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survquer(USA 2015)

Regie, Drehbuch: Stephen Fingleton
Darsteller: Martin McCann, Mia Goth, Olwen Fouere

  

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Bereits der Vorspann von Stephen Fingletons erstem Langfilm macht klar, dass es sich nicht um einen Film für die breite Masse handelt. Hier verfolgt die Kamera eine rote Kurve, die sich als Teil einer Infografik herausstellt, die uns sehr subtil, aber auch punktgenau die Katastrophe erklärt, die der Filmhandlung vorangegangen ist. Hier werden sofort Erinnerungen an Saul Bass wach, der unter anderem die klassischen Filmvorspänne für Psycho, Vertico, West Side Story und Alien gestaltet hat.

Diese Art der Reduktion auf das Wesentliche zieht sich nun auch durch den ganzen Film, der die Geschichte eines der wenigen Überlebenden einer globalen Katastrophe erzählt der, seit dem Tod seines Bruders alleine in einer Hütte im Wald lebt und dessen wichtigste Besitztümer ein paar Bärenfallen, ein Schrotgewehr mit genau zwei Schuß Munition und ein paar Handvoll Sämereien sind. Der Film beginnt damit dass unser Held (Martin McCann) eine männliche Leiche durch den Wald schleppt und begräbt. Die erste Viertelstunde dürfen wir jetzt seinem Überlebenskampf beiwohnen, können zuschauen wie er die Erden mittels seines Urins und Samens düngt, wie er liebevoll jedes einzelne Pflänzchen in seinem Garten pflegt und wie er unter anderem eine Bibel aus dem Nachlass des vor Filmbeginn verstorbenen als Brennmaterial benutzt.

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Die ersten Worte des Filmes werden dann von einer alten Frau (Olwen Foure) gesprochen die eines Tages zusammen mit ihrer Tochter/Enkelin (Mia Goth) an der Hütte auftaucht und im Gegenzug für ein paar Samen um Nahrung bittet. Samen allerdings scheinen unseren Helden nicht so sehr zu interessieren wie der Körper des jungen Mädchens und so lässt er sich im Austausch dafür den beiden eine Nacht in seiner Hütte zu gewähren anders bezahlen, was zu einer der unerotischsten Sexszenen der Filmgeschichte führt. Nun läuft scheinbar alles gut mit der kleinen Dreiergruppe, man teilt Bett und das tägliche dünne Süppchen, kümmert sich gemeinschaftlich um den Garten und nimmt somit den Kampf gegen deN allgegenwärtigen Hunger zusammen auf. Doch das Wesen des Menschen als solches und auch äußere Einflüsse zerstören die Idylle schnell. Der alles überlagernde ewige Hunger macht Menschen berechnend und gleichzeitig unberechenbar.

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In seinen besten Momenten erinnert „The Survivalist“ an die Werke von Andrei Tarkovsky (Solaris, Stalker). Gewollte Langsamkeit, statische Einstellungen, Dialogarmut und Charaktere deren Motivation nicht hundertprozentig durchschaubar ist. Doch wo der russische Meister den Zuschauer zumindest visuell komplett einfangen konnte, tut sich Fingleton teilweise sehr schwer und beschränkt sich teilweise eher auf das reine Abfilmen der Geschehnisse.

Ebenso sind deutliche Parallelen zum japanischen Horrorklassiker „Kwaidan“ (1964) zu erkennen, speziell eine versuchte Vergewaltigung in hohem Gras sticht hier hervor, aber der komplette Verzicht auf das phantastische Element, das den Klassiker auszeichnete macht sich hier ebenfalls negativ bemerkbar.

Natürlich wird der Film getragen von seinen drei Hauptdarstellern, die teilweise wirklich hervorragende Arbeit leisten. Martin McCann spielt die Hauptfigur gewollt emotionslos und wortkarg, der von Olwen Fouere gespielten alten Frau seht man das Erlittene deutlich an und Mia Goth überzeugt ebenfalls als junge Frau, die der Überlebenskampf bereits innerlich hat altern lassen.

survive02So stellt sich „The Survivalist“ am Ende zwar tatsächlich als ein intelligenter und – wenn man sich auf seine langsame Erzählweise einlässt – durchaus befriedigender Science-Fiction Film mit einem realistischen Ansatz dar, wird aber durch seinen gewollten Verzicht auf Bombast und Action zu einer Qual für ein Publikum, das durch Survival Filme wie „I am Legend“ (2007) geprägt wurde.

Ich persönlich bin den „verrückten Clowns“ (Pierrot le fu) vom Verleih zumindest sehr dankbar dafür, dass sie es wagen, diesen kleinen und interessanten Film auf einen von Blockbustern übersättigten Markt GEWORFEN HABEN und kann nur hoffen, dass er sein Publikum findet.

Ich werde Stephen Fingleton zumindest auf meine Beobachtungsliste setzen. 

dia

 

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