things“ sind unsere Protagonisten im Übrigen auch keine Nerds, sondern „normale“ Kleinstadtkids, deren Interessen halt in anderen Bereichen liegen und deren Gespräche sich eher um das andere Geschlecht drehen, als um Ghostbusters.

superdarktimes02Der Vergleich mit „Stand by me“ hinkt ebenso, denn wo es bei Rob Reiners Klassiker um das Wunder der Freundschaft ging, geht es hier eher um die Zerstörung derselben. Zach steigert sich immer mehr in seine Paranoia und aus Josh wird langsam aber sicher im Verlaufe der Handlung ein Psychopath, ein eingesperrtes Tier, das in Panik Amok läuft.

„Super Dark Times“ ist im Grunde ein düsteres Drama, bei dem von der ersten Minute an (siehe oben) klar ist, dass es kein wirkliches Happy End geben kann. Diese Düsternis wird dann aber mit teilweise atemberaubend schönen Landschaftsaufnahmen gekontert – der Film wurde in Kingston, einer Kleinstadt im Staate New York gedreht -, und dieser krasse Kontrast gibt ihm einen ganz eigenen Stil.

Zusätzlich konzentriert sich der Film dabei so sehr auf seine jugendlichen Haupfiguren, dass Erwachsene tatsächlich nur am Rande mitspielen; verkleinert sich also bewusst nochmals, was ein sehr interessantes Konzept ist, dass dem Massenpublikum ebenso nicht gefallen wird.

superdarktimes06Wenn man dem Film überhaupt etwas vorwerfen kann, dann ist es eine offensichtlich zur Schau getragene Verteufelung von Mariuhana, denn zuerst ist es das Opfer des Unfalles zu Beginn des Filmes, das nach dem Genuss eines Joints gewalttätig wird und am Ende ist ebenso ein Zug an einer Haschzigarette scheinbar der Auslöser für eine finale Gewaltorgie. Da fragt man sich schon, welche schlechten Erfahrungen die Drehbuchautoren mit dem bewußtseinsverändernden Kraut gemacht haben.

Kann man allerdings darüber hinwegsehen, so hat man mit „Super Dark Times“ ein wirklich außergewöhnliches Filmerlebnis vor sich. Sicherlich keine Unterhaltungsmaschine, aber ein gut durchdachtes Psychodrama mit einigen wirklich schockierenden Momenten, das visuell immer wieder überraschend ist – man sollte halt nur weder „Stranger Things“ noch „Stand by my“ erwarten.

 


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