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Regie: Joe Dante

Drehbuch: Sam Hamm

Darsteller: Jon Tenney, Thea Gill, Robert Picardo

 

home01Zu einer Zeit gedreht, als George W. Bush gerade um seine zweite Amtszeit als US-Präsident kämpfte, war „Homecoming“ sicherlich eine bitterböse und aktuelle Politsatire. Schließlich ging es in der Folge darum, dass aufgrund des - live im TV geäußerten – Wunsches eines fidelen Redenschreibers, sich plötzlich die toten Soldaten, des gerade stattfindenden ungerechtfertigten Krieges in irgendeinem arabischen Land, aus ihren Gräbern erheben und um ihr Wahlrecht kämpfen.

Unter der sicheren Hand von Joe Dante inszeniert, wird aber aus diesem – grundsätzlich doch eher absurden – Plot so viel mehr als „nur“ ein politischer Seitenhieb auf die damalige republikanische Regierung, die sich in dieser Folge als absolut unfähig mit der Situation umzugehen herausstellt. Dante presst seine Finger viel tiefer in die Wunden des damaligen Amerika und stellt den Präsidenten als einen kaltherzigen Geldmenschen dar, der die Massen mit Lügen und künstlichen Emotionen manipuliert.

Laut Aussagen unseres Protagonisten David (Jon Tenney) verhält es sich bei dem Kandidaten so:

 

„He´s not stupid.

He just has a way to make stupid people feel they are just as smart as he is.”

Er ist nicht dumm.
Er hat nur so eine Art an sich, dummen Leuten das Gefühl zu geben, sie wären so klug wie er.

 

Hmmh, vielleicht ist die Episode gar nicht so auf ihr Entstehungsjahr fixiert.

Generell sind hier viele Dinge zu finden, die auch heute noch genau so da stehen können, home03denn im Kern geht es bei „Homecoming“ ja darum, dass die gefallenen Soldaten NICHT der Meinung sind, es habe sich gelohnt ihr Leben für die Ehre des Vaterlandes herzugeben. Und die lebenden Toten, die hier durch die Gegend schlurfen und teilweise sogar noch fähig sind zu reden, sind halt keine von Fleischeslust geprägten Beissmaschinen, sondern die schweigende Mehrheit, die sich erhebt, um ihr Recht zu erkämpfen – und zwar ohne Gewalt.

 

Viva la revolución

 

Nein, so schlimm wird´s dann doch nicht wenn man Joe Dante freie Hand lässt. Viel eher besinnt er sich auf seine Qualitäten und bietet – hauptsächlich in der ersten Hälfte – eine stilsichere schwarze Politsatire ab, ohne aber auf seinen ganz speziellen Touch zu verzichten. home04Einen Dante-Film erkennt man immer und so finden wir hier auch seinen ganz persönlichen Glücksbringer Robert Picardo, filmische Referenzen an seine Vorbilder und jede Menge In-Jokes aus Popkultur und ganz speziell Genrefilmen.

In der zweiten Hälfte von „Homecoming“ aber, zieht das Drehbuch die Handschuhe aus. Die Jagd auf die Zombie-Soldaten ist eröffnet und da sie nur dadurch sterben können, dass man sie wählen lässt, beschließt die Regierung sie in Gefangenenlagern in der Wüste unterzubringen, bis die „rechtlichen Fragen“ geklärt sind. Natürlich wird auch nicht darauf verzichtet, an den Wiederkehrern in geheimen Labors herumzuexperimentieren. Die Toten werden somit zu den Opfer eines zynischen Systems, dessen wichtigster Trieb die Selbsterhaltung des Selben ist.

Das gibt Dante dann die Chance eine wunderbare Szene zu inszenieren, in der ein einsamer toter Soldat von einem älteren Pärchen in deren Diner gebeten wird. War man bis zu diesem Punkt noch nicht ganz auf der Seite der Untoten, ist es jetzt um einen geschehen – und um das bis eben noch verschlossene Päckchen Papiertaschentücher ebenso.

home06Zusätzlich bietet Dante uns dann aber auch noch eine der besten „Zombie killt Bösewicht“-Szenen seit Rhodes seinen Unterkörper verloren hat – und das fast ohne Splatter. Ja, das geht – Brutalität kann man auch anders verpacken und hier hat die Szene auch noch einen fiesen emotionalen Punch zusätzlich.

Generell spielt „Homecoming“ gerne mit solcherlei Gegensätzen, zitiert auf der einen Seite natürlich Romero und seine klasssischen Zombiefilme, gibt diesem Filmmonster aber auch gleichzeitig ein komplett anderes – bemitleidenswertes – Gesicht. So finden sich herrliche ironische Szenen, wie zum Schluß hin auf einem Soldatenfriedhof, dessen Grabsteine komplett mit Namen von Filmemachern beschriftet sind, neben solchen, die den Zuschauer tief emotional mitnehmen, wie ein Telefonat eines Zombies mit seiner Mutter.

In dieser Beziehung ist „Homecoming“ dann auch wirklich ein typischer Joe Dante Film, denn auch in „The Howling“ oder „Gremlins“ funktioniert dieser Mix aus purem Entertaiment und echtem home05menschlichem Drama ebenso gut. Dass der Film (oder besser diese Episode) nicht mit diesen beiden – und anderen Dante-Klassikern – in einem Atemzug genannt wird, liegt halt wahrscheinlich an seiner deutlichen politischen Ausrichtung, die zumindest 30 % aller Amerikaner vor den Kopf stößt. Wenn das der Joe Dante ist, der komplette kreative Freiheit geniesst, dann würde ich sehr gerne mehr davon sehen, aber ich bin ja auch ein „linksversiffter Gutmensch“ und zähle nicht zu den 13 % der Deutschen, die von Lautstärke und Polemik her die Mehrheit bilden.


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